BMW 530 MLE E12

BMW Südafrika hat einen 110 im Jahr 1976 gebauten 530 MLE
wiedergefunden.
Bild 1 von 28

BMW Südafrika hat einen 110 im Jahr 1976 gebauten 530 MLE wiedergefunden.

© BMW
27.01.2019 - 00:00 Uhr von Andreas Of

BMW Südafrika restauriert einen 530 MLE von 1976. Die Motorsport Limited Edition war ein Homologationsmodell, das es nur in Südafrika gab

Heute kaum zu glauben, aber der BMW 5er hatte eine wilde Jugend. Als Rennwagen in Südafrika startete der E12 als 530 bei 15 Rennen und gewann davon 15. Von 1976 bis 1978 gewann er seine Rennserie drei Jahre in Folge. Als der 530M 1985 – eine ewige Zeit für einen Rennwagen – in Rente geschickt wurde, war er der 5er mit den meisten Rennsport-Pokalen. Das ist allerdings nicht weiter schwierig, weil sich BMW im Motorsport auf andere Baureihen konzentrierte. Den CSL, den 3er und den 6er zum Beispiel.

270 PS und Löcher zur Gewichtsersparnis

Nur in Südafrika kam eben die Dreiliterversion des M30 in den Bug, ein Käfig rein und los ging’s. Der M30-Reihensechser hat in der Straßenversion 200 PS. In Rennversion waren es über 270 PS. Löcher in nicht tragenden Blechteilen erleichterten die Karosserie. Dennoch – und trotz 200 PS – waren die Fahrleistungen aus heutiger Sicht wenig rennmäßig: 9,3 Sekunden für den Spurt von null auf 100 km/h toppt heute schon der i3 und 208 km/h fährt ein 2er Active Tourer auch mit Dieselmotor. Beide sind im Vergleich zum 530 Motorsport Limited Edition jedoch echte Massenware: Um den 5er im Rennsport einsetzen zu dürfen, musste BMW Südafrika 100 Straßenautos bauen. Das Bauen war ein kleineres Problem als das Verkaufen: Der MLE soll doppelt so teuer gewesen sein wie ein 520.

Nur 227-mal gab es den 530 MLE

Entwickelt hat das Auto die Motorsport GmbH unter der Leitung von Jochen Neerpasch. Die hatte für solvente Kunden mit Leistungssorgen ohnehin schon 5er-Umbauten mit größeren Motoren im Programm und legte bald den M535i auf Kiel. Im ersten Jahr baute BMW im 1973 eröffneten Werk Rosslyn 110 MLE, im zweiten Jahr noch einmal 117. Einige der Arbeiter, die damals den Rennsport-5er gebaut haben, waren dabei, als BMW im Dezember eines der letzten bekannten Exemplare des 530 MLE in die Werkstatt von Luis Malhous Custom Restaurations rollte.

Die Nummer 100 aus dem Baujahr 1976 soll wieder in den Originalzustand versetzt werden. Das Auto gehörte dem Rennfahrer und Teamchef Peter Kaye-Eddie. Der hatte in den 1980er-Jahren zwei MLE-5er im Renneinsatz. Einer verunfallte, der andere gehört immer noch Kaye-Eddie und wird zur Zeit restauriert. Das Straßenmodell, das BMW zum Restaurieren gekauft hat, stand jahrelang im Garten hinter einem Haus. Die Restaurierung soll noch 2019 abgeschlossen sein, der 530 MLE wird dann Teil der kleinen, lokalen Sammlung von BMW Südafrika. Es wäre dann neben einem 325is und 333i das dritte Südafrika-Modell, das im Welcome Center am Hauptsitz in Rosslyn ausgestellt wird. Zur Sammlung gehören außerdem ein originaler M1 und ein 750i von 2017, dessen Interieur-Zierleisten die südafrikanische Künstlerin Esther Mahlangu gestaltet hat.

Quelle: 2019 Motor-Presse Stuttgart
Top-Themen
Fast alle der 13 getesteten Selbstzünder unterschreiten den Prüfstands-Grenzwert deutlich. Dabei schneiden nicht nur ...mehr
Was ist der Ford Capri nun? Ein junger Wilder, ein deutscher Mustang oder der Manta von Ford? Vor 50 Jahren hat Ford ...mehr
Erst Carlos Sainz, dann Lando Norris: McLaren mischte an den ersten beiden Testtagen von Barcelona ganz vorne mit.mehr
Anzeige
Auto Motor und Sport
Video
Tankstellen-Suche
Hier finden Sie günstige Tankstellen in Ihrer Nähe
Anzeige
Anzeige
Highlights
Ist das ein Benziner oder kann das weg? So oder so ähnlich lautet derzeit das Motto auf vielen deutschen Schrottplätzen, wo Selbstzünder auf ihren Gnadenstoß warten. Der Henker ...mehr
Im Rahmen des Genfer Autosalons wird wie jedes Jahr der Preis „ Car of the Year“ von einer internationalen Fachjury vergeben. So auch 2019. Hier die Kandidaten und Nominierten. ...mehr
E-Mobilität
Zellhersteller droht Volkswagen mit Lieferstopp
Volkswagen hat wieder Ärger mit seinen Zelllieferanten. Grund sind die VW-Pläne, eine eigene Zellfertigung aufzubauen.mehr