Aston Martin Vanquish Zagato Shooting Brake

Erlkönig Aston Martin Zagato Shooting Brake
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Erlkönig Aston Martin Zagato Shooting Brake

© Stefan Baldauf
19.02.2019 - 17:11 Uhr von Gregor Hebermehl

Nur 99 Exemplare baut Aston Martin vom Vanquish Zagato Shooting Brake und aus dem Stand heraus könnte zum Sammlerstück werden. Denn nach Aussage von Aston Martin Chief Creative Officer Marek Reichman ist die Nachfrage nach dem Modell größer als das Angebot. Jetzt wurde der Luxus-Kombi bei Probefahrten erwischt.

Der neue Aston Martin Vanquish Zagato Shooting Brake gehört zu einer Gruppe von insgesamt 325 Fahrzeugen. Neben dem Shooting Brake baut Aston Martin schließlich auch noch 28 Vanquish Zagato Speedster, 99 Vanquish Zagato Coupés und 99 Vanquish Zagato Volante. Die in Kooperation mit dem italienischen Designbüro entwickelten Vanquish-Modelle basieren alle auf dem Vanquish S, sind also mit 592 PS aus einem 5,9-Liter-V12-Sauger unterwegs. Das elektronische Dämpfersystem soll an die Eigenschaften jeder Karosserievariante individuell angepasst worden sein.

Der Shooting Brake kommt ausschließlich als Zweisitzer auf den Markt. Das Dach des sportlichen Transportwagens bekommt von Zagato den sogenannten Double Bubble – zwei Wölbungen über den Köpfen der Insassen. Das Double Bubble ist mit verglasten Lichteinlässen versehen, die helfen sollen, den Innenraum mit Tageslicht wohnlicher zu gestalten. Die Heckklappe gibt beim Öffnen den Blick auf ein luxuriöses Kofferraum-Abteil frei, für das ein Maßgepäck-Set zur Verfügung steht.

Edle Tradition zwischen Aston Martin und Zagato

Innen gibt der Vanquish Zagato Shooting Brake ganz den Aston Martin: Feinmaschiges Karbon spannt sich über die Oberflächen, die Drehknöpfe bestehen aus Bronze und natürlich steht auch eine edle Vollleder-Ausstattung zur Verfügung.

Die Kooperation von Aston Martin und Zagato hat eine lange Tradition: Bereits beim DB4 GT Zagato von 1960 haben die Engländer mit den Italienern zusammengearbeitet. Der neue Vanquish Zagato Shooting Brake sollte nach ursprünglicher Planung ab 2018 gebaut werden, die Preise hat Aston Martin noch nicht bekanntgegeben. Der aktuell abgeschossene Prototyp mit leichter Tarnung lässt aber die Vermutung zu, dass das Modell mit einiger Verzögerung zu den Sammlern kommen wird.

Noch seltener: Der teure Speedster

Der Aston Martin Vanquish Zagato Speedster ist mit seinem Purismus das Gegenteil der Shooting-Brake-Variante: Die Speedster-Frontscheibe neigt sich flacher in den Wind und direkt hinter den Passagieren ziehen sich sogenannte Airdomes nach hinten. Auf der Heckklappe soll sich ein ausfahrbarer Spoiler um eine optimale Aerodynamik kümmern. Eigenständige Außenspiegel und eine individuelle Heckabrisskante grenzen den Speedster zusätzlich von seinen Zagato-Modellgeschwistern ab. Front- und Seitenschweller sind ebenfalls neu und ganz unten entsorgt eine Vierrohr-Abgasanlage die Verbrennungsrückstände des Zwölfzylinder-Motors. Luftverwirbelungen minimiert ein aus Karbon gefertigter Heckdiffusor. Vor Wind und Wetter schützt ein Notverdeck – das wiegt kaum etwas und hilft so, den Schwerpunkt des Speedsters tief zu halten.

Dass die Wagen Begehrlichkeiten wecken, hat Aston Martin natürlich im Preis berücksichtigt: Während ein Zagato Volante bereits mit umgerechnet zirka 725.000 Euro zu Buche schlägt, wird für den Speedster wohl mit 1.450.000 Euro das Doppelte fällig.

Quelle: 2019 Motor-Presse Stuttgart
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