Was wird aus Barcelona und Hockenheim?

Grid Girls - GP Mexiko 2015
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Grid Girls - GP Mexiko 2015

© xpb

Der Formel-1-Kalender für 2020 hat einen Wackelkandidaten weniger. Die F1-Bosse unterschrieben einen Vertrag mit dem Verantwortlichen des Mexiko-Grand-Prix bis 2022. Damit ist nur noch die Zukunft von Barcelona und Hockenheim fraglich.

Die Formel-1-Fans in Mexiko können aufatmen. Die Königsklasse bleibt dem F1-verrückten Land in Mittelamerika erhalten. Nachdem sich die Verantwortlichen schon vor einigen Wochen per Handschlag-Abkommen auf eine Weiterführung des Rennens auf dem Autodromo Hermanos Rodriguez geeinigt hatten, wurde nun auch formal alles klargemacht.

Gemeinsam gaben F1-Boss Chase Carey, die Bürgermeisterin von Mexiko-City, Claudia Sheinbaum, und der Chef der Promoter-Firma, Alejandro Soberon, bekannt, dass der neue Vertrag gleich um drei weitere Jahre bis 2022 verlängert wurde. Wegen des Wegfalls der öffentlichen Förderung mussten private Unternehmer aus Mexiko finanziell einspringen, damit das Rennen fortgeführt werden kann.

Mexiko-Zukunft gesichert

Chase Carey zeigte sich zufrieden mit dem neuen Deal. „Seit der Rückkehr in den F1-Kalender im 2015, wurde diese Veranstaltung von den Fans immer mit Begeisterung aufgenommen – nicht nur hier in Mexiko selbst sondern auf der ganzen Welt. Von der FIA wurde das Rennen nun vier Mal in Folge zur besten Veranstaltung des Jahres gewählt. Dabei kamen insgesamt 1,3 Millionen Fans an die Strecke.“

Mit Mexiko-City umfasst der Kalender für 2020 nun insgesamt 21 Rennen. Damit könnte aber noch nicht Schluss sein. Die F1-Verantwortlichen stehen immer noch in intensiven Verhandlungen mit den Veranstaltern in Barcelona. Gerne würde man den spanischen Grand Prix weiter im Kalender sehen. Doch ein Kalender mit der Rekordzahl von 22 Rennen würde die Zustimmung aller Teams voraussetzen.

Streit um Ausweitung des Kalenders

Aktuell scheitert dieses Vorhaben noch am Veto von Williams. Der Traditionsrennstall aus Grove liegt aktuell ganz hinten in der Tabelle. Bei dieser Platzierung würden die Mehreinnahmen aus den Prämien die Ausgaben eines zusätzlichen Rennens nicht decken. Da besteht also noch Verhandlungsbedarf.

Ganz düster sieht es um die Zukunft des Deutschland-Grand-Prix aus. Während andere Länder, wie zum Beispiel Mexiko, England oder Spanien, mit allen Mitteln versuchen, die Formel 1 zum Bleiben zu überreden, sind den Verantwortlichen in Hockenheim die Hände gebunden. Mangels öffentlicher Unterstützung und fehlenden privaten Sponsoren war die Königsklasse 2019 wohl das letzte Mal zu Gast im Motodrom.

Quelle: 2019 Motor-Presse Stuttgart
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