Die BMW-Neuheiten bis 2021

BMW X3 - Ende 2017: Optisch ändert sich der neue BMW X3 nicht
grundlegend. Die Niere steht etwas steiler im Wind, die
Scheinwerfer, gegen Aufpreis mit LED-Technik, erhalten eine neue
Optik.
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BMW X3 - Ende 2017: Optisch ändert sich der neue BMW X3 nicht grundlegend. Die Niere steht etwas steiler im Wind, die Scheinwerfer, gegen Aufpreis mit LED-Technik, erhalten eine neue Optik.

© BMW
05.12.2017 - 12:36 Uhr von Holger Wittich

BMW bringt in den nächsten Jahren eine Vielzahl neuer Modelle auf den Markt. Hier zeigen wir, welche BMW-Neuheiten bis 2021 auf den Markt kommen: Angefangen vom neuen BMW 1er mit Frontantrieb über den BMW Z4-Nachfolger und den BMW X2 bis zur neuen 8er Reihe und den kommenden Elektromodellen.

Neben Modellen der M GmbH und zahlreichen Facelifts und neuen Motorisierungen liegt der Fokus der BMW-Zukunft in einem gesunden Mix aus Sportwagen, Luxus-Modellen, Geländewagen und vor allem Elektroautos. „Premium hat Zukunft“, so umschreibt das BMW-Boss Harald Krüger. „Wir liefern. Modelle, E-Mobilität, Wirtschaftlichkeit.“ 2017/2018 kommen insgesamt 40 Modelle neu auf den Markt, wobei 2018 für Krüger das „X-Jahr“ sein wird. Kein Wunder haben die Bayern seit 1999 5,5 Millionen X-Modelle verkauft und damit 1/3 der weltweiten BMW-Verkäufe erreicht.

Aber auch bei den Entwicklungskosten legt BMW 2018 und 2019 deutlich zu. Sie steigen auf 6,5 bis 7 Prozent um die neue Modelloffensive, die E-Mobilität, das autonome Fahren und die Digitalisierung der gesamten Prozesse voranzutreiben. Auch die beiden Fahrzeugarchitekturen für Heck- und Frontantrieb müssen angepasst werden. Warum? „Strategische Flexibilität”, sagt Krüger. Nur so können die Werke optimal ausgelastet werden. Die Nachfrage nach E-Autos wird sich je nach Region völlig unterschiedlich entwickeln, so BMW. Nur so lassen sich diese Nachfrage-Schwankungen effizient abfangen. Weil: Eine Baureihe, egal ob elektrisch oder nicht, kommt aus einer Fabrik. Durch die Weiterentwicklungen der Architekturen kann jede Baureihe extrem schnell elektrifiziert werden. Von der Entscheidung bis zur Produktion dauert es dann maximal 2 Jahre. “Wir wissen heute nicht, welche E-Quote wir morgen in verschiedenen Märkten haben„, erklärt Krüger.

Die BMW-Elektrostrategie

Die folgenden Elektromodelle machen den Anfang. 2019 gibt es den neuen Elektro-Mini, es folgt 2020 der BMW X3 und 2021 der iNext. Darüber hinaus werden alle elektrischen BMW künftig als “i„-Modelle auf den Markt kommen. Dazu haben sich die Bayern die Rechte an “i1„ bis “i9„ gesichert sowie für die Crossover-Modelle “iX1„ bis “iX9„ .

Für das Jahr 2017 wird nach derzeitigem Stand die BMW Group 100.000 elektrifizierte Fahrzeuge verkaufen, um dann insgesamt 200.000 E-Fahrzeuge auf den Straßen zu haben. Für 2025 erwartet BMW für den Gesamtkonzern einen Verkaufsanteil elektrifizierter Fahrzeuge zwischen 15 und 25 %. Allerdings spielen bei dieser Prognose Faktoren wie Gesetzesanforderungen, Anreizsysteme und die Ladeinfrastruktur entscheidende Rollen. Anfang 2019 wird BMW in München ein Kompetenzzentrum für Batteriezellen eröffnen. Dort werden alle Forschungen zu Batteriezellen gebündelt. Derzeit entwickelt BMW für 2021 die bereits fünfte Generation ihres E-Antriebs, in der das Zusammenspiel aus E-Motor, Getriebe, Leistungselektronik und dazugehöriger Batterie weiter optimiert wird. Diese neuen Akkus sollen nur noch mit einem Minimum an seltenen Erden auskommen. Erst in der 2. Hälfte 2020 wird das Thema Feststoff-Batterie bei BMW auf der Agenda stehen. Vor allem dank der Weiterentwicklung der Batterien steigert sich mit dem neuen E-Antrieb die Reichweite von rein batterieelektrischen Fahrzeugen auf bis zu 700 km. Bei Plug-in-Hybrid-Modellen sind bis zu 100 Kilometer möglich.

Aber nicht nur in Sachen Elektromobilität richtet sich BMW neu aus. Auch eine Luxus-Strategie wurde ausgerollt, die sich in einem schwarz-weißen Logo und dem Schriftzug Bayerische Motoren Werke manifestiert. Die Modelle BMW X7, 7er, 8er und i8 gehören fortan dazu. Im Rahmen dieser Luxus-Reihe sorgen spezielle Services wie Leihautos, Hol- und Bringdienste oder Einladungen zu Galadinners dazu. Hier gibt es weitere Infos.

Hier die wichtigsten Modelle im Kurz-Steckbrief. Alle weiteren BMW-Neuheiten sehen Sie in unserer Tabelle und der Fotoshow.

BMW 6er GT (2017) kostet ab 62.300 Euro

Der BMW 6er GT ersetzt den BMW 5er GT und nutzt die Technik des neuen BMW 5er. Das Modell steht auf der Leichtbauplattform, die 150 Kilo an Gewicht spart. Serienmäßig ist die Hinterachse des 6er GT niveaureguliert luftgefedert. Basistriebwerk im BMW 630i Gran Turismo ist ein 2,0 Liter großer Vierzylinder-Turbobenziner mit 258 PS und 400 Nm. Der BMW 640i Gran Turismo setzt auf einen Dreiliter-Reihensechszylinder-Turbobenziner mit 340 PS und 450 Nm. Einziger Diesel ist im BMW 630d Gran Turismo ein Dreiliter-Reihensechszylinder mit 265 PS und 620 Nm. Beide Sechszylinder sind auch als Allradvarianten zu haben. Die Preise für den neuen BMW 6er GT starten bei 62.300 Euro für den 630i GT

Besonderheit: Der BMW 6er GT ist mit 5,09 Meter länger als sein Vorgänger und bekommt 610 Liter Kofferraumvolumen. Noch bis 2018 wird das 6er Grand Coupé weitergebaut und dann endgültig eingestellt.

BMW X3 (2017) ist deutlich leichter

Der intern G01 genannte SUV ist das erste Modell auf der neuen flexiblen CLAR-Plattform der Bayern. In den Dimensionen legt der X3 nur geringfügig zu, bringt aber dank der neuen Plattform zirka 55 Kilo weniger auf die Waage und bietet im Innenraum mehr Platz. Das Fahrwerk wurde überarbeitet. Zunächst gibt es als Top-Modell die Performance-Version M40i mit einem 360 PS starken Dreiliter-Reihensechszylinder. Ein echtes M-Modell wird später nachgereicht. Die Preise starten bei 44.000 Euro für den BMW X3 XDrive20i, der M40i kostet ab 66.300 Euro

Besonderheit: Der X3 kommt ohne Dreizylinder aus, aber dafür mit Plugin-Hybrid. Ab 2020 ist ein reines E-Modell geplant.

BMW X7 (2018) kostet rund 100.000 Euro

G07 heißt die neue Baureihe von BMW, die in den USA im Werk Spartanburg vom Band rollt. Auch dieser Siebensitzer-SUV baut auf der CLAR-Plattform auf. Bei den konventionellen Antrieben wird sich der BMW X7 bei den Konzernbrüdern bedienen dürfen. Ob es den prestigeträchtigen V12 geben wird, bleibt abzuwarten. Auf der IAA 2017 zeigte BMW mit dem Concept X7 iPerformance eine Studie mit Benzin-Hybridantrieb und einer Länge von 5,20 Mezer.

Besonderheit: Der BMW X7 erhält eine überarbeitete Infotainmentarchitektur mit Sprach- und Gestensteuerung und soll um die 100.000 Euro kosten.

BMW M5 (2017) leistet weiter 600 PS

Das Top-Modell der Baureihe baut auf der Leichtbauplattform CLAR auf und trägt ein Carbondach. Weil aber die Ausstattung steigt und der Allradantrieb neu hinzkommt sinkt das Gewicht nur um 15 kg. Der F90 wird unter der Haube den bekannten 4,4-Liter-Bitrubo-V8 haben, der bei der Leistung weiter bei 600 PS liegt.

Besonderheit: Den M5 bietet BMW ausschließlich als Allrad-Version an, um die hohe Leistung noch sicher auf die Straße bringen zu können. Trotzdem legen sie die Top-Limousine auf ein stark heckbetonte Auslegung aus. Die M-Abstimmung des Allradantriebs hört auf den Namen M xDrive.

BMW M2 Competition (2017) bekommt Power-Aggregat

Ende des Jahres wird BMW eine schnellere und leichtere Version des M2 auf denn Markt bringen. Der neue BMW M2 Competition erhält den 3,0-Liter-Bi-Turbo-Reihensechszylinder aus dem M4. Vermutlich wird das Modell nur in einer limitierten Auflage an den Start gehen.

BMW Z4 (2018) bleibt ein Z4

Intern hört der BMW Z4 auf das Kürzel G29 und trägt ein klassisches Stofffaltdach. Technisch bedient sich der neue BMW Z4 aus dem BMW-Regal – er erhält die Achsen des aktuellen BMW M3 und soll dank Leichtbau-Materialien nur rund 1.400 Kilo auf die Waage bringen. Einen ersten Ausblick auf den neuen BMW Z4 gab BMW bereits in Pebble Beach mit dem Concept Z4. Die Markteinführung dürfte jedoch erst 2019 erfolgen. Der neue Z4 erhält weder einen Diesel-Motor noch Allradantrieb.

Besonderheit: Der BMW Z4 entsteht in Kooperation mit Toyota. Als Toyota Supra erhält er ein festes Coupédach. Der Japansportler kommt als Allradler, der BMW bleibt beim klassischen Hinterradantrieb.

BMW X2 (2018) mit Einzelsitzen hinten

Das kompakte SUV-Coupé steht auf der Plattform des BMW X1 oder des Mini Countryman, die vorrangig für Frontantrieb bietet. Zum Marktstart im März 2018 kommt der BMW X2 erst mit den potenteren Motorvarianten sowie vorwiegend mit Allrad. Die vom BMW X1 bekannten Basis-Benziner- und Diesel mit 136 respektive 150 PS bleiben zunächst außen vor. Eine reine E-Version kommt nicht, dafür aber ein Plugin-Hybrid.

BMW 8er (2018) auch als Cabrio und M8

Ende 2018 kehrt die 1999 eingestellte 8er-Baureihe wieder ins Modellportfolio der Bayern zurück. Der Zweitürer wird mit einer Länge von 5,01 Meter sich nur unwesentlich kleiner als ein S-Klasse Coupé zeigen und kommt auf eine Breite von knapp über 1,90 Meter. Unter der Haube verfügt der neue BMW 8er dann über einen doppelt aufgeladenen V8-Motor, der aus 4,0-Liter Hubraum mindestens 450 PS schöpfen wird.

Besonderheit: 2020 wird es auch ein 8er Cabrio geben, 2019 toppt der BMW M8 die Baureihe.

BMW 3er (2018) wird 40 Kilo weniger wiegen

Die neue Generation des BMW 3er nennt sich intern G20 und die Bayern wollen nicht nur eine großen Technologie-, sondern auch einen große Designschritt wagen. In Sachen Innenraumqualität soll neue BMW 3er deutlich aufgewertet werden. Mit dem kommenden 5er teilt sich der neue BMW 3er auch die CLAR-Plattform. Das bedeutet, der 3er wiegt rund 40 Kilo weniger, als der Vorgänger.

Besonderheiten: BMW will dem Mercedes-AMG C43 Paroli bieten und schließt die Lücke zwischen dem BMW 340i und dem M3 mit einem BMW 340i M Performance.

BMW X5 (2018)

BMW legt 2018 eine neue Generation des BMW X5 (G05) auf. Dank der CLAR-Plattform mit seinen Leichtbaumaterialien Alu und Magnesium fällt das Fahrzeuggewicht deutlich geringer aus. In Sachen Antrieb wird BMW auf Vier-, Sechs-, und Achtzylinder setzen, den Dreizylinder sucht man vergeblich. Dazu gibt es eine Plugin-Version und eine M-Version mit rund 700 PS.

BMW i8 Roadster (2018)

Als weiteres Modell der der BMW i-Familie bringen die Bayern den i8 in der Roadsterversion im Mai 2018 auf den Markt. Unter der Haube verbaut BMW die Antriebs-Technik auf dem BMW i8 Coupé. Allerdings wird der offene i8 gleich die aktualisierte Antriebstechnik mit 374 PS tragen, die der normale i8 mit seinem Facelift bekommt. Bei der Verdeckkonstruktion des BMW i8 Roadster ergibt sich gegenüber der Studie eine Änderung. Zwischen den beiden Airdomes hinter den Sitzen scheint eine unabhängig vom Stoffverdeck versenkbare Glasscheibe Einzug zu halten. Die reine E-Reichweite soll bei 53 Kilometer liegen.

BMW i5 (2021)

Mit dem BMW i5 gehen die Bayern einen neuen Weg in der E-Mobilität. Auf der IAA 2017 zeigten Sie mit dem BMW i Vision Dynamics eine Studie in der Größe des BMW 3ers, aber ohne ein Carbon-Chassis. Das Modell wird zwischen BMW i3 und BMW i8 positioniert und verfügt – Daten der Studie – über eine Reichweite von 600 Kilometer sowie eine Höchstgeschwindigkeit von über 200 km/h und ein Spurtvermögen von 4,0 Sekunden auf Tempo 100. Der BMW i5 basiert auf der CLAR-Plattform, die auch schon Modelle mit konventionellen Antrieben trägt. Damit ist die Carbon-Chassis-Ära vorbei.

Quelle: 2017 Motor-Presse Stuttgart
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