Ausbau der Wasserstoff-Infrastruktur

Wasserstoff-Auto Brennstoffzelle
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Wasserstoff-Auto Brennstoffzelle

 © Daimler

Das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) und H2 Mobility gaben diese Woche bekannt, dass bis 2021 insgesamt bis zu 130 Wasserstofftankstellen in Deutschland in Betrieb genommen werden sollen.

Am Dienstag (5. November) veröffentlichten das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) und H2 Mobility Deutschland GmbH & Co. KG eine gemeinsame Absichtserklärung zum weiteren Ausbau der Wasserstoff-Infrastruktur.

Seit 2007 fördert die Bundesregierung mit dem Nationalen Innovationsprogramm Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie (NIP) den Ausbau und die Weiterentwicklungen in eben jenen Technologien. Die meisten Experten schätzen die Kosten für den Bau einer Wasserstofftankstelle derzeit auf etwa eine Millionen Euro.

Von 76 auf 130 Tankstellen

In Deutschland gibt es derzeit 76 Wasserstofftankstellen, von denen H2 Mobility und ihre Gesellschafter 70 betreiben. In der Absichtserklärung heißt es, dass die Gesellschaft in den kommenden zwei Jahren jeweils bis zu 30 Tankstellen zusätzlich eröffnen möchte. Diese sollen nicht, wie zurzeit, 40 bis 50 Fahrzeuge täglich, sondern drei Mal so viele betanken können. An ausgewählten Standorten sind dann auch Tankmöglichkeiten für Nutzfahrzeuge geplant.

Laut H2 Mobility sollen die Standorte der neuen Wasserstoff-Stationen in den Regionen mit der größten Wasserstoff-Nachfrage errichtet werden. Nähere Informationen gibt der Erbauer und Betreiber der Tankstellen hierzu nicht an.

In Deutschland gibt es rund 14.500 herkömmliche Tankstellen und rund 16.700 Elektro-Ladesäulen (Stand 2019: Statista). Somit liegt noch ein weiter Weg vor den Wasserstofftankstellenbetreibern, um eine flächendeckende Versorgung zu garantieren. Der ADAC gibt an, dass zirka 1.000 Tankstellen benötigt werden, um von einer flächendeckenden Versorgung zu sprechen.

Hyundai und Toyota haben angekündigt, ihre Produktion von Wasserstoff-Pkw in 2020 erheblich zu erhöhen. Deshalb könnte es auch in Zukunft noch jede Menge Raum für weitere Absichtserklärungen zum Ausbau der Wasserstoff-Infrastruktur geben.

Quelle: 2019 Motor-Presse Stuttgart
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