EU-Importe: Preiswerte EU-Neuwagen

Den Citroen C5 Tourer gibt es für 21.510 Euro im Import.
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Den Citroen C5 Tourer gibt es für 21.510 Euro im Import.

04.02.2009 - 12:59 Uhr von Henning Busse

EU-Neuwagen sind nach wie vor ein lohnendes Geschäft, selbst frisch eingeführte Fahrzeuge gibt es zu Schnäppchenpreisen. Trotzdem müssen deutsche Autofahrer im europäischen Vergleich am meisten zahlen.

Trotz der Rabattschlacht müssen deutsche Autofahrer nach wie vor im europäischen Vergleich am meisten beim Neuwagenkauf zahlen. Wie eine Stichprobe von auto motor und sport bei belegt, berappen Bundesbürger für ein und dasselbe Fahrzeug bis zu 55 Prozent mehr als die Nachbarn. Dabei hat das Preisgefälle in der EU nur wenig mit unterschiedlichen Qualitätsstandards zu tun oder mit mageren Ausstattungen in den günstigen Ländern.

Autokauf im Ausland spart Geld

Um überhaupt Autos verkaufen zu können, müssen die Hersteller häufig den Rotstift im Ausland ansetzen. So sorgt etwa in Polen das geringe Einkommensniveau für Niedrigpreise. In Dänemark ist es hingegen die Mehrwert - und Luxussteuer - dadurch verdoppelt sich schlagartig der Kaufpreis. Deutsche dagegen brauchen nur den Nettobetrag im Ausland zu zahlen.

Das macht die ganze Sache günstig. Allerdings ist der Autokauf bei den Nachbarn eine aufwendige Angelegenheit. Die Händlersuche, die Sprachbarrieren, der Papierkram, der Fahrzeugtransport, die Bürokratie oder die Auto-Anmeldung kosten Zeit und Nerven.
 

Alte Modelle besonders preisattraktiv

Einfacher ist dagegen der Kauf über freie Händler. Sie nehmen nicht nur Preisrecherche und Vertragsabwicklung, sondern auch Überführung und Kfz-Zulassung ab. Wer eine auf EU-Neuwagen spezialisierte Firma mit der Arbeit beauftragt, büßt in der Regel auch nicht zu viel von der Ersparnis ein, die durch das Preisgefälle entsteht. Wie die Übersicht zeigt, liegen die Nachlässe für die Kunden immer noch zwischen 20 und 35 Prozent. Gelegentlich ist sogar weitaus mehr drin.Auch Auslaufmodelle wie der Toyota Avensis oder ältere Modelljahrgänge wie beispielsweise der Jaguar X-Type Estate von 2007 werden als EU-Importe mit hohen Abschlägen verkauft. Wer sich an solchen Nachteilen nicht stört, kann ein gutes Geschäft machen. Denn in der Regel haben die Autos noch keinen Kilometer auf dem Tacho.

Was man bedenken sollte

Beim Kauf über freie Händler sollte man trotzdem einige Dinge beachten: Der Bundesverband der freien Kfz-Importeure (BFI) empfiehlt, dass auf einer Bestellung in jedem Fall die Ausstattung und die zu erbringende Leistung neben dem Endpreis aufgeführt sein müssen. Zudem ist eine Anzahlung tabu, und die Preise aus den Anzeigen sollten eingehalten werden. Darüber hinaus muss der Händler ein vom ausländischen Autohaus in der dortigen Landessprache korrekt ausgefülltes Serviceheft übergeben. Erst dann sind alle Werkstätten der Hersteller in Europa zu Garantieleistungen verpflichtet.

Quelle: 2009 Motor-Presse Stuttgart
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