F1-Technik-Highlights 2021: Erste Upgrade-Welle rollt bereits

Die Formel-1-Generation 2021 hat die ersten Testrunden in
Bahrain abgespult. Kurz vor dem Auftaktrennen zeigen wir Ihnen noch
einmal die technischen Highlights und die ersten Upgrades von den
Probefahrten...
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Die Formel-1-Generation 2021 hat die ersten Testrunden in Bahrain abgespult. Kurz vor dem Auftaktrennen zeigen wir Ihnen noch einmal die technischen Highlights und die ersten Upgrades von den Probefahrten...

© Motorsport Images

Die neue Formel-1-Generation ist in Bahrain gerade erst aus den Garagen gerollt, da hatten die Ingenieure schon die ersten Upgrades parat. In der Fotogalerie zeigen wir Ihnen noch einmal die Technik-Highlights und die neuen Modifikationen.

Eigentlich hatten die Technik-Fans dieses Jahr gar keine großen Highlights erwartet. Begrenzte Entwicklungsmöglichkeiten durch das Reglement, die neue Budget-Grenze und die große Regelreform 2022, die jetzt schon Ressourcen frisst, schienen keine großen Innovationen zuzulassen. Doch dann präsentierten sich die Neuwagen in Bahrain doch deutlich stärker verändert als vermutet.

Natürlich zwangen auch die neuen Unterboden-Regeln die Ingenieure zu einer Reaktion. Neue Flügel auf der Nase, umgebaute Bremshutzen vorne und modifizierte Leitbleche waren quasi das Standard-Programm, um den Luftstrom schon weit vorne am Auto in die gewünschten Bahnen zu dirigieren. Und auch beim Unterboden selbst kamen die Ingenieure auf viele unterschiedliche Lösungen.

Schon an den ersten Testtagen des Jahres probierten die Techniker einiger Teams mehrere Varianten aus. Vor allem bei Red Bull, Alpine und Aston Martin versuchte man möglichst frühzeitig Daten mit unterschiedlichen Lösungen zu sammeln, um den Abtriebsverlust so gering wie möglich zu halten. Wir erwarten, dass der Entwicklungswettlauf in diesem Bereich auch während der Saison fortgesetzt wird.

Drei Teams mit Nasen-Operation

Eine weitere Spielwiese, auf der sich die Ingenieure im Winter ausgetobt haben, ist die Nase. Mit Ferrari, Alfa Romeo und Alpha Tauri bauten gleich drei Teams den Frontbereich ihrer Rennwagen großflächig um. Der allgemeine Trend geht eindeutig zu eleganteren und schlankeren Nasen. Den hässlichen Knubbel an der Front tragen immer weniger Autos.

McLaren konnte sich die Nasen-Operation im Winter mangels Entwicklungs-Token nicht leisten. Deshalb wurde hier schon in der zweiten Hälfte der Vorsaison, kurz vor der Homologations-Deadline, Hand angelegt. Die beiden Token musste McLaren ja bekanntlich für den Wechsel des Motors von Renault zu Mercedes auf den Kopf hauen.

Apropos Renault: Das französische Nationalteam geht dieses Jahr unter dem Namen Alpine an den Start. Der A521 ist Beobachtern bei den Testfahrten vor allem durch seine voluminöse Airbox aufgefallen. In Bahrain probierten die Ingenieure gleich zwei Motorhauben-Varianten aus. Der Unterschied der beiden Versionen liegt vor allem in der Kühlwirkung. Bei Temperaturen von bis zu 35°C konnten die Ingenieure die Hitzebeständigkeit ihrer Autos auf Herz und Nieren testen.

Red Bull mit mehr Power

Auch bei Red Bull ließen sich bereits interessante Umbauten erkennen. Das Technikteam von Design-Guru Adrian Newey ließ die Hinterrad-Aufhängung beim RB16B komplett umbauen, wie der direkte Vergleich zum Vorjahresmodell zeigt. Zum Matchwinner könnte diese Saison aber der verbesserte Honda-Motor werden. Äußerlich sichtbar ist das Power-Upgrade vor allem an der erneuten Umverlegung des Wastegate-Röhrchens im Heck.

In der Galerie zeigen wir Ihnen noch einmal die interessantesten Technik-Tricks der neuen Autos und die ersten Upgrades des Jahres von den Testfahrten in Bahrain.

Quelle: 2021 Motor-Presse Stuttgart
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