Barrett-Jackson-Auktion Scottsdale 2020

Schauspieler Paul Walker war nicht nur auf der Leinwand ein Auto-Freak ("Fast and the Furious"), sondern auch privat. Nun wird die Autosammlung des 2013 tödlich verunglückten Stars versteigert.
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Schauspieler Paul Walker war nicht nur auf der Leinwand ein Auto-Freak ("Fast and the Furious"), sondern auch privat. Nun wird die Autosammlung des 2013 tödlich verunglückten Stars versteigert.

© Barrett Jackson / Imago Images

Sechs Jahre nach seinem Tod werden 21 Autos aus dem Nachlass des verunglückten Fast and Furious-Schauspielers versteigert. Die Kollektion ist ziemlich BMW-lastig.

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Sechs Jahre ist es schon wieder her, dass Schauspieler Paul Walker tödlich verunglückte. Der durch die Filmreihe „Fast and Furious“ bekannt gewordene Schauspieler starb in einem Gewerbegebiet im kalifornischen Santa Clarita als Beifahrer bei einem Unfall in einem Porsche Carrera GT. Walker war ein Autonarr, der selbst Rennen fuhr und während seines viel zu kurzen Lebens eine beachtliche Autosammlung zusammentrug. Diese wird im Januar versteigert: Barrett-Jackson bringt bei der traditionsreichen Veranstaltung in Scottsdale 21 Autos aus der Paul Walker-Kollektion zur Auktion.

Allein sieben BMW M3 unter dem Hammer

Und diese ist ziemlich BMW-lastig: Sieben M3 und ein Motorrad kommen im US-Bundesstaat Arizona unter den Hammer. Die M3 teilen sich in zwei E30er und fünf E36er auf. Letztere ausnahmslos in der nur in den USA und in weißer Lackierung samt dunkelblau-hellblau-rotem M-Zielflaggen Dekor erhältlichen Lightweight-Variante (LTW), von denen insgesamt nur 125 Exemplare gebaut wurden. Die M3 LTWs verfügen fast alle über den aggressiven Front- und großen Heckspoiler und wiegen mit einem Leergewicht von etwa 1.340 Kilogramm über 100 Kilogramm weniger als der Standard-M3. Allerdings haben sie auch weniger Leistung: US-Kunden mussten mit 243 PS Vorlieb nehmen, während der M3 E36 in Europa 286 PS leistete. Grund waren die strengen Abgasvorschriften in den USA, weshalb BMW seinerzeit extra eine US-Variante des S50B30-Reihensechsers entwickelte und an das manuelle Fünfgang-Getriebe koppelte.

Seine Rennleidenschaft lebte Paul Walker vor allem in Porsche-Modellen aus. 2013 hatte der Schauspieler aber anscheinend Lust auf ein neues Track Tool und kaufte einen Ford Mustang Boss 302S-Rennwagen. Leider verstarb Walker, bevor er das Coupé erstmals einsetzen konnte. Der Fünfliter-V8-Motor wurde von Ford Racing optimiert, und zwar unter anderem mit der hauseigenen PCS-Software und einer Fülle anderer offizieller Tuning-Komponenten. Die Kraftübertragung erfolgt über ein 6-Gang-Schaltgetriebe mit Exedy-Kupplung und Torsen T2R-Differenzial.

Breitgefächerter Autogeschmack

Ein weiteres angebotenes Auto dürfte aufmerksamen Fast and Furious-Zuschauern bekannt vorkommen: Der 2009er Nissan 370Z war im fünften Teil der Filmreihe zu sehen. Das Auto hat nur 2.623 Meilen (4.221 Kilometer) auf dem Tacho, wird von einem 3,7-Liter-V6-Motor angetrieben und schickt dank diverser Leistungssteigerungen deutlich mehr als die serienmäßigen 331 PS über ein 5-Gang-Schaltgetriebe Richtung Hinterräder.

Die restlichen Autos der Sammlung, die Barrett-Jackson im Januar in Scottsdale versteigert, illustrieren die große Bandbreite, die Paul Walkers Autogeschmack auszeichnete. Sechzigerjahre-Oldtimer sind darin ebenso zu finden wie Rennwagen, SUVs und Pickups sowie Motorräder aus amerikanischer, japanischer und deutscher Produktion. „Paul Walkers Kollektion umfasste fünf Jahrzehnte automobiler Spitzenklasse und spiegelte wirklich seinen persönlichen Geschmack wider“, sagt Steve Davis, Präsident von Barrett-Jackson. Walkers Leidenschaft für Leistung hätte sich besonders in seinen Autos ausgedrückt. Ein Großteil der Auktionserlöse wird übrigens den Stiftungen zugutekommen, die Walker bereits zu Lebzeiten gründete und heute von seiner Tochter Meadow geführt werden.

Quelle: 2019 Motor-Presse Stuttgart
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