Die schönsten Kühlerfiguren der Welt

Oben auf dem Kühler muss sich eine imposante Figur in den Fahrtwind recken - das galt früher für viele Luxus-Autos. Inzwischen sind die kleinen Kunstwerke verboten und viele skurrile Kreationen fast in Vergessenheit geraten.
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Oben auf dem Kühler muss sich eine imposante Figur in den Fahrtwind recken - das galt früher für viele Luxus-Autos. Inzwischen sind die kleinen Kunstwerke verboten und viele skurrile Kreationen fast in Vergessenheit geraten.

© Collage: freenet.de
02.06.2017 - 13:00 Uhr von Mathias Winter

Seit Jahren schon sind sie unter anderem aus Sicherheitsgründen aus nahezu jeder Automobilproduktion verschwunden: Kühlerfiguren. Dabei würde so manch einem Markengesicht das kleine metallene i-Tüpfelchen gut stehen.

Bildershow: Spektakuläre und skurrile Kühlerfiguren>>

Was waren das noch für Zeiten, in denen ein Mann während der Fahrt im Beisein seiner Ehefrau völlig ungeniert auf das Hinterteil einer wunderschönen Dame schauen durfte. Na gut, auch heute ist das möglich. Doch ist diese eine schöne Frau im Laufe der Jahre immer kleiner geworden. Die Rede ist natürlich von Eleanor Thornton. Beziehungsweise der nach ihrem Abbild geformten Spirit of Ecstasy, der Kühlerfigur der Automobilmarke Rolls-Royce. Kaum eine andere kleine Frau, außer vielleicht noch die kleine Meerjungfrau in Kopenhagen, ist zu solchem Weltruhm gelangt wie die in Deutschland gern auch Emily genannte Dame. Seit 1911 ziert sie die Kühler der britischen Edelmarke. Seit 1911 wird sie auch gern mal geklaut. Nicht ohne Grund fahren demnach aktuelle Emilys bei zu naher Betrachtung von selbst in ihre kleine Garage über dem Kühler herab. Dass sie innerhalb ihrer nun mehr als 100jährigen Geschichte stets an Länge aber selbstverständlich niemals an Größe verloren hat, liegt zum einen an den ebenfalls stetig gestiegenen Sicherheitsbedenken. Zum anderen wurden auch die Fahrzeuge kleiner und die Proportionen sollten doch bitte bewahrt werden. Zu Beginn maß sie stolze 12,7 Zentimeter. Es gibt jedoch auch Anfertigungen, die diese Länge um ein paar Zentimeter toppen.

Auf ins Tierreich

Zu den bekanntesten Kühlerfiguren zählen aber natürlich mehr als nur die Dame von Rolls-Royce. So haben sich schon seit jeher die Automobilhersteller nicht lumpen lassen, teils sehr extravagante Figuren auf ihren Kühlern zu platzieren. Da wirken der Stern oder das M aus dem Hause Mercedes und Maybach fast schon einfallslos.

Vor allem das Tierreich bot einigen Herstellern zahllose Vorlagen für ihre Figuren. So zieren Adler, Schwäne, Windhunde oder auch Gazellen die Hauben eines American Underslung, Chrysler, Lincoln oder Packard. Fast schon futuristisch, aber perfekt zum Namen passend verhält es sich mit dem Modell Armstrong Siddeley Sapphire 346. Die in Fahrtrichtung blickende Sphinx-Figur verfügt über Tragflächen mit kleinen Strahltriebwerken vom Typ Sapphire.

Zu den ausgefallensten Kühlerfiguren zählt die des La Bestioni Beast 1919. Eine böse dreinschauende Koboldfratze geht in eine, sich am Kühler festhaltende Kralle über. Dass die Figur rote Augen hat, fällt auf Grund des ungewöhnlichen Gesamteindrucks kaum noch ins Gewicht. Neben diesen tierischen, futuristischen und mystischen Kühlerfiguren, gibt es aber auch noch Fahrzeuge, zu denen es offiziell gar keine Figuren gehörten, für die es jetzt aber welche als lustige Nachrüstartikel im Internet und auf Flohmärkten zu kaufen gibt (siehe Bildergalerie).

Quelle: 2017 Motor-Presse Stuttgart
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