Ford Transit Weltpremiere auf der IAA Nutzfahrzeuge

Ford Transit Modelljahr 2019 Weltpremiere auf der IAA
Nutzfahrzeuge 2018
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Ford Transit Modelljahr 2019 Weltpremiere auf der IAA Nutzfahrzeuge 2018

© Ford
20.09.2018 - 11:37 Uhr von Torsten Seibt

Auf der IAA Nutzfahrzeuge 2018 feiert der neue Ford Transit Weltpremiere. Erstmals in seinem Segment gibt es den Transporter künftig auch mit einem Hybrid-Motor. Dazu kommt eine neue 185-PS-Topversion und eine Zehngang-Automatik.

Der Ford Transit zählt zu den Kastenwagen-Urgesteinen, blickt auf über 50 Jahre Geschichte zurück. 2019 kommt nun die nächste Generation des Transporters mit zahlreichen Neuerungen, einem (Mild-)Hybrid-Diesel und einer Vielzahl an Sicherheits-Assistenzsystemen. Fahrspurassistent, ein Pre-Collision-Assist mit Fußgängererkennung sowie der Geschwindigkeitsbegrenzer mit Verkehrsschilderkennung gehören dazu. Den Totwinkel-Assistent sowie dessen Querverkehrswarnung (wichtig beim rückwärts rangieren) hat Ford um eine sinnvolle Anhängerfunktion erweitert. Diese Funktion kann andere Verkehrsteilnehmer seitlich neben oder hinter dem Transit über eine Länge von bis zu zehn Meter erkennen, da das System die Überwachung des Toten Winkels auf den Anhänger ausdehnt.

Zu erkennen ist die neue Generation an einem größeren Kühlergrill und geglätteten Flächen an der Frontpartie. Je nach Ausstattungslevel ist Bi-Xenon und LED-Tagfahrlicht serienmäßig an Bord. Das Cockpit wurde ebenfalls runderneuert. Größere Ablagen, neue ergonomischere Sitze mit neuen robusteren Bezügen und vor allem die komplett neue Armaturenlandschaft stehen hier auf dem Programm. So verabschiedet sich nun auch der Transit von der oft kritisierten, mit Knöpfen überfrachteten Bedienung sowie dem kleinen, höhlenartig versenkten Multimediabildschirm. Ein neues Multifunktionslenkrad gehört ebenfalls zur Renovierung.

Ford Transit (2019) mit bis zu 185 PS

Bei den Motoren (ab 105 PS) kommt nun eine vierte Variante mit 185 PS Leistung als Spitzenmotorisierung hinzu. Bei allen Maschinen soll eine geänderte Turbolader-Geometrie den Drehmomentverlauf verbessert haben. Ab 2020 soll außerdem eine Zehnstufen-Automatik für die Modelle mit Heckantrieb verfügbar sein. Der Einspritzdruck der EcoBlue-Motoren wurde auf 2.200 bar erhöht. Hinzu kommen neue Stahlkolben mit schlankeren Kolbenschäften und neue Bauweisen zur innermotorischen Reibungsreduzierung. Die Ölpumpe wird bedarfsgerecht angesteuert, die Servolenkung auf elektrische Unterstützung umgestellt. Zusätzlich sind alle Modelle künftig mit Start-Stopp-System ausgestattet. Insgesamt beziffert Ford die Verbrauchsersparnis gegenüber der Vorgängergeneration mit durchschnittlich sieben Prozent.

Noch keine näheren Angaben zu Leistung und Verbrauch gibt es beim angekündigten Mildhybrid-Motor, auch zur Verfügbarkeit gibt es noch keine Infos. Die Technik ist aus anderen derartigen Aggregaten bekannt, in einem 48-Volt-Teilnetz mit kleiner Pufferbatterie wird ein riemengetriebener Anlassergenerator eingesetzt, der zusätzlichen Schub generieren und im Schiebebetrieb Energie gewinnen kann. Erhalten bleibt dagegen die Wahlfreiheit bei den Antriebsarten, je nach Bedarf gibt es den Ford Transit auch künftig mit Front-, Heck- und Allradantrieb. Fünf Radstände, drei Dachhöhen und die diversen Bauformen vom Fahrgestell über den Kastenwagen bis zum Pritschen-Lkw summieren sich laut Ford auf über 450 Varianten.

Gebaut wird der neue Ford Transit in der Türkei im Ford-Werk Kocaeli, einem Joint-Venture-Unternehmen mit dem türkischen Hersteller Otosan. Dort soll die jährliche Produktionskapazität künftig um 40.000 auf 330.000 Einheiten ausgeweitet werden. Bei Ford-Otosan läuft auch der kleinere Transit Custom vom Band. Der neue Ford Transit soll Mitte 2019 in Deutschland Verkaufsstart haben, Preise wurden noch keine genannt.

Quelle: 2018 Motor-Presse Stuttgart
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