Ford Explorer (2020) Weltpremiere

01/2019 Ford Explorer
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01/2019 Ford Explorer

© Ford
15.01.2019 - 08:25 Uhr von Torsten Seibt

Ford hat die sechste Generation des Explorer präsentiert. Das Erfolgs-SUV zeichnet sich durch neue Assistenzssysteme und zahlreiche Komfort-Updates aus.

Für Ford ist es eine extrem wichtige Weltpremiere: Der Explorer ist das mit Abstand meistverkaufte Midsize-SUV der USA und nach dem Pickup F-150 auch das meistverkaufte Auto von Ford in den Staaten. Das mit dem „Midsize“ muss man dabei gleich einmal auf europäische Verhältnisse herunterbrechen: Mit 5,05 Meter Länge überbietet der neue Ford Explorer den Mercedes GLE um fast 13 Zentimeter und ist auch ansonsten alles andere als zierlich. Und: Trotz des bevorstehenden Generationswechsels konnte Ford im vergangenen Jahr über 260.000 Explorer in den USA absetzen, auch das unterstreicht die Wichtigkeit des Modells.

Ford Explorer erst später als Hybrid und ST

Für die sechste Generation des Explorer setzt Ford auf eine neue Plattform, die bereits beim neuen Lincoln Aviator zum Einsatz kommt und für Heck- sowie Allradantrieb konzipiert ist. Mit verstärktem Aluminium-Einsatz soll das Gewicht gedrückt werden, Ford gibt unter zwei Tonnen für den neuen Explorer als Standardwert an. Motorseitig gibt es zunächst wenig überraschendes zu vermelden: Standard-Triebwerk ist der 2,3-Liter Ecoboost-Vierzylinder mit 300 PS, optional kommt der neue Dreiliter-Ecoboost-Turbo-V6 mit 365 PS zum Einsatz, der den bisherigen 3,5-Liter-Motor ablöst. Zu den angekündigten weiteren Triebwerken (ein leistungsgesteigerter ST-V6 mit rund 400 PS, 563 Nm Drehmoment, Zehngang-Automatik und 230 km/h Höchstgeschwindigkeit sowie ein 3,3-Liter-Hybrid-Antriebsstrang mit 318 PS) gab es bei der Präsentation noch keine Terminzusage, beim Lincoln Aviator wurden aber bereits Details zu diesen beiden Varianten vorgestellt.

Das Vierzylindermodell wird als Standardausrüstung mit Heckantrieb angeboten, der Allradantrieb kostet Aufpreis. Beim V6 ist der permanente 4x4 immer an Bord. Beide Varianten sind ausschließlich mit einer zehnstufigen Automatik verfügbar. Ebenfalls immer an Bord ist die dritte Sitzreihe, die aus dem neuen Ford Explorer einen Siebensitzer macht – in den USA ein Hauptargument, um statt eines Pickup ein SUV zu wählen. Als Standard-Sicherheitssystem wird in allen Explorer das „Co-Pilot 360“ getaufte Paket verbaut, das unter anderem Totwinkelwarner, Querverkehrswarner, Spurhalteassistent, Berganfahrhilfe, Rückfahrkamera, Fernlichtautomatik und einen Notbremsassistent mit Fußgängererkennung bereithält. Gegen Aufpreis lässt sich das System mit einem adaptiven Tempomat kombinieren, der automatisch die Fahrspur hält, es gibt einen Einpark-Assistenten und eine 360-Grad-Kamera, Verkehrszeichenerkennung und eine Bergabfahrhilfe.

Optisch hat sich natürlich ebenfalls einiges getan. Die Scheinwerferpartie ist nach oben und in die Breite gezogen, der Ford-typische Trapez-Kühlergrill hält dominant Einzug. Bei der Heckgestaltung blieben als Designmerkmal die um die Seite herumgezogenen Rückleuchten erhalten. Beim Innenraum verspricht Ford nicht nur spürbar bessere Platzverhältnisse im Vergleich zum Vorgänger, der neue Explorer soll auch deutlich leiser sein. Außergewöhnlich ist der hochkant montierte 10,1-Zoll-Bildschirm des optionalen Multimedia-Systems. Gegen Aufpreis ist auch eine volldigitale Instrumententafel verfügbar.

Auf zwei neue Assistenzsysteme ist Ford besonders stolz: Der neue Einpark-Assistent (gegen Aufpreis) übernimmt auf Knopfdruck das komplette Parkmanöver. Er lenkt nicht nur, er wählt auch automatisch Vorwärts- und Rückwärtsgang und bedient Gas und Bremse. Das „Active Park Assist 2.0“ getaufte Feature wird von einem neuen „ Terrain Management System“ ergänzt, das per Wahlschalter sieben verschiedene Fahrprogramme, unter anderem für Geländefahrt, Anhängerbetrieb oder winterliche Straßenverhältnisse bereit hält.

Ford Explorer 2020 mit Smartphone-Steuerung

Die Generation Smartphone wird ein anderes Detail mögen: Alle Ford Explorer werden mit „FordPass Connect“ ausgestattet, mit dem sich ein LTE-Hotspot für bis zu zehn Geräte einrichten lässt. Zusätzlich ermöglicht FordPass Connect, den Explorer per Handy zu orten, die Schließanlage zu betätigen und den Motor fernzustarten. Außerdem lassen sich mit der entsprechenden App auf dem Smartphone die wichtigsten Diagnosedaten des Fahrzeugs abrufen. Und einmal drin, darf auch fleißig geladen werden. Ein kontaktloses Ladepad, vier USB-Schnittstellen (inklusive USB-C), drei 12-Volt- und eine 110-Volt-Steckdose dürften auch für eine Großfamilie auf weiter Reise genügen.

Für die Rücksitze steht gegen Aufpreis das „PowerFold“-System zur Verfügung, mit dem sich die hintere Sitzlandschaft elektrisch umlegen lässt. Rund 25 Kubikmeter Ladevolumen verspricht Ford bei komplett flachgelegten Sitzen, 2,13 Meter lang ist dann die nutzbare Ladefläche.

Wie schon beim aktuellen Modell ist auch der neue Explorer als Polizei-Auto vorgesehen. Die Michigan State Police durfte bereits den neuen Explorer als Police Interceptor Utility testen und konstatierte, dass der SUV schneller sei, als alle anderen Polizei-Autos am Markt.

Ford Explorer 2020: Preise

Die Markteinführung in den USA plant Ford im Spätsommer 2019. Preise wurden noch keine genannt, allerdings eine Hausnummer: Das Basismodell mit Heckantrieb und 2,3-Liter-Motor soll um rund 400 US-Dollar über dem aktuellen Modell liegen, das vor Steuern bei 32.365 Dollar startet. Nach Deutschland kommt der neue Ford Explorer auch weiterhin nur über freie Importeure, Ford Deutschland hatte das Modell mit Ablösung der zweiten Generation im Jahr 2001 aus dem Programm genommen.

Quelle: 2019 Motor-Presse Stuttgart
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