Ford Ranger Raptor Pickup 2019

Ford Ranger Raptor Pickup
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Ford Ranger Raptor Pickup

© Ford
11.09.2018 - 08:50 Uhr von Torsten Seibt

Ford hat den beliebten Ranger-Pickup zum Offroad-Raptor umgebaut. Mit an Bord des Kampfgerätes: Ein neuer Biturbo-Diesel mit 213 PS. Die schärfste Neuigkeit ist jedoch: Das Power-Gerät kommt ganz offiziell nach Deutschland. Premiere feiert er auf der Nutzfahrzeug-IAA.

Fans der Ford Pickups kennen den Namen Raptor seit vielen Jahren. Mit diesem Titel schmückt sich seit 2010 die brutalisierte Version des großen F-150, die über freie Importeure auch vereinzelt nach Europa findet. Kernelement des Raptor ist neben der gewaltigen Motorpower vor allem das von den kalifornischen Wüstenrennen geprägte Fahrwerk, mit dem der eigentlich eher gemächliche Kleinlaster mit ziemlicher Vehemenz durch die Botanik geworfen werden kann.

Ford Ranger Raptor Weltpremiere

Im Februar 2018 hatte Ford erstmals auch eine Raptor-Variante des kleineren Ranger vorgestellt. Wie beim großen Vorbild dreht sich hier vornehmlich alles ums Fahrwerk. Und das hat es tatsächlich in sich, denn für die Raptor-Version wurde sogar der Leiterrahmen umkonstruiert. Grund dafür ist die erstmals bei einem Ford Ranger eingesetzte hintere Schraubenfederung. Wo das bei uns bekannte Serienmodell rustikale Blattfedern verwendet, ist die hintere Starrachse beim Ranger Raptor über ein aufwändiges Wattgestänge geführt und wird von Schraubenfedern sowie hochwertigen Fox-Stoßdämpfern gebändigt. Ebenfalls von Fox sind die Dämpfereinheiten der vorderen Federbeine. Fox Racing baut diese Dämpfer exklusiv für den Ranger Raptor.

Mit Spurverbreiterungen und den großen Offroadreifen (BF Goodrich in 285/70-17) wächst der Ford Ranger Raptor auf rund 1,9 Meter Höhe und 2,18 Meter Breite, die Bodenfreiheit liegt bei sportlichen 28,3 Zentimeter. Im Gegensatz zu modernen SUV ist der Unterfahrschutz keine Show und auch nicht aus Plastik, sondern aus 2,3 Millimeter dickem, hochfesten Stahl. Der komplette dreiteilige Unterfahrschutz bedeckt von der Front über den Motor bis zum Getriebe alle empfindlichen Aggregate.

Zweiliter-Biturbo mit 213 PS

Ford spendiert dem Ranger Raptor außerdem anwählbare Offroad-Fahrprogremme, die sich je nach Einstellung auf Traktionskontrolle und Motor-Ansprechverhalten auswirken. Und auch unter der Haube hat sich etwas getan. Während der Ranger in Europa mit einem 2,2-Liter Vierzylinder und einem 3,2-Liter Fünfzylinder-Diesel im Angebot ist, zeigte sich der zunächst in Bangkok präsentierte Raptor mit einem neuen Biturbo-Aggregat. Den Zweiliter-Vierzylinder mit 213 PS und 500 Newtonmeter kennen wir unter anderem aus dem Ford Edge. Im Ranger Raptor ist er mit einem zehnstufigen Automatikgetriebe kombiniert.

Die beste Nachricht kommt zum Schluss: Wie Ford anlässlich der Spielemesse „Gamescom“ bekannt gegeben hat, wird auch eine Linkslenker-Version nach Deutschland kommen. Seine Premiere wird der raptor auf der Nutzfahrzeug-IAA in Hannover feiern. Mitte 2019 soll es soweit sein, dann ist der Ford Ranger Raptor ganz offiziell beim Ford-Vertragshändler zu haben. Preise gibt es natürlich noch nicht, doch angesichts der exklusiven Fahrwerkstechnik dürften mindestens 10.000 Euro Aufpreis gegenüber einem vergleichbar ausgestatteten Serien-Ranger realistisch sein. Interessant wird auch, ob der neue Zweilitermotor in die regulären Ranger-Modelle einzieht (was vermutet werden darf). Der Ford Ranger ist seit mehreren Jahren der meistverkaufte Pickup in Deutschland.

Quelle: 2018 Motor-Presse Stuttgart
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