Audi E-Tron Quattro (2018)

Was fährt hier? Unser Erlkönig-Jäger hat die Serienversion des
Audi E-Tron Quattro abgeschossen. Der E-SUV wird im August 2018 auf
den deutschen Markt kommen.
Bild 1 von 22

Was fährt hier? Unser Erlkönig-Jäger hat die Serienversion des Audi E-Tron Quattro abgeschossen. Der E-SUV wird im August 2018 auf den deutschen Markt kommen.

© Stefan Baldauf
26.12.2017 - 00:54 Uhr von Holger Wittich

Audi nimmt den Kampf gegen Tesla auf und wird ab August 2018 mit den E-Tron Quattro ein erstes rein elektrisch betriebenes Modell auf den Markt bringen. Dieser E-SUV im Format eines Audi Q5 bildet dann den Auftakt einer ganzen E-Tron-Baureihe.

Unser Erlkönig-Jäger hat den Audi E-Tron Quattro erstmals abgeschossen. Der Prototyp orientiert sich stark an der 2015 gezeigten IAA-Studie. Der Viertürer präsentiert sich mit schmalen, schon fast schlitzförmigen Scheinwerfern sowie einer „Kühler“-Maske, die der aktuellen Form des Audi-Grills entspricht. Trotzdem wird sich der Grill von den Modellen mit Verbrenner-Motoren unterscheiden, insbesondere da man weniger Kühlluft benötigt.

Audi E-Tron Quattro mit leichten Änderungen zur Studie

Während die Studie noch ohne Außenspiegel auskam, mussten die Ingenieure für die Serienversion schmale Spiegel im vorderen Fensterdreieck integrieren. In der Seitenansicht des Viertürers fällt die fast waagerechte untere Fensterlinie auf, außerdem die kräftig ausgestellten Kotflügel und die starken Einzüge in den unteren Bereichen der Türen. Am Ende der sich leicht neigenden Dachlinie ist ein Dachkantenspoiler platziert. Eine Reling ziert ebenfalls den E-Tron Quattro.

Das Heck präsentiert sich mit schmalen Leuchten, die weit in die Klappe reichen. Im Vergleich zur Studie ist lediglich das Kennzeichenfeld weniger ausgeprägt.

Vermutlich wird das über zwei Tonnen schwere Serienmodell auch die Abmessungen des Concept-Cars in etwa übernehmen. Die betragen 4,88 in der Länge, 1,93 Meter in der Breite und 1,54 in der Höhe, bei einem Radsand von 2,91 Meter. Das Kofferraumvolumen reicht von 615 bis 1.725 Liter.

Möglicherweise trägt der E-Tron Quattro, der auf einer überarbeiteten Version des Modularen Längsbaukastens (MLB) steht, dann auch schon ein mit Dünnschicht-Solarzellen bestücktes Dach, das Audi derzeit mit dem chinesischen Solarzellen-Spezialisten Hanergy entwickelt. Die Solarzellen haben einen Wirkungsgrad von mehr als 25 Prozent, sind besonders dünn und flexibel. Zudem funktionieren sie auch bei schwachem Licht und hohen Temperaturen sehr gut. Die Solarzellen produziert Alta Devices in Kalifornien. Der gewonnene Strom soll in das Bordnetz fließen und kann beispielsweise die Klima-Anlage oder die Sitzheizung versorgen. Perspektivisch soll der Solarstrom sogar direkt die Traktionsbatterie laden.

Was kostet der Audi E-Tron Quattro?

Die Studie wurde von drei E-Motoren angetrieben, wobei ein Elektromotor auf die Vorderachse wirkt und zwei am Heck arbeiten. Zusammen erarbeiten sie eine Leistung von 435 PS, im Boostmodus 503 PS. Der Spurt auf 100 km/h soll in 4,6 Sekunden erfolgen; die Höchstgeschwindigkeit ist auf 210 km/h begrenzt. Als Energiespeicher fungiert eine Lithium-Ionen-Batterie mit 95 kWh. Die Reichweite liegt bei 500 Kilometer. Der Audi E-Tron Quattro baut auf dem MLB (Modularen Längsbaukasten) des VW-Konzerns auf und erlaubt einen tiefen Schwerpunkt. Die Batterie ist mit der Bodenkonstruktion unter der Fahrgastzelle verschraubt.

In Norwegen können Kunden das Modell sogar schon vorbestellen – mit einer Anzahlung von umgerechnet 2.154 Euro. Was den Verkaufspreis angeht, so bleibt nur eine Spekulation. Der Jaguar i-Pace wird um die 75.000 Euro kosten. Wir schätzen, dass der Audi E-Tron Quattro nicht unter 80.000 Euro kosten wird. 2019 legt Audi dann mit einem E-Tron Quattro Sportback nach und ergänzt die Baureihe um ein weiteres reines Elektro-Modell.

Quelle: 2017 Motor-Presse Stuttgart
Kommentare
Top-Themen
Bevor es in Barcelona mit den Testfahrten losgeht, haben wir noch einmal einen Blick in die Archive geworfen. Dabei ...mehr
Subaru, Nissan und Jeep stehen 2017 bei den Eigenzulassungen ganz weit vorne, wenngleich der Anteil dieser Zulassungen ...mehr
Zum Modelljahr 2018 gibt es bei BMW Otto-Partikelfilter für weitere Benziner, einen SCR-Kat mit Adblue für fast alle ...mehr
Anzeige
Auto Motor und Sport
Anzeige
Anzeige