Ford Police Interceptor (2019)

01/2019, 2020 Ford Police Interceptor
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01/2019, 2020 Ford Police Interceptor

© Ford
08.01.2019 - 08:02 Uhr von Thomas Harloff

Ford ist die Nummer eins in den USA, wenn es um Polizeiautos geht. Jetzt präsentiert der Hersteller die Neuauflage des Police Interceptors auf Basis des Explorers. Das neue Modell soll den Beruf des Polizisten sicherer machen und Steuergeld sparen.

Die amerikanischen Polizeibehörden sind sehr treue Ford-Kunden. Dem Autohersteller zufolge stammten 2017 fast zwei Drittel aller in den USA verkauften Polizeiautos von Ford. Das Rückgrat der Blaulicht-Palette bildet der Police Interceptor, dessen neue Generation – das Modelljahr 2020 – im Laufe des Jahres 2019 auf den Markt kommt. Er basiert auf dem neuen Explorer, der wahrscheinlich in Kürze auf der Detroit Motor Show debütiert.

Entwicklungsziel Nummer eins: Sparsamkeit

Ford bietet drei Motoroptionen für das Polizei-SUV an, die alle an eine Zehn-Gang-Automatik gekoppelt sind. Optional sind ein Dreiliter-Turbo-V6 und ein 3,3-Liter-V6-Benziner erhältlich. Standard ist ein Hybridantrieb bestehend aus einem 3,3-Liter-V6 und einer Lithium-Ionen-Batterie. Der Hybrid-Interceptor soll nicht schneller sein als die normalen benzinbetriebenen Einsatzfahrzeuge, was mehrere US-Polizeieinheiten schon ausgiebig getestet haben. Er soll den Steuerzahler auch Geld sparen, weil sie weniger Sprit verbraucht.

Und zwar vor allem dann, wenn sich das Auto zwar in Einsätzen befindet, aber nicht bewegt. Bisher musste der Verbrennungsmotor dann immer weiterlaufen, schließlich müssen Lichtanlage, Funk, Computer und die andere elektronische Ausstattung in Betrieb bleiben. All das wird nun vom Lithium-Ionen-Akku mit Strom versorgt, weshalb der Motor länger ausgeschaltet bleiben kann. Insgesamt nennt Ford einen Minderverbrauch von 41 Prozent gegenüber dem Vorgängermodell mit 3,7-Liter-Benzinmotor, weshalb jedes Auto pro Jahr 3.500 bis 5.700 Dollar an Spritkosten sparen soll.

Umfeldüberwachung und stichsichere Sitze

Ford verspricht, dass der Hybrid-Antriebsstrang nicht zu Lasten der Praktikabilität geht. Da der Police Intercepter um die Batterie herum entwickelt wurde, soll es keine Abstriche in Sachen Platzangebot und Kofferraumvolumen geben. Beides soll sogar über den Werten des Vorgängermodells liegen.

Ansonsten ging es Ford vor allem darum, die Polizisten bestmöglich zu schützen. Beispielsweise mit dem Police Perimeter Alert. Sensoren überwachen dabei das Umfeld des Autos und leiten Maßnahmen ein, wenn sie eine Bedrohung erkennen. So schaltet das System die Rückfahrkamera ein, lässt die Sirene ertönen und schließt die Fenster sowie die Türen. Die Rückseiten der Vordersitze sind mit Platten bestückt, damit aus dem Fond nicht hindurchgestochen werden kann. Außerdem soll der Police Interceptor besonders crashsicher sein.

Permanenter Allradantrieb, Wattiefe bis 46 Zentimeter

Hinzu kommen elektronische Assistenzsysteme wie der Notbremsassistent mit Kollisionwarner samt Fußgängererkennung. Permanenter Allradantrieb ist ebenso an Bord wie verschiedene Fahrmodi, zu denen auch eine Schnee- und Sand-Abstimmung gehören. Das Kühlsystem ist besonders effizient, das Bremssystem verstärkt und die Räder sind so konstruiert, dass sie auch harte Verfolgungsjagden überstehen. Und falls es mal durch feuchte Gebiete geht: Die Wattiefe bei 24 km/h beträgt knapp 46 Zentimeter, bei 64 km/h sind es noch gut 25 Zentimeter.

Quelle: 2019 Motor-Presse Stuttgart
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