Alle Skoda-Modelle mit Euro 6d-Temp

Skoda Octavia RS Facelift
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Skoda Octavia RS Facelift

© Skoda
11.11.2018 - 00:00 Uhr von Thomas Harloff

Skoda ist bei der Umstellung seiner Autos auf die neue Abgasnorm Euro 6d-Temp noch nicht weit gekommen. Nur vereinzelte Motorvarianten dürfen als besonders sauber gelten. Immerhin sind erste Diesel sowie Scout- und RS-Modelle hinzugekommen.

  • Tabelle der Euro 6d-Temp-Modelle von Skoda

Euro 6d-Temp und Skoda, das ist noch keine besonders harmonische Beziehung. Immerhin wächst das Angebot, inzwischen werden alle sieben derzeit erhältlichen Baureihen mit Motoren ausgeliefert, die nach der Abgasnorm zertifiziert sind: Citigo, Fabia, Karoq, Kodiaq, Octavia, Rapid und Superb. Allerdings führt die zögerliche Umstellung dazu, dass einzelne Modelle mit deutlich weniger Motorvarianten erhältlich sind als von der VW-Konzerntochter gewohnt. Oder dass sich innerhalb der Baureihen die Abgasnormen unterscheiden. Beispiel Superb: Während die Benziner nach Euro 6d-Temp eingestuft sind, tragen die bislang Diesel nur das Euro-6c-Label.

Die Euro-6d-Temp-Dieselpalette wächst

Vorbildhaft präsentiert sich ausgerechnet der kleinste Motor der Marke: Der Einliter-Dreizylinder-Benziner, den Kenner des VW-Motorenregals unter dem internen Kürzel EA211 kennen. Im Citigo leistet er ohne Aufladung 44 und 55 kW (60 und 75 PS). Im Fabia kommt die 55-kW-Version ebenso zum Einsatz wie die aufgeladene Variante mit 70 und 81 kW. Diese beiden Leistungsstufen stecken auch im Rapid. Auch die Erdgas-Variante des Dreizylinders, die im Citigo eingesetzt wird, ist inzwischen nach Euro 6d-Temp zertifiziert.

Bei den größeren Baureihen hat Skoda zum Jahresende vor allem in Sachen Dieselmotoren nachgelegt. Seit Dezember trägt der Octavia RS nicht nur als Benziner, sondern auch in der Selbstzünder-Version das Euro-6d-Temp-Siegel. Auch der neue Kodiaq RS TDI mit 176-kW-Diesel hat die begehrte Einstufung erhalten. Ansonsten sind einige 110 kW starke Modellvarianten mit Offroad-Styling neu in der Liste: Octavia Scout 2.0 TDI, Karoq Scout 1.5 TSI 4x4 und 2.0 TDI 4x4 sowie Kodiaq Scout 1.5 TSI ACT 4x4.

Euro 6d-Temp erstmals mit Abgastests auf der Straße

Noch drängt die Zeit nicht allzu sehr, schließlich wird Euro 6d-Temp erst ab dem 1. September 2019 für alle Neuwagen zur Vorschrift. Bis zu diesem Zeitpunkt müssen lediglich bei Typ-Neuzulassungen die verschärften Emissionsrichtlinien eingehalten werden. Die besagen, dass neue Autos erstmals nicht nur im Labor, sondern auch auf der Straße die Abgasvorschriften einhalten müssen. Allerdings gibt es einen Umrechnungsfaktor bei Stickoxiden: Euro-6d-Temp-Autos dürfen im realen Leben das 2,1-fache des Prüfstandswertes ausstoßen. Ab 2021 gilt dann die richtige Euro-6d-Abgasnorm, die nur noch das 1,5-fache erlaubt.

Wer künftig ein nach Euro 6d-Temp genormtes Autos kauft, hilft nicht nur der Umwelt, sondern auch sich selbst – gerade dann, wenn es sich um einen Diesel handelt. Schließlich drohen in immer mehr Städten Fahrverbote für Selbstzünder und niemand kann heute sagen, wie lange Dieselautos, die höchstens nach Euro 6c eingestuft sind, davon noch verschont bleiben. Außerdem kann der Euro-6d-Temp-Vermerk im Fahrzeugschein bares Geld wert sein: Er hält den Wert des Autos stabil, was beim Wiederverkauf spürbare Vorteile mit sich bringen dürfte.

Quelle: 2018 Motor-Presse Stuttgart
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