Fiat 500 Electric erwischt

Fiat 500e USA
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Fiat 500e USA

© Fiat

Auf dem nächsten Genfer Autosalon wird der Fiat 500 als Elektroauto debütieren. Und mit ihm eine E-Auto-Plattform, die künftig weitere BEVs des FCA-Konzerns nutzen werden. Im Turiner Werk Mirafiori beginnen schon die Vorbereitungen auf die Produktion und wir haben die ersten Erlkönig-Bilder.

Nur noch etwa ein Jahr, dann wird der Fiat 500 als Elektroauto auf den Markt kommen. Das berichten mehrere Medien übereinstimmend. Demnach soll der elektrisch angetriebene Kleinwagen im März 2020 beim Genfer Autosalon debütieren und ein paar Monate später im Sommer nächsten Jahres auf den Markt kommen. Wie der FCA-Europachef Pietro Gorlier bestätigte, wird dafür gerade das Turiner Mirafiori-Werk für 700 Millionen Euro aufgerüstet. Dort sollen künftig 80.000 Exemplare des elektrischen Fiat 500 entstehen. Die Investitionen in die Elektrifizierung der italienischen Standorte werden auf über fünf Milliarden Euro bis 2021 beziffert.

Neue E-Auto-Plattform als Basis

Mit dem Elektro-Kleinwagen debütiert eine neue E-Auto-Plattform, die künftig auch andere FCA-Marken nutzen sollen. Diese soll skalierbar sein und weltweit zur Anwendung kommen. Dabei könnte es sich um jene der 2019er Genf-Studie Centoventi handeln, der besonders durch seine herausnehmbaren und damit außerhalb des Autos nachladbaren Batteriemodulen verblüfft hat. Um diese Basis nutzen zu können und genug Platz für die Akkus zu schaffen, muss wohl der Radstand des Fiat 500 gestreckt werden. Was wiederum bedeuten könnte, dass der Retro-Kleinwagen auch als Fünftürer kommt; möglicherweise sogar mit hinteren Selbstmördertüren.

Sobald er auf den Markt kommt, stellt sich der neue Fiat 500 Electric harter Konkurrenz. Mini hat soeben den Cooper SE präsentiert, auch das elektrische Kleinwagen-Trio Skoda Citigo-E IV, Seat Mii Electric und VW E-Up mit verbesserter Batterie steht in den Startlöchern. Gleiches gilt für die PSA-Zwillinge Peugeot e-208 und Opel Corsa-e. Renault frischt den Zoe auf, und Honda bringt im kommenden Jahr die Serienversion des e Prototypes auf.

Schon der zweite elektrische Fiat 500

Der Fiat 500 Electric wird nicht der erste elektrische Fiat 500 sein. Seit 2014 gab es in den USA für einige Jahre eine Stromversion der aktuellen Generation des Retro-Kleinwagens, das allerdings extrem aufwändig produziert wurde. Berühmt wurde der 500e durch den damaligen und inzwischen verstorbenen Fiat-Chef Sergio Marchionne, der damals vom Kauf des Autos abgeraten hatte. „ Jedes mal, wenn ich einen verkaufe, verliere ich 14.000 Dollar.“ Und dann gibt es noch von der deutschen Firma Karabag in Eigenregie zum Elektroauto umgebauten Fiat 500.

Quelle: 2019 Motor-Presse Stuttgart
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