DTM Blog Shanghai 2010: Synchronschwimmen statt Motorsport?

Laut ARD-Mann Claus Lufen soll das Qualifikationstraining von
Shanghai eine Farce gewesen sein. Wie der wohl auf diese Idee
kam?
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Laut ARD-Mann Claus Lufen soll das Qualifikationstraining von Shanghai eine Farce gewesen sein. Wie der wohl auf diese Idee kam?

 © xpb

So, so, eine Farce soll das Qualifikationstraining von Shanghai also gewesen sein. Das verkündete Claus Lufen in der Liveübertragung. Leider konnte man den ARD-Mann, der bei den meisten DTM-Rennen die Rolle des rasenden Boxenreporters bekleidet, in China nicht fragen, wie er auf diese Idee kam. Denn der Kai Ebel der Öffentlich-Rechtlichen war gar nicht vor Ort.

Lufen saß zu Hause in Deutschland. War ihm die Reise zu beschwerlich, oder muss die ARD wieder einmal sparen, trotz der zwangsweise eingetriebenen Gebühren-Milliarden? Egal. Auf jeden Fall bleibt ein schaler Nachgeschmack, wenn die Berichterstattung (und auch Stimmung gegen den Motorsport) aus 10.000 Kilometer Entfernung gemacht wird, statt sich vor Ort ein Bild zu machen.

Synchronschwimmen statt DTM in der ARD

Und überhaupt: Wieso Farce? Bloß weil ein paar Autos demoliert wurden? Jeder Achtjährige weiß doch, dass Mauerkontakte und Unfälle auf einem Stadtkurs genauso selbstverständlich sind wie Notbremsen beim Fußball, Stürze den Rennen des Ski-Weltcups oder Bodychecks beim Eishockey.

Bei diesen Sportarten stellt die ARD auch nicht die Sinnfrage. Was vielleicht damit zusammenhängen mag, dass die Öffentlich-Rechtlichen für den Bundesliga-Fußball Jahr für Jahr mehr als 100 Millionen Euro bezahlen. Erwähnenswert in diesem Zusammenhang sind auch die Doping-Betrüger der "Tour de Pharmacie", die fälschlicherweise als "Tour de France" firmiert. Die Darbietungen der Eigenblut-Tuner auf dem Rad finden auch immer wieder ihr Plätzchen im ARD-Programm, drei Wochen lang,  jeden Tag für mehrere Stunden.

Im Fahrerlager von Shanghai entrüsteten sich viele über Lufens Betroffenheits-Journalismus. Manche nahmen es auch mit Humor: "Wie wär´s", meinte einer, "wenn man den Lufen in Zukunft bei nervenschonenderen Sportarten wie zum Beispiel dem Synchronschwimmen einsetzen würde?" Aber Obacht, Herr Lufen: Auch diese Sportart birgt Gefahren. Im Hallenbad könnte jemand ertrinken.

Quelle: 2010 Motor-Presse Stuttgart
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