BMW 7er Facelift

Die Doppelniere ist jetzt von einem gemeinsamen Rahmen
gefasst.
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Die Doppelniere ist jetzt von einem gemeinsamen Rahmen gefasst.

© BMW
17.01.2019 - 09:30 Uhr von Gregor Hebermehl

Der BMW 7er bekommt ein Facelift, das seinen Namen verdient: Das Gesicht der Oberklasse-Limousine ist deutlich auffälliger als bisher. Beim Innenraum passiert ein bisschen, bei den Motoren viel – zum Beispiel mit einem neuen Achtzylinder.

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Der vordere obere Abschluss der Fahrzeugfront ist um 50 Millimeter höher als bisher, die Doppelniere legt in ihrer Fläche um 40 Prozent zu und wird von einer gemeinsamen Einfassung umschlossen. Der Durchmesser des BMW-Logos steigt von 82 auf 95 Millimeter – die Marken-Merkmale sind nicht mehr zu übersehen. Und das ist noch nicht alles, was den facegelifteten 7er auffälliger macht. Die Front bekommt genau das, was die Kunden auf dem Hauptmarkt China lieben: viel Chrom. Wer es zurückhaltender mag, kann den Chromschmuck wegkonfigurieren. Auch die großen Luftleitelemente, die jetzt die seitlichen Luftöffnungen verdecken, sorgen gemeinsam mit den darüber angeordneten schmaleren Frontscheinwerfern für einen kräftigen Auftritt. Um den frischen Look von vorne zu komplettieren, bekommt die Motorhaube eine neue Kontur.

In der Länge wächst der 7er sowohl mit normalem als auch mit 14 Zentimeter längerem Radstand um 22 Millimeter (5,12 und 5,26 Meter). Die Luftauslässe an den vorderen Kotflügeln sind jetzt senkrecht zu den seitlichen Zierleisten angeordnet, die sich nach dem Facelift bis zur Heckschürze ziehen. Dort verstecken rechts und links deutlich vergrößerte Chrome-Blenden jeweils ein Doppelendrohr. Die Heckleuchten sind um 35 Millimeter flacher als bisher, dafür sind sie ausgesprochen plastisch geformt. Eine sechs Millimeter breite Leuchtleiste zieht sich über die komplette Heckbreite – sie leuchtet permanent, lässt sich aber manuell abschalten.

Innen leiser

Bedienelemente am Lenkrad sind neu angeordnet, außerdem gibt es eine neue Nappaleder-Option, eine neue Lederfarbe und ein neues Rauten-Nahtmuster. Als Betriebssystem kommt natürlich das neueste BMW OS7 (OS: Operating System) zum Einsatz. Die Ladeschale zum induktiven Aufladen von Smartphones befindet sich jetzt vor den Becherhaltern. Zum Entertainment im Fond können im neuen 7er Zehn-Zoll-Touchscreens und ein Blu-Ray-Player beitragen.

Durch umfangreiche Dämmmaßnahmen soll das Innenraum-Geräuschniveau gesenkt worden sein. So wurden die hinteren Radhäuser, die B-Säulen und die hinteren Gutauslässe hinsichtlich ihrer geräuschdämmenden Eigenschaften überarbeitet. Teilweise serienmäßig und teilweise optional (Komfortglas) kommen noch dickere Seitenscheiben und eine dickere Heckscheibe hinzu.

Adaptives Fahrwerk Serie

Ein adaptives Zweiachs-Luftfahrwerk mit automatischer Niveauregelung gehört bei allen Modellvarianten des neuen 7ers zum Serienumfang. Optional gibt es für alle Modelle eine Allradlenkung und mit Ausnahme des Hybriden das Fahrwerk Executive Drive Pro. Dieses Fahrwerk beinhaltet eine vorausschauende Regelung und eine Wankminimierung an Vorder- und Hinterachse. Auch die Assistenzsysteme des 7er wurden verbessert: Das Paket Driving Assistant Professional beinhaltet einen Lenk- und einen Spurführungs-Assistenten, einen Stauassistenten, einen Spurhalteassistenten mit Seitenkollisionsschutz, eine Ausweichhilfe, einen Querverkehrs-, Vorfahrts- und Falschfahrwarner sowie einen adaptiven Abstandstempomaten mit Stop-&-Go-Funktion. Der serienmäßige Parkassistent bietet auch einen Rückfahr-Assistenden, der den 7er im Rückwärtsgang auf einer Länge von bis zu 50 Metern auf der zuvor vorwärts absolvierten Strecke hält. Mit dem Befehl „Hey BMW“ lässt sich ein Sprach-Assistent aktivieren, der beispielsweise natürlich gesprochene Anweisungen für die Einstellung von Innenraumlicht, Klimaanlage, Duft, Sitzmassage, Sitzheizung und Sitzbelüftung versteht und umsetzt.

Neuer Achtzylinder

Für den Antrieb sind beim facegelifteten 7er Benzin- und Diesel-Motoren mit sechs, acht und zwölf Zylindern zuständig. Alle Motoren erfüllen die Abgasnorm Euro 6d-Temp. Top-Aggregat ist der 6,6-Liter-Zwölfzylinder im M760Li xDrive mit 585 PS. Im Vergleich zu seinem Vorgänger hat er einen Ottopartikelfilter – und verliert vernachlässigbare 25 PS. Zum Ausgleich haben die Ingenieure mithilfe einer geänderten Motorsteuerung das Drehmoment von 800 auf 850 Newtonmeter angehoben. Dadurch bleiben die Fahrdaten nahezu unverändert, die Beschleunigungszeit von null auf 100 km/h steigt von 3,7 auf 3,8 Sekunden. Neu entwickelt wurde der 4,4-Liter-Achtzylinder von 750i xDrive und 750Li xDrive. Er leistet 530 PS und generiert ein maximales Drehmoment von 750 Newtonmetern zwischen 1.800 und 4.600/min. Im 8er tut er im M-Performance-Modell M850i xDrive Dienst. Die Vorgänger-Maschine musste noch mit 450 PS und 650 Newtonmetern auskommen.

Nach wie vor in drei Varianten kommt der kräftig überarbeitete Hybridantrieb – als 745e, 745Le und Allradvariante 745Le xDrive. Anstelle des 2,0-Liter-Vierzylinders mit 258 PS kommt jetzt als Verbrenner ein 3,0-Liter Sechszylinder mit 286 PS zum Einsatz. Die Systemleistung steigt von 326 auf 394 PS (im Sport-Modus), der Verbrauch bleibt mit im Schnitt 2,1 bis 2,6 Liter pro 100 Kilometer nahezu unverändert. Die rein elektrische Reichweite soll zwischen 50 und 58 Kilometern liegen

Bei den bekannten 3,0-Liter-Reihensechszylinder-Dieseln ändert sich leistungsmäßig nichts: 750d xDrive und 750Ld xDrive sind weiterhin mit 400 PS und 760 Newtonmetern unterwegs, bei 740d xDrive und 740Ld xDrive sind es 320 PS und 680 Newtonmeter, den Einstieg bilden nach wie vor 730d/Ld und 730d/Ld xDrive mit 265 PS und einem maximalen Drehmoment von 620 Newtonmetern.

Alle Motoren sind an eine überarbeitete Achtgang-Automatik gekoppelt, die 745er-Modelle bekommen eine hybridspezifische Variante. In dieser sind sowohl der Elektromotor als auch die Trennkupplung integriert – trotzdem ist sie nur 15 Millimeter länger als die Versionen für die reinen Verbrenner.

Die Auslieferungen des facegelifteten BMW 7er beginnen im März 2019. Die Preise starten bei 88.400 Euro für den 730d (100 Euro mehr als bisher) und gehen bis 174.000 Euro (plus 2.200 Euro) für den M760Li xDrive. Bei den Hybridmodellen fällt die Preissteigerung wegen der Umstellung von Vier- auf Sechszylinder-Motoren mit 3.100 Euro am höchsten aus.

Quelle: 2019 Motor-Presse Stuttgart
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