X7, Z4, 8er und Co: Die BMW-Neuheiten bis 2021

Der BMW X7 erhält eine überarbeitete Infotainmentarchitektur mit
Sprach- und Gestensteuerung und soll um die 100.000 Euro kosten. Im
Bild übrigens die IAA-Studie BMW Concept X7 iPerformance mit
Hybrid-Antrieb.
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Der BMW X7 erhält eine überarbeitete Infotainmentarchitektur mit Sprach- und Gestensteuerung und soll um die 100.000 Euro kosten. Im Bild übrigens die IAA-Studie BMW Concept X7 iPerformance mit Hybrid-Antrieb.

© BMW
22.03.2018 - 10:00 Uhr von Holger Wittich

Für BMW war 2017 ein neues Rekordjahr, 2018 soll das nächste werden. Neben 20 neuen Modellen soll auch ein neues Infotainment kommen – der Nachfolger des iDrive? Die wichtigsten Zahlen und Infos von der Bilanzpressekonferenz 2017 mit Harald Krüger.

Bildershow: Neue BMW bis 2021>>

BMW, Mini und Rolls-Royce haben 2017 über 2,4 Millionen Autos verkauft. Für BMW-Chef Harald Krüger ist das ein neuer Rekord. BMW hat 2,1 Millionen Autos gebaut. Darunter waren 33.676 elektrische BMW-i-Modelle. Mini hat 378.486 Autos gebaut und Rolls-Royce 3.308. Das Jahr 2018 soll das nächste Rekordjahr werden. Unter anderem will BMW 140.000 Elektroautos und Plug-in-Hybride verkaufen. Bis 2025 werde der Konzern 12 Elektroautos im Programm haben, kündigte Krüger an.

Der größte Markt, das größte Werk

Das absatzstärkste Land für BMW ist China: 595.000 Fahrzeuge verkauft der Konzern dort. Nirgendwo verkauft BMW jedoch mehr Autos als in Europa: 1,1 Millionen BMW, Mini und Rolls-Royce waren es 2017.

Die meisten Autos hat BMW 2017 in Dingolfing gebaut, dort liefen 376.580 BMW vom Band. Im Jahr davor hatte Spartanburg mit 411.171 Autos noch die Nase vorn. Doch während 2016 in Dingolfing der 5er einen Generationenwechsel hatte, ist 2017 in Spartanburg die Produktion des neuen X3 angelaufen. Wertmäßig sei BMW mit Spartanburg der größte Autoexporteur der USA, erklärte Krüger während der Bilanzpressekonferenz. Allein in diesem Jahr sollen 600 Millionen Euro in das Werk investiert werden.

20 neue BMW, Mini, Rolls-Royce 2018

Krüger hat zwanzig neue und überarbeitete Modelle angekündigt. Noch in diesem Jahr bringt BMW außerdem eine neue Generation von Infotainment-, Kommunikations- und Fahrerassistenzsystemen auf den Markt.

BMW ix3 kommt 2020

Außerdem wird BMW 2018 drei Elektroauto-Studien zeigen: Der erste voll elektrische BMW wird 2020 der iX3, dann kommen i4 und iNext. Den i4 und den iNext will BMW in Deutschland bauen. Beide Modelle sollen 550 bis 700 Kilometer elektrische Reichweite bekommen.

Im vergangenen Jahr habe BMW eine Milliarde Euro mehr investiert als im Jahr davor, erklärte Harald Krüger während der Bilanzpressekonferenz. Insgesamt investierte BMW 4,69 Milliarden Euro. Für Forschung und Entwicklung hat der Konzern 6,1 Milliarden Euro ausgegeben – auch das ist eine Milliarde mehr als im Jahr davor.

Seitenhieb gegen Tesla

Finanzvorstand Nicolas Peter setzte einen Seitenhieb gegen Tesla: Vielleicht beteiligen wir uns nicht am Wettlauf im All. Aber wir liefern, was wir uns vorgenommen haben. Im vergangenen Jahr erzielte der Autokonzern eine Ebit-Marge von 8,9 %. Die Rendite vor Steuern liegt für 2017 bei 10,8 %. Der Umsatz stieg auf 98,68 Milliarden Euro. Vor Steuern hat der Konzern mit 10,7 Milliarden Euro zum ersten Mal mehr als 10 Milliarden Euro Gewinn gemacht. Die Aktionäre sollen 30,2 % des Jahresüberschusses erhalten; der Vorstand schlug eine Dividende von 4 Euro je Aktie vor.

Die BMW-Elektrostrategie

Die folgenden Elektromodelle machen den Anfang. 2019 gibt es den neuen Elektro-Mini, es folgen 2020 der BMW X3 und 2021 der iNext. Darüber hinaus werden alle elektrischen BMW künftig als „i“-Modelle auf den Markt kommen. Dazu haben sich die Bayern die Rechte an „i1“ bis „i9“ gesichert, sowie für die Crossover-Modelle „iX1 bis “iX9„ .

Für das Jahr 2017 wird nach derzeitigem Stand die BMW Group 100.000 elektrifizierte Fahrzeuge verkaufen, um dann insgesamt 200.000 E-Fahrzeuge auf den Straßen zu haben. Für 2025 erwartet BMW für den Gesamtkonzern einen Verkaufsanteil elektrifizierter Fahrzeuge zwischen 15 und 25 %. Allerdings spielen bei dieser Prognose Faktoren wie Gesetzesanforderungen, Anreizsysteme und die Ladeinfrastruktur entscheidende Rollen. Anfang 2019 wird BMW in München ein Kompetenzzentrum für Batteriezellen eröffnen. Dort werden alle Forschungen zu Batteriezellen gebündelt. Derzeit entwickelt BMW für 2021 die bereits fünfte Generation ihres E-Antriebs, in der das Zusammenspiel aus E-Motor, Getriebe, Leistungselektronik und dazugehöriger Batterie weiter optimiert wird. Diese neuen Akkus sollen nur noch mit einem Minimum an seltenen Erden auskommen. Erst in der 2. Hälfte 2020 wird das Thema Feststoff-Batterie bei BMW auf der Agenda stehen. Vor allem dank der Weiterentwicklung der Batterien steigert sich mit dem neuen E-Antrieb die Reichweite von rein batterieelektrischen Fahrzeugen auf bis zu 700 km. Bei Plug-in-Hybrid-Modellen sind bis zu 100 Kilometer möglich.

Aber nicht nur in Sachen Elektromobilität richtet sich BMW neu aus. Auch eine Luxus-Strategie wurde ausgerollt, die sich in einem schwarz-weißen Logo und dem Schriftzug Bayerische Motoren Werke manifestiert. Die Modelle BMW X7, 7er, 8er und i8 gehören fortan dazu. Im Rahmen dieser Luxus-Reihe sorgen spezielle Services wie Leihautos, Hol- und Bringdienste oder Einladungen zu Galadinners dazu. Hier gibt es weitere Infos.

BMW X7 (2018) kostet rund 100.000 Euro

G07 heißt die neue Baureihe von BMW, die in den USA im Werk Spartanburg vom Band rollt. Auch dieser Siebensitzer-SUV baut auf der CLAR-Plattform auf. Bei den konventionellen Antrieben wird sich der BMW X7 bei den Konzernbrüdern bedienen dürfen. Ob es den prestigeträchtigen V12 geben wird, bleibt abzuwarten. Auf der IAA 2017 zeigte BMW mit dem Concept X7 iPerformance eine Studie mit Benzin-Hybridantrieb und einer Länge von 5,20 Meter.

Besonderheit: Der BMW X7 erhält eine überarbeitete Infotainmentarchitektur mit Sprach- und Gestensteuerung und soll um die 100.000 Euro kosten.

BMW M2 Competition (2018) bekommt Power-Aggregat

Ende des Jahres wird BMW eine schnellere und leichtere Version des M2 auf denn Markt bringen. Der neue BMW M2 Competition erhält den 3,0-Liter-Bi-Turbo-Reihensechszylinder aus dem M4. Vermutlich wird das Modell nur in einer limitierten Auflage an den Start gehen.

BMW Z4 (2018) bleibt ein Z4

Intern hört der BMW Z4 auf das Kürzel G29 und trägt ein klassisches Stofffaltdach. Technisch bedient sich der neue BMW Z4 aus dem BMW-Regal – er erhält die Achsen des aktuellen BMW M3 und soll dank Leichtbau-Materialien nur rund 1.400 Kilo auf die Waage bringen. Einen ersten Ausblick auf den neuen BMW Z4 gab BMW bereits in Pebble Beach mit dem Concept Z4. Die Markteinführung dürfte jedoch erst 2019 erfolgen. Der neue Z4 erhält weder einen Diesel-Motor noch Allradantrieb.

Besonderheit: Der BMW Z4 entsteht in Kooperation mit Toyota. Als Toyota Supra erhält er ein festes Coupédach. Der Japansportler kommt als Allradler, der BMW bleibt beim klassischen Hinterradantrieb.

BMW X2 (2018) mit Einzelsitzen hinten

Das kompakte SUV-Coupé steht auf der Plattform des BMW X1 oder des Mini Countryman, die vorrangig für Frontantrieb bietet. Zum Marktstart im März 2018 kommt der BMW X2 erst mit den potenteren Motorvarianten sowie vorwiegend mit Allrad. Die vom BMW X1 bekannten Basis-Benziner- und Diesel mit 136 respektive 150 PS bleiben zunächst außen vor. Eine reine E-Version kommt nicht, dafür aber ein Plugin-Hybrid.

BMW 8er (2018) auch als Cabrio und M8

Ende 2018 kehrt die 1999 eingestellte 8er-Baureihe wieder ins Modellportfolio der Bayern zurück. Der Zweitürer wird mit einer Länge von 5,01 Meter sich nur unwesentlich kleiner als ein S-Klasse Coupé zeigen und kommt auf eine Breite von knapp über 1,90 Meter. Unter der Haube verfügt der neue BMW 8er dann über einen doppelt aufgeladenen V8-Motor, der aus 4,4-Liter Hubraum mindestens 450 PS schöpfen wird.

Besonderheit: 2020 wird es auch ein 8er Cabrio geben, 2019 toppt der BMW M8 die Baureihe.

BMW 3er (2018) wird 40 Kilo weniger wiegen

Die neue Generation des BMW 3er nennt sich intern G20 und die Bayern wollen nicht nur eine großen Technologie-, sondern auch einen große Designschritt wagen. In Sachen Innenraumqualität soll neue BMW 3er deutlich aufgewertet werden. Mit dem kommenden 5er teilt sich der neue BMW 3er auch die CLAR-Plattform. Das bedeutet, der 3er wiegt rund 40 Kilo weniger, als der Vorgänger.

Besonderheiten: BMW will dem Mercedes-AMG C43 Paroli bieten und schließt die Lücke zwischen dem BMW 340i und dem M3 mit einem BMW 340i M Performance.

BMW X5 (2018)

BMW legt 2018 eine neue Generation des BMW X5 (G05) auf. Dank der CLAR-Plattform mit seinen Leichtbaumaterialien Alu und Magnesium fällt das Fahrzeuggewicht deutlich geringer aus. In Sachen Antrieb wird BMW auf Vier-, Sechs-, und Achtzylinder setzen, den Dreizylinder sucht man vergeblich. Dazu gibt es eine Plugin-Version und eine M-Version mit rund 700 PS.

BMW i8 Roadster (2018)

Als weiteres Modell der der BMW i-Familie bringen die Bayern den i8 in der Roadsterversion im Mai 2018 auf den Markt. Unter der Haube verbaut BMW die Antriebs-Technik auf dem BMW i8 Coupé. Allerdings wird der offene i8 gleich die aktualisierte Antriebstechnik mit 374 PS tragen, die der normale i8 mit seinem Facelift bekommt. Bei der Verdeckkonstruktion des BMW i8 Roadster ergibt sich gegenüber der Studie eine Änderung. Zwischen den beiden Airdomes hinter den Sitzen scheint eine unabhängig vom Stoffverdeck versenkbare Glasscheibe Einzug zu halten. Die reine E-Reichweite soll bei 53 Kilometer liegen.

BMW i5 (2021)

Mit dem BMW i5 gehen die Bayern einen neuen Weg in der E-Mobilität. Auf der IAA 2017 zeigten Sie mit dem BMW i Vision Dynamics eine Studie in der Größe des BMW 3ers, aber ohne ein Carbon-Chassis. Das Modell wird zwischen BMW i3 und BMW i8 positioniert und verfügt – Daten der Studie – über eine Reichweite von 600 Kilometer sowie eine Höchstgeschwindigkeit von über 200 km/h und ein Spurtvermögen von 4,0 Sekunden auf Tempo 100. Der BMW i5 basiert auf der CLAR-Plattform, die auch schon Modelle mit konventionellen Antrieben trägt. Damit ist die Carbon-Chassis-Ära vorbei.

Quelle: 2018 Motor-Presse Stuttgart
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