F1-Geschichte: Titelkrimis

Es sah bereits alles nach einem Titel für Hamilton aus, als
Ferrari-Pilot Kimi Räikkönen im Schlussspurt noch an beiden
McLaren-Piloten vorbeizog.
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Es sah bereits alles nach einem Titel für Hamilton aus, als Ferrari-Pilot Kimi Räikkönen im Schlussspurt noch an beiden McLaren-Piloten vorbeizog.

© xpb
13.11.2010 - 09:28 Uhr von Tobias Grüner

Zum ersten Mal in der Formel-1-Geschichte starten beim GP Abu Dhabi vier Fahrer mit Titelchancen in ein WM-Finale. Seit der ersten WM im Jahr 1950 gingen neunmal drei Piloten mit der Möglichkeit auf den Titel in den abschließenden Grand Prix. Wir blicken zurück.

1950: Vor dem letzten Rennen führt Juan Manuel Fangio im Dreikampf vor Luigi Fagiola und Nino Farina. Doch Farina gewinnt das letzte Rennen und schnappt sich noch den ersten Formel-1-Weltmeistertitel.

1959: Jack Brabham geht als Führender vor Stirling Moss und Tony Brooks ins Finale. Zwar geht ihm 800 Meter vor dem Ziel der Sprit aus, doch weil Brooks nur Dritter wird und Moss ausscheidet, reicht es trotzdem zum WM-Sieg.

1964: Graham Hill sind vor dem Schlussrennen John Surtees und Jim Clark auf den Fersen. Doch Hill bleibt nach einem Unfall punktlos, Clark fällt als Führender aus. So wird Surtees Weltmeister.

1968: Diesmal reicht es für Graham Hill. Seine Verfolger Jackie Stewart und Denny Hulme können den Briten auch im letzten Grand Prix der Saison nicht mehr abfangen.

1974: Emerson Fittipaldi genügt ein vierter Platz im Finale, um seine WM-Führung vor Clay Regazzoni und Jody Scheckter bis ins Ziel zu behaupten. Seine beiden Rivalen bleiben zum Schluss punktlos.

1981: Maßarbeit von Nelson Piquet. Mit Rang vier im letzten Rennen wird der Brasilianer noch Champion. Dem vorher führenden Carlos Reutemann fehlt am Ende ein Zähler. Jacques Lafitte geht leer aus.

1983: Wieder zieht Piquet im Finale vorbei, diesmal an Alain Prost. Piquet wird Dritter, Prost fällt aus. Rene Arnoux kann nicht mehr eingreifen.

1986: Diesmal holt sich Prost im letzten Rennen noch die WM-Krone. Der vorher an der Spitze liegende Nigel Mansell muss aufgeben, Prost gewinnt das letzte Rennen. Auch Piquet hat so das Nachsehen.

2007: Lewis Hamilton verspielt den schon fast sicheren Titel, Kimi Räikkönen zieht im Endspurt am Briten und Fernando Alonso vorbei.

2008: Bis zur letzten Kurve geht der Titel-Zweikampf. Felipe Massa fühlt sich schon als Champion, doch dann rettet Hamilton Platz fünf in Brasilien - und damit den Titel.

Quelle: 2010 Motor-Presse Stuttgart
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