Elektro-Sportwagen Piëch Mark Zero

In drei Jahren will Piëch Automotive den Mark Zero auf die
Straße bringen.
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In drei Jahren will Piëch Automotive den Mark Zero auf die Straße bringen.

© Piech
04.03.2019 - 10:53 Uhr von Marcel Sommer

Auf dem Genfer Auto Salon 2019 feiert ein Auto Weltpremiere, das einen berühmten Namen trägt: Der Piëch Mark Zero. Den Markennamen hat der Zweisitzer von Anton Piëch, einem Sohn von Ex-VW-Chef Ferdinand Piëch. Der Elektro-Sportwagen soll 500 Kilometer weit kommen.

Sportwagen sollen möglichst leicht sein. Bei Elektrofahrzeugen ist dies durch das hohe Batteriegewicht nicht leicht zu realisieren. Toni Piëch und Rea Stark Rajcic wollen auf dem Genfer Auto Salon 2019 zeigen, dass es doch geht. Ihr Piëch Mark Zero soll weniger als 1.800 Kilogramm wiegen. Gleichzeitig erklärt Piëch, dass der rein elektrisch fahrende GT nach WLTP mit einer Ladung 500 Kilometer weit kommen soll.

In 4:40 Minuten zu 80 % nachgeladen

Schlüssel dazu ist eine neue Akkutechnik vom chinesisch-deutschen Joint-Venture Desten Group, die Qingdao TGOOD Electric Co. Ltd. steuert die Ladeinfrastruktur bei. Die Batterie beherbergt Zellen eines neuen Typs, der deutlich höhere Stromflüsse beim Laden und Entladen zulässt, weil er dabei kaum Wärme erzeugt. Auf diese Weise soll der nicht näher bezeichnete Zelltyp besonders schnelles Wiederaufladen möglich machen und dennoch keine Wasser- sondern lediglich eine Luftkühlung benötigen, was wiederum Gewicht spart. In nur vier Minuten und 40 Sekunden sollen die Akkus wieder zu 80 Prozent gefüllt sein.

Eine weitere Besonderheit des E-Sportlers ist seine flexible, offene Fahrzeug-Architektur. Sie ermögliche nicht nur einen reinen Elektroantrieb, sondern soll auch mit Hybridantrieben, Brennstoffzellen oder reinen Verbrennungsmotorenantrieb klar kommen. Als Elektro-Sportwagen trägt der Mark Zero seine Batterie nicht wie derzeit bei den meisten Elektroautos üblich sandwich-artig im gesamten Fahrzeugboden. Vielmehr soll ihre Position im Mitteltunnel sowie auf der Hinterachse eine Achlastverteilung bringen, die einem sportlichen Fahrverhalten sehr förderlich ist. An der Vorderachse produziert ein Asynchronmotor 150 kW, an der Hinterachse sorgen zwei Synchronmotoren für je 150 kW zusätzlich. Der Radstand der Sportwagen-Plattform wird mit 2.620 Millimeter angegeben. In der Länge misst der Piëch Mark Zero 4.432 Millimeter, in der Breite 1.991 Millimeter und in der Höhe 1.250 Millimeter. Den Spurt von Null auf 100 km/h soll der Mark Zero in 3,2 Sekunden schaffen, die Höchstgeschwindigkeit wird mit 250 km/h angegeben.

Drei Fahrzeugvarianten sind geplant

Trotz der familiären Verbindung zum VW-Patriarchen Ferdinand Piëch hat Anton Piëchs Firma keine technischen oder finanziellen Verbindungen zum VW-Konzern. Man sei aber für die Zusammenarbeit mit anderen Autoherstellern offen – auch für die mit VW.

Insgesamt sind drei Fahrzeugvarianten auf Basis des Konzepts geplant, das im März 2019 in Genf debütiert: ein Zweisitzer, ein Viersitzer und ein SUV. Weitere Varianten wie Cabrios oder auch Pick-ups sind denkbar, aber vorerst nicht in der Planung. Piëch-Co-CEO Rea Stark Rajcic betont: „Die Architektur des Fahrzeugs ist natürlich auch für autonomes Fahren ausgelegt, aber das heben wir uns für spätere Modelle auf.“ Die Produktion wird in Zusammenarbeit mit renommierten Partnern erfolgen, die langjährige Erfahrung in der Auftrags-Fertigung besitzen.

Quelle: 2019 Motor-Presse Stuttgart
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