BMW M4 Coupé (2020): Mega-Power-Coupé mit Mega-Niere

BMW M4 Coupé (2020): Mega-Power-Coupé mit Mega-Niere
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BMW M4 Coupé (2020): Mega-Power-Coupé mit Mega-Niere

© Stefan Baldauf

Ende des Jahres 2020 enthüllt BMW das Top-Coupé der 4er-Baureihe. Bei den letzten Abstimmungsfahrten auf öffentlichen Straßen ist der Erlkönig unserem Fotografen vor die Linse gefahren.

Es ist einfach, eine Headline zu einem 4er-Artikel zu texten – es sollte für eine erfolgreiche Story die Wörter "riesig", "gigantisch", "mega" und "Niere" enthalten sein. Insofern, auch bei diesem BMW M4 Coupé gilt: Mission erfüllt.

Mindestens 480 PS im M4

Das Top-Modell der Baureihe trägt also wie alle anderen 4er-Modelle (Coupé, Cabrio, M4 Cabrio) die am Conceptcar "BMW Concept 4 Series Coupé" auf der IAA 2019 erstmals gezeigte große Niere an der Front. Dahinter macht sich ein Reihensechszylinder breit, der aus drei Litern Hubraum mit Twinturbo satte 480 PS holt. Wer es kräftiger mag, greift zum Competition-Modell mit 510 PS. Das Aggregat ist in den beiden Ausführungen indes nicht neu: Bereits der BMW X3 M und der BMW X4 M tragen den S58 unter der Motorhaube. Eine Mildhybridisierung mit 48-Volt-E-Motor und -Bordnetz sucht man bei M4 indes vergeblich – auch hier spielt da Thema Gewicht eine Rolle. Der M4 basiert auf der CLAR-Plattform des Konzerns, die eine Gewichtsreduktion von rund 50 Kilo erlaubt. Geschaltet wird wie beim BMW M340i automatisch, aber auch eine Handschalterversion bietet BMW an. Mit diesem Sechsgang-Getriebe dürfte der Spurt von Null auf 100 km/h etwas langsamer ausfallen, als beim Automaten. Übrigens, der M4 ist nur mit Allrad verfügbar.

Auf der CLAR-Plattform bauen die Münchener eine geduckte Coupé-Karosserie mit optimiertem Fahrwerk auf – natürlich mit Hofmeisterknick, aerodynamisch optimierten Seitenspiegeln, kräftig ausgestellten Radhäusern sowie Heckbürzel und Diffusor. Aus letzterem ragen fast mittig die beiden doppelflutigen Auspuffendrohre.

Innen alles in M

Natürlich kommt der M4 mit speziellen Leichtmetallfelgen und Breitreifen daher und versteckt dahinter eine vergrößerte Bremsanlage. An der Front flankieren schmale Scheinwerfereinheiten die tief nach unten gezogene Niere. Die neuen aggressiver gezeichneten Schürzen tragen größere Lufteinlässe, um den potenten Motor mit ausreichend Kühlluft zu versorgen.

Im Innenraum kommen Fahrer und Beifahrer in den Genuss von allerlei sportlichem Ausstattungsschnickschnack. Sportsitze sind ebenso vorhanden, wie ein M-Lenkrad, Alu- und Karbon-Applikationen und die obligatorischen M-Logos. Der Fahrer schaut auf ein digitales Cockpit, steuert das Infotainmentsystem über einen zentralen Bildschirm auf dem Armaturenträger und wechselt die Gänge über einen Schaltstick in der breiten Mittelkonsole. Wahlweise gibt es Schaltpaddels am Dreispeichenlenkrad. Es wurden aber auch Erlkönigmodelle gesichtet, die mit einem manuellen Getriebe bestückt waren.

Aktuell kostet das BMW M4 Coupé mit 450 PS und manuellem Schaltgetriebe ab 87.000 Euro, mit Doppelkupplungsgetriebe werden 90.900 Euro fällig. Der neuen BMW M4 dürfte ab 90.000 Euro kosten.

Quelle: 2020 Motor-Presse Stuttgart
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