Die Hypercars vom Genfer Auto Salon 2018

Corbellati ist jetzt nicht der Name, der in der
Supersportwagenszene als Straßenfeger gilt. Die Corbellatis sind
vielmehr seit gut 70 Jahren in Sachen Juwelen und Kunst unterwegs.
Vor ein paar Jahren hat man das Interesse am Automobil entdeckt und
zwar an den ganz schnellen Modellen. Auf dem Genfer Autosalon steht
der Missile. Er soll der schnellste Sportwagen der Welt sein.
Angestrebte Höchstgeschwindigkeit: 500 km/h.
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Corbellati ist jetzt nicht der Name, der in der Supersportwagenszene als Straßenfeger gilt. Die Corbellatis sind vielmehr seit gut 70 Jahren in Sachen Juwelen und Kunst unterwegs. Vor ein paar Jahren hat man das Interesse am Automobil entdeckt und zwar an den ganz schnellen Modellen. Auf dem Genfer Autosalon steht der Missile. Er soll der schnellste Sportwagen der Welt sein. Angestrebte Höchstgeschwindigkeit: 500 km/h.

© Newspress
08.03.2018 - 12:36 Uhr von Patrick Lang

Manche Autos sind weniger zum Fahren da, als zum Träumen – zumindest für den Normalverbraucher. Aber wo findet man solche Supersportwagen? Natürlich auf dem Genfer Auto Salon. Wir haben die Highlights 2018.

Bildershow: Über-Autos in Genf>>

Über Sinn und Unsinn sündhaft teurer Sportwagen aus edelsten Materialen und mit absurder Motorisierung lässt sich immer trefflich streiten. Die Preise sind so astronomisch wie die Beschleunigungswerte und im Verkehrsalltag bekommt man sie ohnehin nur alle Schaltjahre mal zu Gesicht. Oder wann haben Sie zuletzt einen Koenigsegg Regera beim Einkaufen auf dem Lidl-Parkplatz gesehen? Na also. Dafür muss man entweder regelmäßiger Monaco-Urlauber sein, oder ein entsprechendes Autohaus in der Nachbarschaft haben. Sollte beides nicht der Fall sein, dann helfen Messen wie der Genfer Auto Salon, um derartige automobile Skulpturen mal in natura zu sehen. Denn träumen wird man ja wohl noch dürfen.

Zerouno Duerta mit Audi-Motor

Auch im Jahr 2018 hat sich in der Schweiz wieder das „Who is Who“ der Hypercars zusammengeschart, um für verklärte Blicke zu sorgen. Wir sind durch die Gänge flaniert und haben uns von Carbon und Leichtmetall blenden lassen. Dabei haben wir nicht nur Branchen-Neulinge wie den Italdesign Zerouno Duerta Roadster, sondern auch alte Bekannte von Bugatti oder Ferrari getroffen. Um bei dem Zerouno zu bleiben: Die Sportwagenschmiede tritt auf, wie ein kleiner italienischer Rennstall, ist aber tatsächlich eine VW-Tochter. Das wiederum erklärt, warum auf dem Motor „Audi Sport“ steht. Der 5,2-Liter V10-Sauger ist ja auch kein Unbekannter. Die Karosse allerdings ist dann doch sehr italienische Furore mit reichlich Dramatik. Optisch wird die Konzern-Zugehörigkeit bestens verschleiert.

Okay, dass es da auch sportliche Autos mit VW-Herkunft gibt, wissen wir natürlich – und wem der Bugatti Chiron bis dato noch nicht sportlich genug war, für den gibt es jetzt den Chiron Sport. Ja, das liest sich fast wie ein April-Scherz, ist aber die Wahrheit. Auf eine Leistungssteigerung haben die Ingenieure verzichtet. Bei 1.500 PS in der Basis wäre das auch tatsächlich ein Scherz gewesen. Der Chiron Sport hat allerdings 18 Kilo an Gewicht verloren, fährt auf einem zehn Prozent strafferen Fahrwerk und hat eine Überarbeitung des Hinterachsdifferentials genossen. Preis für das Genfer Messe-Exponat: 2,98 Millionen Euro. Kein Scherz.

Exoten von Pagani und W Motors

Für Freunde besonders kantiger Formen hat sich W Motors ein Herz gefasst, und den Fenyr Supersport gebaut. Dass das Hypercar nach dem bösartigen Wolf aus der nordischen Mythologie benannt wurde, verwundert bei einem Blick in sein Gesicht wenig. Das Serienmodell wurde bereits 2017 in Dubai vorgestellt und soll 25 Mal gebaut werden. In der Mitte des libanesischen Fenyr verrichtet abermals ein Deutscher die Antriebsarbeit. Der 3,8-Liter-Boxer leistet 810 PS und kommt von Ruf. Bis auf 395 km/h soll sich die Bestie damit beißen. Na denn guten Appetit.

Dagegen wirkt so ein Pagani fast schon wie der nette Nachbar, der einen auf eine Spritztour mitnehmen möchte. Nun, wer könnte da widerstehen? In Genf zeigt die Nobel-Marke den Zonda HP Barchetta. Leistung? Keine Angabe. Preis? Keine Angabe. Anzahl? Drei Stück. Das dürfte den Sportwagen mit Karbon-Titan-Struktur nicht zur günstigsten Anschaffung machen. Zumal er das Ende der Zonda-Baureihe beschreibt, die es bereits seit 1999 gibt. Was ebenfalls bekannt ist: Der Motor ist auch hier ein Import aus Good Old Germany. Der 7,3-Liter-V12 stammt von Mercedes-AMG.

Wenn Sie jetzt noch ein bisschen weiter träumen möchten, gibt es natürlich noch eine Reihe weiterer Supersportwagen und Hypercars von Ferrari, Hennessey, Eadon Green und McLaren, die wir uns in Genf angesehen haben. Sie finden das PS-starke Sammelsurium in unserer Bildergalerie. Viel Spaß! Und vergessen Sie das Atmen zwischendurch nicht!

Quelle: 2018 Motor-Presse Stuttgart
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