Facelift Mercedes S-Klasse Coupé (2017)

Ebenfalls in Frankfurt zu sehen sein wird als Weltpremiere die
Faceliftversion des Mercedes S-Klasse Coupé.
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Ebenfalls in Frankfurt zu sehen sein wird als Weltpremiere die Faceliftversion des Mercedes S-Klasse Coupé.

© Newspress
05.09.2017 - 00:00 Uhr von Gregor Hebermehl

Mercedes stellt die facegeliftete Coupé-Version der S-Klasse vor. Viel neue Technik kommt von der bereits bekannten S-Klasse-Limousine, aber ein kleines Highlight ist den zweitürigen Varianten des Oberklasse-Modells vorbehalten.

  • Innenraum
  • Fahrwerk
  • Motoren

Das S-Klasse Coupé schiebt eine Frontschürze in den Wind, die mit einem verchromten Frontsplitter und großzügig bemessenen Lufteinlässen versehen ist. Die sportlichen AMG-Versionen bekommen eines dynamischeren Looks Willen eine neue Front- und eine neue Heckschürze. Am Heck des Coupés leuchten dann auch OLED-Heckleuchten – diese Technik ist bei der Limousine noch nicht zu haben. OLED steht für „organic light emitting diode“ – hierbei werden dünne Schichten aus organischen Materialien auf eine Glasplatte gedruckt und zum Leuchten angeregt. Beim neuen S-Klasse Coupé kommen insgesamt 66 dieser flachen OLEDs zum Einsatz.

In Verbindung mit der Ausstattung „AMG Line“ stehen für das S-Klasse Coupé zwei neue 20-Zoll-Räder mit Radlaufverbreiterung zur Verfügung: Eine Variante ist titangrau lackiert, die andere glänzend schwarz. Beide Räder sind glanzgedreht.

Innen mehr Möglichkeiten

Im Innenraum des neuen S-Klasse Coupés können nun drei neue Holzoberflächen (Wurzelnuss braun glänzend, Esche grau seidenmatt und Magnolie) und ebenso drei neue Polsterungen (porzellan/tizianrotes Nappa-Leder, auch als AMG-Ausführung, und bengalrot/schwarzes AMG-Nappaleder). Vor dem Fahrer breiten sich zwei ineinander übergehende 12,3-Zoll-Displays aus. Bei den volldigitalen Anzeigen kann sich der Fahrer je nach seinem persönlichen Geschmack für die Darstellungs-Stile Klassisch, Sportlich oder Progressiv entscheiden.

Sechs Wohlfühl-Programme

Das Multifunktionslenkrad des überarbeiteten S-Klasse Coupés wird über kleine Touch-Buttons bedient, die auch auf Wischbewegungen reagieren. Über die Sprachbedienung lassen sich nun auch die Klimatisierung, die Sitzheizung, das Innenlicht, die Beduftung und Ionisierung, die Sitz-Massagefunktion und das Head-up Display steuern. Optional sorgt die sogenannte Energizing-Komfortsteuerung mit den Programmen Frische, Wärme, Vitalität, Freude, Behaglichkeit und Training für eine auf die Wünsche der Insassen angepasste Atmosphäre. Dafür werden die Klimatisierung, das Innenlicht, die Sitze und die Musik der Audioanlage entsprechend geregelt.

Auch ein Concierge Service ist jetzt für das S-Klasse Coupé zu haben: So können sich Mercedes-me-connect-Kunden beispielsweise Tische im Restaurant reservieren und Routentipps von einem Assistenten geben lassen.

Das S-Klasse Coupé bietet jetzt serienmäßig die Möglichkeit, Mobiltelefone, die den Qi-Standard (Qi gleich chinesisch für „ Lebensenergie“) unterstützen, kabellos durch elektromagnetische Induktion zu laden. Das dafür vorgesehene Fach nimmt Geräte mit einer Bildschirmdiagonalen von bis zu 15,2 Zentimetern auf. Aufpreis kostet die Multifunktions-Telefonie, bei der dafür taugliche Smartphones an die Außenantenne des Fahrzeugs gekoppelt werden können.

Immer autonomer

Die deutliche Erweiterung der Fahrassistenzsysteme sorgt dafür, dass das S-Klasse Coupé einen weiteren großen Schritt Richtung autonomes Fahren macht. Das adaptive Abstandsradar hält die Entfernung zum vorausfahrenden Fahrzeug konstant, wobei die Geschwindigkeit vor Kurven, Kreuzungen und Kreisverkehren angepasst wird – dafür greift das System auf deutlich mehr Navi-Daten zu als bisher. Der Lenk-Assistent hilft beim Halten der Spur und das aufpreispflichtige Magic-Body-Control-Fahrwerk neigt die Karosserie des S-Klasse Coupés in Kurven um bis zu 2,65 Grad Richtung Kurveninneres, was dazu führt, dass die Insassen die Querkräfte weniger spüren. Die Kurven werden über eine hinter der Frontscheibe angebrachte Stereo-Kamera und einen Querbeschleunigungssensor erkannt. Das System funktioniert bis zu Geschwindigkeiten von 180 km/h. Als Fahrwerkstechnik kommt für alle S-Klasse-Coupé-Modelle eine Luftfederung mit stufenloser Dämpfung zum Einsatz. Das S 450 Coupé und das AMG S 63 Coupé werden immer mit dem bei Mercedes 4Matic genannten Allradantrieb ausgeliefert, beim S 560 kann der Kunde zwischen Allrad- und Hinterradantrieb wählen. Den AMG S 65 gibt es ausschließlich mit Hinterradantrieb.

V6 als kleinster Motor, neuer V8-Biturbo

Der bereits aus der Limousine bekannte neue V8-Biturbo kann jetzt auch unter der Fronthaube des S-Klasse Coupés werkeln. Zum Spritsparen kann bei diesem Triebwerk die Hälfte der Zylinder abgeschaltet werden – allerdings nicht bei der ebenfalls neuen Cabrio-Variante. Ebenfalls nicht für das Cabrio zu haben: der V6 des S 450. Neu ist eine Segelfunktion bei der der Antriebsstrang vom Motor abgekoppelt wird und im Leerlauf läuft, um in dafür geeigneten Fahrzuständen Sprit zu sparen. Ebenfalls neu ist, dass das mit einem Otto-Partikelfilter ausgerüstete Triebwerk des S 450 an eine Neungang-Automatik gekoppelt ist.

Wert in Klammern: 4Matic-Version

Quelle: 2017 Motor-Presse Stuttgart
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