Fahrverbote, TÜV, E-Auto-Steuer: Das ändert sich 2019

Auch 2019 wird sich in Sachen Abgasmessung und -bewertung wieder einiges tun. Wir haben alle wichtigen Änderungen, die im nächsten Jahr auf Autofahrer zukommen, zusammengefasst! 
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Auch 2019 wird sich in Sachen Abgasmessung und -bewertung wieder einiges tun. Wir haben alle wichtigen Änderungen, die im nächsten Jahr auf Autofahrer zukommen, zusammengefasst! 

© Bosch
25.09.2018 - 11:41 Uhr von Holger Wittich

Mit dem neuen Jahr treten neue Regeln und Vorschriften für Autofahrer und andere Verkehrsteilnehmer in Kraft. Hier eine ständig aktualisierte Übersicht zu TÜV, Fahrverboten, Dienstwagen-Steuer und Kfz-Versicherung.

Das ändert sich 2019 für Autofahrer

  1. Online Erstzulassungen

    Im Laufe des Jahres soll die Zulassungen von Kraftfahrzeugen online möglich sein. Abmeldungen und Wiederzulassungen sind derzeit bereits unter bestimmten Voraussetzungen möglich. Nach der neuen Verordnung sollen nun auch Erstzulassung, Umschreibungen und Adressänderungen möglich sein. Die Regelung soll nach Zustimmung von Bundesrat und Bundestag im Laufe des Jahres in Kraft treten. Nutzer benötigen dann für den Online-Service einen Personalausweis mit Online-Funktion.

  2. HU-Plakette

    Fahrzeuge mit einer orangefarbenen TÜV-Plakette müssen in diesem Jahr zur Hauptuntersuchung. Eine Überziehung des HU-Termins ist nur bis zu zwei Monaten möglich. Danach wird bei einer Kontrolle ein Bußgeld in Höhe von mindestens 15 Euro fällig. Die dann anstehende Fahrzeuguntersuchung wird genauer durchgeführt und kostet 20 Prozent mehr als eine reguläre HU. Sie erhalten bei erfolgreicher Hauptuntersuchung (HU) eine gelbe Plakette.

  3. 1. Januar 2019 – Fahrverbote in Stuttgart

    Im gesamten Stadtgebiet von Stuttgart gilt zum Stichtag ein Fahrverbot für Diesel-Fahrzeuge mit Euro 4-Abgasnorm oder schlechter. Für Anwohner und Handwerksbetriebe gilt eine Übergangsfrist bis zum 1. April 2019. Nicht unter das Verbot fallen Taxis, Reisebusse, Oldtimer mit entsprechendem Kennzeichen sowie Einsatz- und Hilfsfahrzeuge. Das Bußgeld beträgt 80 Euro – übrigens, in unserer Fotoshow zeigen wir Ihnen die größten Verkehrsrechtsirrtümer.

    Das Land Baden-württemberg betont, dass die NOx-Belastung in Stuttgart nachlasse – seit 2014 sei der Messwert von 88 mg auf aktuell 70 mg gesunken. Der Grenzwert der EU liegt bei 40 Mikrogramm im Jahresmittel. Bis zu 50 Mikrogramm dürfen es an nicht mehr als 35 Tagen im Jahr sein.

  4. 1. Januar 2019 – Steuervorteile für E-Dienstwagen

    Bis zum 31. Dezember 2021 soll für Elektro- oder Hybridfahrzeuge der halbierte Steuersatz von 0,5 Prozent gelten. Auf eine entsprechende Gesetzesvorlage hat sich das Bundeskabinett am 1.8.2017 geeinigt. Der Bundesrat muss dem Gesetz noch zustimmen. Bisher mussten Arbeitnehmer ihren Dienstwagen monatlich mit einem Prozent des Listenpreises als geldwerten Vorteil versteuern.

  5. 1. Januar 2019 – neue Typ- und Regionalklassen

    Zum Jahreswechsel werden die neue Kfz-Versicherungstarife fällig. Deren Höhe wird anhand der Typ- und Regionalklasse ermittelt. Bereits im Herbst 2018 haben die Versicherer ihre Kunden über die Neueinstufungen informiert. Bis zum 30.11.2018 können Kunden Ihre Kfz-Versicherung noch kündigen.

  6. 1. Februar 2019 – Fahrverbote in Frankfurt

    Voraussichtlich innerhalb der derzeitigen Umweltzone gilt ein Fahrverbot für Diesel-Autos mit der Abgasnorm Euro 4 oder schlechter. Das Fahrverbot gilt auch für Benziner mit Euro 1 und Euro 2.

  7. 1. Juli 2019 – Warnsignale für E-Autos

    Nach der EU-Verordnung 540/2014 müssen neu zugelassene Elektro- und Hybrid-Fahrzeuge ein akustisches Warnsignal haben. Das Acoustic Vehicle Alerting System, kurz AVAS, ertönt bis zu einem Tempo von 20 km/h und beim Rückwärtsfahren. Es soll die Sicherheit von Fußgängern, Sehbehinderten und Radfahrern erhöhen.

    Genau zwei Jahre später gilt die in Artikel 8 festgehaltene Regel für alle neuen Hybrid- und Elektrofahrzeuge.

  8. 1. September 2019: Fahrverbot in Frankfurt

    Das Diesel-Fahrverbot wird auf Fahrzeuge der Euro 5-Norm ausgedehnt.

  9. 1. September 2019 – RDE-Tests

    Zum WLTP-Prüfverfahren gesellt sich zum Stichtag für Neufahrzeuge ein Real-Test auf der Straße hinzu. Dieser RDE-Test (Real Driving Emissions) misst mithilfe eines PEMS-Messgerätes (Portable Emission Measurement System, zu deutsch: Tragbares Emissions-Messungssystem) unter realistischen Bedingungen Schadstoffe wie Stickoxide (NOx). Dieses Messverfahren nutzt auto motor und sport bereits seit Jahren zu Ermittlung der NOx-Emissionen der Testfahrzeuge.

Quelle: 2018 Motor-Presse Stuttgart
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