Elektro-Plattform von Hyundai und Kia

Hyundai Nexo, Exterieur
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Hyundai Nexo, Exterieur

 © Dino Eisele

Hyundai bringt 2020 das erste Modell auf einer eigenständigen Elektroplattform heraus. Diese Basis soll auch von der Konzernschwester Kia genutzt werden.

Gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters bestätigte Lee-Ki-sang im Februar 2019, bei Hyundai und Kia für den Bereich Green Car Operations verantwortlich, diese Pläne. Derzeit verfügen Hyundai und Kia mit dem Kona Electric, Ioniq sowie dem Soul EV und dem e-Niro über vier reine Elektroautos, die jedoch auf einer für Verbrenner optimierten Plattform aufbauen.

Hyundai kopiert VW

Mit der neuen Elektro-Basis, die für Plugin-Hybrid, Batterie- und Wasserstoffantrieb ausgelegt sein wird, stehen niedrigere Kosten sowie eine verbessere Effizienz im Vordergrund. Die ersten Modelle sollen ab 2021 in den Handel kommen. Mittelfristig wollen die Koreaner diese Architektur für alle Fahrzeugsegmente nutzen, also auch für die derzeit in allen Größen beliebten SUV. Mit welcher Batteriekapazität? Genaue Zahlen sind noch nicht bekannt, wohl aber, dass es Akkus in verschiedenen Größen geben wird. Ein ähnliches Konzept fahren auch die deutschen Autobauer, zum Beispiel VW mit dem Modularen Elektrobaukasten (MEB).

Bis 2025 möchte Hyundai über 40 Modelle mit reinem Elektroantrieb im Handel haben und pro Jahr 1,7 Millionen E-Autos davon verkaufen. Alleine das Invest in Zukunftstechnologien liegt für die kommenden fünf Jahre bei rund 35 Milliarden Euro. Volkswagen investiert in seine Elektromobilität alleine 40 Milliarden Euro.

Wasserstoffantrieb wird ausgebaut

Zusätzlich zu den batteriebetriebenen Autos (BEV) will der Hyundai-Konzern auch das Thema Brennstoffzelle vorantreiben. In den kommenden zehn Jahren soll hier die Produktionskapazität auf jährlich 700.000 Fahrzeuge steigen. In einem ersten Schritt soll die Produktionskapazität des Hyundai Nexo auf 15.000 Einheiten pro Jahr erweitert werden, wie Entwicklungsvorstand Albert Biermann im Gespräch mit auto motor und sport bestätigt.

Einen zusätzlichen Schub verspricht man sich von der dritten Generation der Brennstoffzelle, die voraussichtlich 2023 an den Start gehen wird. Der Schwerpunkt läge aber auf Autos, vor allem weil China großes Interesse an dieser Technologie zeigt, heißt es aus dem Konzern. Entscheidend für die Massenproduktion ist offenbar eine neue Herstellungsmethode, nicht einfach zusätzliche Produktionslinien. Dann könnte mittelfristig die Brennstoffzelle ab der Pkw-Mittelklasse aufwärts die deutlich günstigere Antriebsform im Vergleich zu einer Batterie darstellen.

Quelle: 2019 Motor-Presse Stuttgart
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