Auto-Friedhof: Diese Autos haben uns verlassen

Der letzte VW Beetle ist Anfang der Woche in Mexiko gebaut worden. Damit endet nach 12 Jahren die Ära des Retro-Käfers.
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Der letzte VW Beetle ist Anfang der Woche in Mexiko gebaut worden. Damit endet nach 12 Jahren die Ära des Retro-Käfers.

© Newspress

Schwache Nachfrage, Strategiewechsel, neues Konzept – es gibt verschiedene Gründe, warum Automodelle eingestellt werden. Wir haben die Auslaufmodelle ohne Nachfolger aus der jüngeren Vergangenheit und der nahen Zukunft zusammengetragen.

Bildershow: Modelle ohne Nachfolger>>

Kundenansprüche verändern sich und die Autobauer müssen darauf reagieren. Modelle, die sich nicht verkaufen, positionieren sich damit klar auf der Streichliste. Aber auch aufwändige Zertifizierungsarbeiten lassen Modelle aufs Abstellgleis wandern.

Prominentestes und aktuellstes Opfer ist der VW New Beetle. Nach 12 Jahren lief am 10. Juli der letzte Retro-Käfer in Mexiko vom Band. Wie auch beim großen Vorbild wurde das Ende mit einer "Ultima Edicion" eingeläutet.

Ein ähnliches Schicksal ereilte im Mai dem Mercedes SL 63 AMG. Einem Nachfolger mit reinem Elektroantrieb muss der Jaguar XJ weichen. Die Briten werden vom Oberklassemodell Anfang Juli das letzte Modell fertigen. Das Elektro-Top-Modell, das dann vermutlich wieder XJ heißen wird, soll dann 2020 an den Start gehen.

Zuletzt hatte es zwei Ford-Modelle getroffen: Den Ford C-Max und den Grand C-Max. Gerüchte und Spekulationen gab es zum Produktionsende der beiden Vans schon länger. Ford strafft derzeit im defizitären Europa-Markt seine Modellpalette und in diesem Zuge wurde schon vor Monaten über das Aus der beiden Modellen mit dem Betriebsrat im Werk Saarlouis verhandelt. Der Grund ist denkbar einfach: Die Nachfrage nach dem C-Max und dem Grand C-Max war schlicht „stark rückläufig“, wie Ford mitteilte.

Kein Fließheck-3er mehr

Im Juli 2016 hatte BMW dem Gran Turismo-Modell des 3er eine Frischzellenkur verpasst, auf der Bilanzpressekonferenz 2019 gab es die letzte Ölung. „Auf Modellebene wurde entschieden, dass kein Nachfolgemodell für die aktuelle Generation des BMW 3er GranTurismo entwickelt wird“, hieß es dort. Weitere Modelle könnten folgen, denn der Konzern will im Sinne einer Effizienzsteigerung die Komplexität des Modellportfolios reduzieren.

Alfa Mito läuft 2019 aus

Ebenfalls in diesem Jahr hatte Alfa bekannt gegeben, dass der Mito nicht weiter produziert werde. Roberta Zerbi, Alfa Marken-Chefin für Europa, zu den Hintergründen: „Der Mito ist ein Dreitürer und die Kunden greifen immer mehr zu fünftürigen Autos“, so Zerbi. Sie hoffe, dass Kunden künftig zur Giulia oder dem kleinen, kommenden SUV unterhalb des Stelvio greifen werden. In den ersten sieben Monaten des Jahres 2018 wurden in Deutschland gerade mal 213 Mito-Modelle neu zugelassen, ein Minus von 16,8 Prozent zum Vorjahreszeitraum.

Dem Ende des Mito ging schon ein weiteres Produkt-Ende der Marke voraus. Nach dem Modelljahr 2018 wurde das Alfa Romeo 4C Coupé eingestellt. Die Betonung liegt hier bewusst auf Coupé, denn die Spyder-Version des Alfa 4C wird weiter angeboten.

Am Ende: CLS Shooting Brake, 6er und M3

Zuvor ereilte das Streichschicksal schon den Mercedes CLS Shooting Brake, der beim Modellwechsel keinen Nachfolger mehr bekam. Weil BMW den neuen 8er ins Programm nimmt, wurde auch schon beim 6er gestrichen. Nicht mehr zu haben ist das 6er Coupé. Ebenfalls aus dem Angebot verschwunden ist der Elektrokleinstwagen MIEV bei Mitsubishi.

Seit Ende 2018 endgültig weg ist der Kultsportwagen Subaru WRX STI. 

Alle Modelle die uns bereits verlassen haben oder bald verlassen werden, sehen Sie in der Fotoshow.

Quelle: 2019 Motor-Presse Stuttgart
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