Die teuersten Promi-Autos 2018

Clark Gable fuhr diesen Mercedes 300 SL, Baujahr 1955.
Barret-Jackson versteigerte den Flügeltürer im Januar für
umgerechnet 1,8 Millionen Euro. Laut Classic Analytics ein
Aufschlag von 200.000 Euro oder 13 Prozent gegenüber dem regulären
Wert - Flügeltürer stammen häufiger als viele andere Autos aus
prominentem Erstbesitz.
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Clark Gable fuhr diesen Mercedes 300 SL, Baujahr 1955. Barret-Jackson versteigerte den Flügeltürer im Januar für umgerechnet 1,8 Millionen Euro. Laut Classic Analytics ein Aufschlag von 200.000 Euro oder 13 Prozent gegenüber dem regulären Wert - Flügeltürer stammen häufiger als viele andere Autos aus prominentem Erstbesitz.

© Barrett-Jackson
26.11.2018 - 09:13 Uhr von Andreas Of

Je prominenter ein Vorbesitzer, desto teurer das Auto? Nicht unbedingt, der Autobezug des Promis scheint wichtiger: John Surtees zählt mehr als Keith Richards, Steve McQueen mehr als Queen Elizabeth.

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Erinnern Sie sich noch an den Ratzinger-Golf? Deutschland hatte einen Papst und ein Zivi seinen Golf. Benjamin Halbe hatte den Kompaktwagen im Januar 2005 bei einem Siegener Autohaus gekauft. Ein ganz normaler Golf IV in metallicgrau, 115 PS, 75.000 Kilometer gelaufen, für 10.000 Euro. Als Erstbesitzer steht „Josef Kardinal Ratzinger“ im Fahrzeugbrief. Nachdem Ratzinger Papst wird, stellt Halbe seinen Golf auf ebay ein. Am Ende bietet ein Online-Casino in den USA 188.938,88 Euro. Das ist fast der zehnfache Preis.

Den zehnfachen Preis für ein Promi-Auto? Das ist selten, kommt aber vor. Im August versteigerte RM Sotheby’s den Porsche 911 S von Steve McQueen. Die Besonderheit: Das Auto gehörte nicht nur einem Prominenten, sondern wurde auch selbst prominent, weil ein identisches Modell im Filmklassiker Le Mans auftaucht. Die Bieter steigerten den Preis bis zum Höchstgebot von umgerechnet 950.000 Euro. Laut Classic Analytics wäre das Modell ohne Promi-Bonus 74.000 Euro wert.

Günstig: Prince CharlesBentley Turbo R

Königlicher Vorbesitz steigerte im September den Wert eines normalerweise 400.000 Euro teuren Rolls-Royce Phantom IV auf 900.000 Euro. Damit war die 1955 gebaute Limousine mehr als doppelt so teuer als eines aus gewöhnlichem Vorbesitz. Dass ein royaler Vorbesitzer nicht immer den Wert steigert, beweist übrigens Prine Charles' Bentley Turbo R, den H&H Auctions im Oktober für 17.800 Euro versteigerte – sechs Prozent unter den Notierungen in Deutschland.

Teuer: John SurteesBMW 507

Für eine kräftige Preissteigerung sorgte im Juli John Surtees, als Bonhams seinen BMW 507 versteigerte. Der Rennfahrer hatte das Auto 1957 von seinem Rennstall bekommen und seither behalten: Zum Promi-Bonus kam hier noch die außergewöhnliche Historie. Statt 2,3 Millionen Euro brachte der Surtees-507 4,3 Millionen Euro. Nicht ganz so heftig wirkte sich im September der langjährige prominente Erstbesitz eines Ferrari aus: Keith Richards besaß von 1972 bis Mitte der Achtziger einen Dino 246 GT. Der Sportwagen brachte bei Bonhams 504.000 Euro statt 300.000 Euro, die Classic Analytics für ein Modell veranschlagt, das nicht Keith Richards gehörte.

Chance verpasst? Keineswegs. Am 1. Dezember versteigert Bonhams einen BMW 507 aus dem Vorbesitz des Designers Graf Goertz, der den Wagen nicht nur besessen, sondern auch gezeichnet hatte. Mal sehen, was der Roadster einbringt.

Quelle: 2018 Motor-Presse Stuttgart
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