Chanje V81000

chanje / Transporter V8070
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chanje / Transporter V8070

 © chanje
21.11.2018 - 22:31 Uhr von Bernd Conrad

Der V81000 ist ein elektrisch angetriebener Transporter des amerikanischen Start-ups Chanje. Mit FedEx konnte ein prominenter Kunde für das Nutzfahrzeug gewonnen werden.

Nach den PKW boomt der Elektroantrieb im Moment auch bei leichten Nutzfahrzeugen. In Deutschland fahren nach DHL auch erste externe Kunden mit den elektrischen Kastenwagen von StreetScooter, in den USA heißt das heiß gehandelte lokale Start-up Chanje.

Der Name klingt ein wenig chinesisch und passt zur Antriebstechnik der Kastenwagen. Die werden nämlich in China entwickelt, noch werden die Lieferwagen auch dort gebaut. Eigentümer von Chanje ist FDG Electric Vehicles mit Sitz in Hong Kong, die auch bald ein Montagewerk in den USA eröffnen will.

FedEx bekommt 1.000 Chanje-Vans

Im Frühsommer 2018 hat die amerikanische Nutzfahrzeugvermietung Ryder 500 Elektrokastenwagen bei Chanje bestellt. Jetzt kann ein neuer Großauftrag vermeldet werden.

Der Paketzusteller und Logistikdienstleister FedEx wird 1.000 Chanje V8100 in seine Flotte aufnehmen. FedEx wird die Vans nicht direkt beim Hersteller beziehen, sondern die Fahrzeuge über Ryder mieten. Der Dienstleister will sich Berichten zufolge auch um den Aufbau einer ausreichenden Ladeinfrastruktur in wichtigen Metropolregionen an der US-Westküste sowie in Chicago und New York kümmern.

Der Elektroantrieb mit permanenterregtem Synchronmotor leistet im Chanje V81000 maximal 148 kW (201 PS). Seine Höchstgeschwindigkeit wird mit 130 km/h angegebem. Die Lithium-Ionen-Batterie soll eine Speicherkapazität von 100 kWh bieten.

Der Kastenwagen ist 8,08 Meter lang und hat einen Radstand von 4,94 Metern. Damit ist er größer als die elektrischen Transporter von Merceds (eVito, eSprinter) und VW (eCrafter). Auf deren Heimatmarkt dürfte Chanje auf absehbare Zeit nicht auftauchen.

Aktuell sind keine Pläne für einen Export nach Europa bekannt. Auch Preise nennt das Unternehmen mit Sitz in Los Angeles nicht, weil ausschließlich Flottenkunden beliefert werden, mit denen individuelle Konditionen vereinbart werden.

Quelle: 2018 Motor-Presse Stuttgart
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