Cupra Ateca (2018)

Cupra Ateca (2018)
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Cupra Ateca (2018)

© Cupra
09.11.2018 - 12:01 Uhr von Roman Domes

Seat lässt seine Sportmodelle zukünftig als eigene Marke antreten: Cupra. Erstes Modell ist mit dem Ateca ausgerechnet ein SUV, das mit 300 PS antritt. Jetzt ist der Cupra Ateca ab 42.840 Euro bestellbar. Daten, Bilder, Sitzprobe und einen Fahrbericht finden Sie hier.

Ein bisschen überraschend kam das Alles ja schon. Erst die Neugründung der Marke Cupra, unter der ab sofort alle sportliche Seat-Modelle firmieren. Und dann wird mit dem Ateca auch noch ein kompakter SUV das erste Modell der Sportmarke. Wie passt das zusammen?

Cupra Ateca mit 300 PS und Allradantrieb

Zunächst jedoch zum Ateca: Bisher war der 2.0 TSI mit 190 PS das stärkste Modell des Kompakt-SUV. Als Cupra Ateca wird er nochmals 110 PS stärker. Der Power-SUV bekommt den leicht modifizierten Zweiliter-Turbomotor aus dem Leon Cupra 300, der namensgebende 300 PS leistet. Im Leon ST 4Drive (mit Allradantrieb) drückt er außerdem 380 Nm auf die Kurbelwelle. Angaben zu maximalen Drehmoment beim Ateca machte Cupra noch nicht.

Die Kraftübertragung übernimmt beim Cupra Ateca ein neues 7-Gang-Doppelkupplungsgetriebe, das wir in ähnlicher Form bereits aus dem VW Golf R kennen. Ein Handschaltgetriebe steht nicht zur Wahl. Von 0 auf 100 km/h geht's in 5,2 Sekunden, maximal 247 km/h schnell fährt der Cupra Ateca.

Allradantrieb und sechs Fahrmodi

Anders als der Leon Cupra wird der Ateca ausschließlich mit dem Allradantrieb „4Drive“ zu haben sein. Das passt zu seinem SUV-Konzept. Das Allradsystem basiert dabei – wie bei VW-MQB-Modellen üblich – auf dem Haldex-Prinzip. Bedeutet: 4Drive schickt nur Kraft an die Hinterachse, sobald das System Schlupf an der Vorderachse feststellt.

Der Fahrer kann bei Bedarf zwischen verschiedenen Allrad-Modi wählen: Normal, Sport, Individual, Schnee, Offroad und – als Neuheit – den Cupra-Modus. Letzterer stimmt den Allradantrieb etwas agiler ab, schärft die Gasannahme und strafft das serienmäßige adaptive Fahrwerk. Zusätzlich wird der Motorklang (synthetisiert) in den Innenraum geleitet.

Interieur und Infotainment

Seat hat dem Cupra Ateca natürlich auch ein sportliches Design verpasst. Das beginnt bei der Frontschürze, über der das neue Cupra-Logo prangt, das doch stark an das Autobots-, bzw. Decepticons-Logo aus dem Film „Transformers“ erinnert. Unter dem Kennzeichen hat man im Grill den Cupra-Schriftzug eingraviert, ähnlich wie „Quattro“ bei den Audi Sport-Modellen. Der Cupra trägt von Haus aus 19-Zoll-Felgen und eine Vierrohr-Auspuffanlage.

Im Innenraum macht sich viel Alcantara breit, ansonsten bleibt der Cupra Ateca hier recht zurückhaltend und vor allem recht düster. Zur Serienausstattung gehören zum Beispiel „Keyless Go“, eine Ladeschale zum drahtlosen Laden des Smartphones, eine 360-Grad-Kamera mit Top-Down-Blickwinkel sowie ein Infotainment mit 8-Zoll-Touchscreen sowie Navigationssystem. Zu den interessantesten Sonderausttattungen zählt eine große Brembo-Bremsanlage, viele Carbon-Teile, Ledersitze und – ab Mitte 2019 – Schalensitze.

Preise und Marktstart

Der Ateca Cupra ist ab sofort bestellbar und kostet ab 42.850 Euro. Die ersten Exemplare des 300 PS starken Kompakt-SUV kommen im Dezember 2018 zu Kunden und Händlern – dann sollen auch Probefahrten möglich sein. Für den Konfigurator gibt es eine eigene Seite: cupraofficial.de. Die serienmäßige Ausstattung ist relativ komplett: Front Assist mit City-Notbremsassistent, LED-Scheinwerfer, Einparkhilfe, Parklenkassistent und Rückfarkamera, konfigurierbares Instrumentendisplay, Navigationssystem und eine kabellose Lademöglichkeit für kompatible Smartphones sind immer dabei. Der Cupra Ateca kann außer bei Seat-Händlern auch bei einem von 100 Cupra-Spezialisten bestellt werden.

Sitzprobe im neuen Power-SUV von Seat

Von außen unterscheidet sich der Cupra Ateca nur durch einige Akzente vom Seat-Serienmodell. Eine etwas sportlicher gezeichnete Frontschürze, das neue Logo, die großen Felgen und die Vierrohr-Auspuffanlage.

Im Inneren sind die Unterschiede auch nicht sonderlich groß ausgefallen, aber: Immerhin gibt es Unterschiede. Da wäre zum einen das groteske Lenkrad im Carbon-Look mit Cupra-Logo. Neue Einstiegsleisten gibt's ebenfalls, neue Teppiche und hier und da einen kleinen Cupra-Schriftzug.

Den größten Unterschied dürften die neuen Sportsitze ausmachen, die es im normalen Ateca in dieser Form nicht gibt. Die Sitzfläche ist mit Alcantara bezogen, die Seitenwangen mit Leder. Die Kopfstütze ist wie bei Sportschalen in die Rückenlehne eingearbeitet und lässt sich nicht verstellen. Das passt aber schon so, denn nur Zwei-Meter-Riesen dürften mit der Position der Kopfstütze vielleicht Probleme bekommen. Der Seitenhalt passt im Hüft- und Rückenbereich gut zum sportlichen Cupra-Ambiente. Die Oberschenkel werden allerdings nur von zwei weichen Polstern im Sitz gehalten – auch okay, denn niemand wird mit seinem Ateca regelmäßig auf die Rennstrecke fahren.

Man sieht gut raus aus dem Ateca, zumindest vorne und zur Seite. Nach schräg hinten wird's schon schwieriger. Und zum Rückwärtseinparken ist die Rückfahrkamera eigentlich unverzichtbar. Platz bietet der Ateca nach wie vor genug für die drei- bis vierköpfige Familie. Und wer weiß, vielleicht hat der geneigte Cupra-Käufer ja Lust, nach dem Ferienausflug noch kurz auf der Nürburgring-Nordschleife vorbeizuschauen.

So fährt sich der Cupra Ateca

Es muss aber nicht unbedingt eine Rennstrecke sein, um Fahrspaß zu erleben. Auch kurvige Landstraßen sind ein gutes Terrain für den Cupra Ateca.Der erste SUV des Konzerns, der den 300 PS starken Zweiliter-TSI mit Allradantrieb tragen darf (und damit die Vorhut für Audi SQ2 und den geplanten VW T-Roc R spielt), zeigt sich vom Start weg als gelungenes Gesamtpaket.

Selbst im Sportmodus bietet das Fahrwerk mit den adaptiven Dämpfern noch genug Komfort, gleichzeitig lässt die Rückmeldung von der Fahrbahnoberfläche aber fast vergessen, dass man in einem SUV sitzt. Dafür sorgt auch die schnell gefundene Sitzposition in den optionalen Schalensitzen, deren integrierte Kopfstützen auch für große Menschen ausreichend sind.

Auf abgesperrtem Terrain zeigt der Cupra Ateca auch gerne, was wirklich in ihm steckt. Per Drehschalter in der Mittelkonsole wird der Cupra-Modus ausgewählt, per Menü auf dem Touchscreen das ESC auf „Sport“ gestellt. Jetzt lässt sich die Launch Control aktivieren. Sobald der linke Fuß von der Bremse rutscht, stürmt der Ateca mit der vollen Kraft seiner 400 Nm nach vorne. Der Allradantrieb sorgt für die richtige Traktion. Kurven lassen sich präzise ansteuern und auf der Ideallinie erlaubt das Setup sogar ein spürbares Schieben des Hecks.

Das alles erledigt der Ateca, der den Seat-Schriftzug nur noch in den LED-Scheinwerfern zur Schau trägt, ebenso unaufgeregt wie das Mitschwimmen im Verkehr. Hier stachelt er nicht ungestüm zum Kolonnenspringen an, er ruht in sich. Dafür sorgt auch der zwar prägnante, aber niemals zu aufdringliche Sound aus der Abgasanlage mit den vier Endrohren.

Dass die Kombination aus hochbauenden SUV und 300 PS-Turbomotor nicht unbedingt für Spritsparmeisterschaften erdacht wurde, zeigt sich beim Blick auf den Bordcomputer. Knapp 12 Liter auf 100 Kilometer genehmigt sich der Cupra Ateca laut Anzeige auf den Probefahrten.

Technische Daten:

2.0 TSI 4drive

Leistung: 221 KW (300 PS)
Drehmoment (bei U/min): 400
Höchstgeschwindigkeit:247 km/h
Grundpreis:42.850 €

Quelle: 2018 Motor-Presse Stuttgart
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