Ford Puma (2020) Preise, Daten, Bilder

Ford Puma: Anfang 2020 kommt der Puma auf den Markt kommen und
will vor allem mit seinem innovativen Kofferraum-Design
überzeugen.
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Ford Puma: Anfang 2020 kommt der Puma auf den Markt kommen und will vor allem mit seinem innovativen Kofferraum-Design überzeugen.

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Mit dem Puma bringt Ford Anfang 2020 einen Crossover auf Fiesta-Basis. Der Kleinwagen im SUV-Stil tritt gegen VW T-Cross und Renault Captur an und soll mit praktischen Kofferraum-Ideen überzeugen.

Anfang 2020 lässt Ford seinen komplett neuen kompakten Crossover Puma auf die Straße rollen. Puma hieß ein kleines Coupé auf Fiesta-Basis, das Ford von 1997 bis 2001 baute. Der neue Puma ist 4,19 Meter lang, 1,93 Meter breit und mit 1,54 Meter rund 20 Zentimeter höher als der Namensvetter aus den 90ern. Während heute kaum noch jemand kleine Coupés kauft – und auch kaum noch welche angeboten werden – baut Ford unter dem Namen Puma nun ein Crossover, das gegen Konkurrenten wie Renault Captur, Skoda Kamiq und VW T-Cross antritt. Gebaut wird der Puma im rumänischen Ford-Werk Craiova vom Band laufen. Dort hat Ford 2008 fast 1,5 Milliarden Euro in die Produktionsanlage investiert.

Auch wenn der neue Puma wie sein Namensgeber wieder mit der aktuellen Fiesta-Generation verwandt ist, hat er mit ihm von außen nichts mehr gemein. Der Frontgrill wirkt mächtig, die LED-Frontscheinwerfer sollen an den Supersportler GT erinnern und die Nebelscheinwerfer komplettieren die neu designte Frontansicht. In der Seitenansicht ist auf Sicken oder ähnliches verzichtet worden. Die A-Säule ist auf Höhe der Seitenspiegel für wenige Zentimeter optisch unterbrochen. Die Heckklappe ist sensorgesteuert, die Heckleuchten ebenfalls in LED-Technik gehalten.

Preise ab 23.150 Euro

Die Preise für den neuen Puma beginnen bei 23.150 Euro für den 125-PS-Benziner in der Ausstattungslinie Titanium. Das wird auch die Basis bleiben, günstigere Linien sind aktuell nicht geplant. Über Titanium rangieren Titanium X (ab 25.350 Euro) und die ST Line X (ab 26.900 Euro). Puma mit der ST Line X bekommen 48-Volt-Mildhybrid-Technik – sowohl für den Benziner mit 125 PS, als auch für die stärkere Version mit 155 PS. Der 155-PS-Benziner kostet 28.400 Euro. Später soll mit der ST Line eine Ausstattungslinie zwischen Titanium und ST Line X folgen. Bestellbar ist der Puma ab sofort, die Auslieferungen beginnen im ersten Quartal 2020, also spätestens im März.

48 Volt-Mild-Hybrid mit 125 PS

Unter der geschwungenen Motorhaube kommt anfangs ein 1,0 Liter großer Ecoboost-Dreizylinder zum Einsatz. Von dem Benziner stehen zwei Leistungsstufen mit 125 PS und 155 PS zur Wahl. Beide Varianten sind mit Zylinderabschaltung ausgerüstet. Die Motoren der ST Line X verfügen über einen Mildhybridantrieb mit 48-Volt-Technologie. Ein riemengetriebener Startergenerator mit einer Leistung von 16 PS unterstützt bei niedrigen Drehzahlen mit zusätzlichem Drehmoment. Gleichzeitig fungiert der Generator als Start-Stopp-System. Bereits beim Ausrollen ab Geschwindigkeiten unter 15 km/h schaltet es den Motor aus, selbst dann, wenn noch ein Gang eingelegt ist – und reaktiviert den Verbrenner innerhalb von 300 Millisekunden. Mitte 2020 ergänzt Ford das Motorenangebot um einen 1,5 Liter großen und 120 PS starken Vierzylinder-Turbodieselmotor. Ein Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe für den 125-PS-Benziner folgt „ ebenfalls zu einem späteren Zeitpunkt“, erklärt Ford in einer Pressemeldung.

Da der Puma zu den agilsten innerhalb seines Wettbewerbsumfeldes gehören soll, bekommt er neben einer straff abgestimmten Verbundlenker-Hinterachse gegenüber dem Fiesta größer dimensionierte Stoßdämpfer, steifere Fahrwerkslager und optimierte obere Anlenkpunkte.

Zehn Außenfarben und ein innovativer Kofferraum

Im Innenraum kann der Puma seine Nähe zum Schwestermodell Fiesta nicht verbergen. Bei ST Line und ST Line X ist ein 12,3-Zoll-Instrumentendisplay serienmäßig. Für Titanium und Titanium X kann es gegen Aufpreis bestellt werden. Von Beginn an bietet Ford den Puma in den drei Ausstattungsvarianten Titanium, Titanium X und ST-Line X an. Ab Februar 2020 folgt die Ausstattungsvariante ST-Line. Insgesamt steht der Puma in zehn Karosserie-Farben zur Wahl (Blazer-Blau, Frost-Weiß, Race-Rot, Mineral-Silber, Obsidian-Schwarz, Lucid-Rot, Fancy-Grau, Dynamic-Blau, Magnetic-Grau und Metropolis-Weiß). In der Ausstattungslinie Titanium X sind die Bezüge aller Sitze dank integrierter Reißverschlüsse abzieh- und waschbar.

Serienmäßig haben alle Pumat die Ford MegaBox mit Wasser-Ablaufschraube. Das flexibel nutzbare und aus Kunststoff bestehende Unterflurfach fasst bis zu 80 Liter und lässt sich einfach mit Wasser reinigen, welches anschließend per Ablaufschraube abgelassen werden kann. Der darüber liegende Ladeboden besteht zu 100 Prozent aus recyceltem Papier und einem wasserbasierten Klebestoff. Mithilfe dieses, in Wabenstruktur gefertigten Ladebodens, stehen dem Fahrer drei Laderaum-Optionen zur Verfügung. Die höhere Position ermöglicht die Nutzung der Ford MegaBox und bildet zugleich eine ebene Ladefläche. In der untersten Einstellung lässt sich das Stauvolumen maximieren. Die dritte Option ist das Entfernen des flexiblen Ladebodens, beziehungsweise das Verstauen hinter den Rücklehnen. So bietet der neue Puma das maximale Stauvolumen von bis zu 456 Litern.

Geisterfahrer-Warner an Bord

Erstmals in einem seiner B-Segment-Modelle bietet Ford eine Rückfahrkamera mit Split-View-Technologie an. Mit ihrer Hilfe sollen Fußgänger, Radfahrer und andere Objekte hinter dem Fahrzeug noch besser zu erkennen sein. Hinzu kommt der Toter-Winkel-Assistent mit Cross-Traffic-Alert. Der Stau-Assistent bremst das Fahrzeug, wenn notwendig, sanft bis zum Stand herunter und lässt es bis zum zuvor eingestellten Tempo wieder anfahren. Dauert der Halt länger als drei Sekunden genügt ein Druck auf einen Knopf am Multifunktionslenkrad oder das Betätigen des Gaspedals.

Dank des aktiven Park-Assistenten erfährt der Fahrer des Puma sowohl bei der Parklückensuche, als auch beim Ein- und Ausparken Unterstützung. Neben dem Ausweich-Assistenten, der bei Stadt- und Landstraßentempo langsamere oder stehende Fahrzeuge erkennt und durch gezielte Lenkimpulse dabei hilft, ein Ausweichmanöver einzuleiten, ist eine Falschfahrer-Warnfunktion an Bord. Über die Frontkamera und mittels Informationen des Navigationssystems erkennt das Fahrzeug, wenn Einfahrts-Verbotsschilder übersehen wurden und der Fahrer somit als Geisterfahrer gilt. Für eine erweiterte Sicherheit sorgt das Cloud-System im Puma, auf dem lokale Gefahrenhinweise eingehen.

Aus der Ferne den Motor starten

Gefahrenhinweise, die zum geeigneten Zeitpunkt unter anderem auf der 12,3 Zoll großen Instrumententafel angezeigt werden. Die digitale Anzeige ist individualisierbar und gehört in den Ausstattungsversionen ST-Line und ST-Line X zum Serienumfang, ist in den Ausstattungen Titanium und Titanium X optional erhältlich. Für alle Versionen serienmäßig ist das FordPass Connect-Modem installiert, das für bis zu zehn mobile Endgeräte einen WLAN-Hotspot bilden kann. Gleichzeitig bietet die FordPass App Fernbedienungsfunktionen wie den Check der Tankfüllung und des Ölstands sowie das Ver- und Entriegeln oder die Ortung des Fahrzeugs. Ist das Sieben-Gang-Doppelkupplungsgetriebe vorhanden, lässt sich per Fernbedienung der Motor starten.

Puma: Sportcoupé von 1997 bis 2001

Rückblick: Der erste Puma (1997 bis 2001) wurde von Ford in Köln gebaut und entwickelt. Als Antrieb diente dem kleinen Zweitürer eine überschaubare Motorenpalette von 1,4 Liter-Motoren mit 90 PS über einen 103 PS starken 1,6 Liter bis hin zum 1,7-Liter mit 125 PS. Letzterer war der erste Motor von Ford mit variabler Nockenwellensteuerung in Europa. Übrigens: Die Markenrechte kaufte Ford 1995 vom gleichnamigen brasilianischen Sportwagenbauer, der Fahrzeuge auf DKW-, VW- und GM-Basis baute.

Quelle: 2019 Motor-Presse Stuttgart
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