ATS GT

Die italienische Sportwagenschmiede Automobili Turismo e Sport -
kurz ATS - hat jetzt in London mit dem GT einen neuen
Supersportwagen vorgestellt.
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Die italienische Sportwagenschmiede Automobili Turismo e Sport - kurz ATS - hat jetzt in London mit dem GT einen neuen Supersportwagen vorgestellt.

© Automobili Turismo e Sport
04.09.2017 - 11:26 Uhr von Uli Baumann

Die italienische Sportwagenschmiede Automobili Turismo e Sport – kurz ATS – hat jetzt in London mit dem GT einen neuen Supersportwagen vorgestellt. ATS feiert damit nach 53 Jahren ein Comeback.

Zu einer umfangreichen Verbreitung von ATS wird aber auch die Neuauflage nicht beitragen, denn die Italiener wollen vom ATS GT nur 12 Exemplare fertigen. Auch der Preis könnte einer weiteren Verbreitung im Wege stehen. Als Grundpreis werden 1.150.000 Dollar genannt.

V8 mit bis zu 700 PS

Befeuert wird der ATS GT von einem 3,8 Liter großen V8-Motor mit Trockensumpfschmierung, der es im Basistrimm auf 650 PS und 678 Nm Drehmoment bringt. Optional soll auch eine Version mit 700 PS und 750 Nm angeboten werden. Geschaltet wird mit einem Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe, dessen Gänge auch per Wippen am Lenkrad gewechselt werden können. Woher der Motor stammt, wollte ATS noch nicht preisgeben, die Eckdaten deuten aber auf McLaren hin. Die Antriebskraft fließt ausschließlich auf die Hinterräder. In Kombination mit einer Launch Control sollen Spurtzeiten von knapp über 3 Sekunden möglich sein. Die Höchstgeschwindigkeit wird mit über 332 km/h angegeben.

Optisch folgt das 4,70 Meter lange, 1,96 Meter breite und nur 1,21 Meter hohe zweisitzige Coupé typischen Mittelmotorvorgaben. Der ATS ähnelt damit Wettbewerbern wie dem McLaren 650 oder einem Ferrari 488. Bei einem Radstand von 2,67 Meter bringt der ATS GT mit seinem Chassis aus Aluminium und Kohlefaserlaminat gerade einmal 1.300 kg trocken auf die Waage. Der Kofferraum unter der vorderen Haube soll 230 Liter Gepäck schlucken können. Die Türen öffnen sportwagentypisch nach vorne oben. Auf Türgriffe wurde verzichtet, hier kommen Sensorfelder zum Einsatz.

Komplett vernetztes Fahrwerk

An den Einzelradaufhängungen rundum werden an elektronisch gesteuerten Dämpfern vorn 20 und hinten 21 Zoll große Leichtmetallräder geführt. Vorne drehen sich 255/30er Pneus, hinten 355/25er Walzen. Die Bremspower liefern Komponenten aus dem Brembo-Regal. Die Carbon-Keramik-Stopper werden von einem als Luftbremse nutzbarem aktiven Heckspoiler unterstützt. Alle Bordsysteme (Fahrwerk, ESP, Motor, Getriebe) sind miteinander vernetzt und können in den drei Fahrprogrammen Viaggio, Sport und Corsa (Tour, Sport und Race) vorkonfiguriert werden.

Wer den ATS GT entert, sieht sich einem volldigitalen, individuell programmierbarem Zentral-Display gegenüber. Dazu gesellt sich ein großer Touchscreen auf der Mittelkonsole, über das nahezu alle anderen Fahrzeugfunktionen gesteuert werden. Integriert wurde zum eine Google-Navigation mit Echtzeitinformationen sowie ein Highend-Soundsystem. Eine Rückfahrkamera und eine Querbeschleunigungsanzeige komplettieren das Instrumentarium, das in eine Cockpitlandschaft aus Nubukleder, Carbon und Aluminium eingebettet ist. Individualisierungen seien hier aber problemlos möglich, betont ATS.

ATS wurde 1981 von 8 ehemaligen Ferrari-Mitarbeitern gegründet und engagierte sich in der Formel 1 sowie im Sportwagenbau. Bis 1964 wurde verschiedene Renn- und Sportwagen gefertigt. 2014 wurde ATS dann vom Unternehmer Daniele Maritan und dem Designer Emanuelle Bomboni wiederbelebt.

Quelle: 2017 Motor-Presse Stuttgart
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