Erlkönig Mercedes A-Klasse W177

Was steht denn da? Der Sturm Herwart hat die Abdeckplanen bei
Mercedes ein wenig aufgewirbelt.
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Was steht denn da? Der Sturm Herwart hat die Abdeckplanen bei Mercedes ein wenig aufgewirbelt.

© Stefan Baldauf
02.11.2017 - 11:56 Uhr von Holger Wittich

Mercedes wird Anfang 2018 die neue Generation der A-Klasse (W177) auf den Markt bringen. Doch Sturmtief Herwart ermöglicht uns nun, einen Blick auf die ungetarnte A-Klasse.

Manchmal muss ein Erlkönig-Jäger auch Glück haben und genau zum richtig Zeitpunkt vor Ort sein – nämlich dann, wenn der Sturm Herwart die Abdeckplanen der Crashtest-Fahrzeuge wegpustet und freie Sicht auf die neuesten Modelle ermöglicht. So hat Herwart also in den vergangenen Tage die A-Klasse und die A-Klasse Limousine „enttarnt“. So sehen ist eine deutliche Weiterentwicklung des kompakten Modells mit schmalen Scheinwerfern, schmalerem Grill und einer überarbeiteten Heckpartie. Weniger Sicken an der Seite sind ebenso auszumachen, wie die breite C-Säule.

Neue Mercedes A-Klasse mit neuen Varianten

Seit 2012 ist die A-Klasse (intern W176) in Deutschland am Start und hat auf der MFA-Plattform (Modulare Frontantriebsplattform) noch die weiteren Mercedes-Modelle GLA, CLA sowie CLA-Shooting Break hervorgebracht darüber hinaus basieren aktuell noch der Infiniti Q30 sowie der QX30 auf dieser Plattform.

Mit der neuen Generation der A-Klasse wird die Anzahl der Varianten noch steigen – u.a. um eine Stufenheck-Version der A-Klasse, die für den chinesischen Markt interessant sein dürfte sowie um einen Mercedes GLB, der sich als kleiner SUV an der G-Klasse orientieren soll. Als Plattform für alle Modelle dient die neue MFA2-Basis. Sie soll das Fahrzeuggewicht nochmals um 50 Kilogramm reduzieren helfen und dazu die Karosserie steifer machen. Der Radstand der neuen Mercedes A-Klasse wächst um rund 2 Zentimeter, was den Passagieren zu Gute kommen dürfte. Besonders der hintere Einstieg soll bequemer ausfallen.

Virtuelles Cockpit für die A-Klasse?

Diese dürfen sich dann selbstverständlich über ein neu designtes Interieur freuen, wobei die Frage im Raum steht, ob die großen Cockpit-Monitore aus der S- und E- und C-Klasse noch weiter nach unten durchgereicht werden.

Einen ersten Hinweis gibt die EQ-Studie, hier standen die Bildschirme ohne Cockpitdach frei auf dem Armaturenträger. Unsere ersten Erlkönig-Bilder bestätigen das. Zwar wird das Cockpit noch mit einem aufgeklebten Rahmen verfälscht, die digitalen Anzeigen sind aber zu erkennen. Ebenso der große Bildschirm in der Mitte des Armaturenträgers. Er trägt einen Chromrahmen und es zeigt sich tatsächlich nur eine kleine abgrenzende Oberkante. Neben dem optionalen Widescreendisplay dürfte in der Basisausführung kleinere Displays angeboten werden. Ebenfalls optional gibt es das Drive-Pilot-System, autonomes Fahren nach Level 2 sowie Touchcontrol in den Lenkradspeichen und eine neue Generation des Comand-Systems. Auch eine Stereo-Kamera hält Einzug, ebenso der Parkpilot. Für die Aktualisierung der Fahrzeug-Software gibt es Over-the-Air-Updates.

Neue A-Klasse wieder mit kleinen Motoren von Renault

Klar hingegen ist das Motoren-Konzept. Die kleineren Diesel-Aggregate werden auch in der neuen Generation wieder von Kooperationspartner Renault zugeliefert. Die Zweiliter-Selbstzünder werden von OM 654-Aggregaten ersetzt, wie sie in der neuen E-Klasse zum Einsatz kommen.

Die Motoren im Einzelnen:Bei den Diesel-Motoren wird zur Markteinführung zunächst der A180d mit dem bekannten 1,5-Liter-Renault-Motor an den Start gehen. Es folgen im Herbst 2018 die Zweiliter-Diesel im Mercedes A 200d mit 150 PS beziehungsweise im A 220d mit 190 PS. Beide sind auch mit dem Allradantrieb 4-Matic koppelbar.

Die Benziner starten im April mit dem 160 PS starken 1,4-Liter-Vierzylinder von Renault im A 200. Es folgen im Herbst der Mercedes A180 ebenfalls mit dem 1,4-Liter mit 136 PS sowie der A 220e als Plugin-Hybrid mit 13,7 kWh-Batterie und rund 70 Kilometer Reichweite.Als erstes Power-Modell offeriert Mercedes im Herbst 2018 dann auch den AMG A35 mit dem Zweiliter-Vierzylinder von Mercedes und einer Leistung von 299 PS. Das Modell verfügt über ein 48-Volt-Bordnetz mit Riemenstartergenerator (RSG).

Im weiteren Verlaufe gesellen sich noch ein kleiner A160, de raus dem 1,4-Liter-Renault-Motor 115 PS holt. Des Weiteren ein A 250 mit Zweiliter-Vierzylinder, 48-Volt-Bordnetz und RSG sowie Doppelkupplungsgetriebe und der AMG 45 4-Matic mit 408 PS (48 V und RSG) ab 2019.

Ansonsten soll die zweite Generation die Mängel der ersten aufarbeiten. Mehr Übersichtlichkeit, eine größere Kofferraumöffnung (370 Liter) sowie mehr Platz im Fond sind angestrebt. Auch in Sachen Design wird sich die neue A-Klasse mit deutlich weniger Sicken zeigen. Die neue Mercedes A-Klasse wird preislich so um die 25.000 Euro starten, die Bestellfreigabe ist im Februar 2018, ab April 2018 steht die neue A-Klasse dann bei den Händlern.

Quelle: 2017 Motor-Presse Stuttgart
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