Die Ford-Neuheiten bis 2020

Technische Daten und die Optik stehen noch nicht fest. Weil auch
der Ranger bis 2020 erneuert wird, ...
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Technische Daten und die Optik stehen noch nicht fest. Weil auch der Ranger bis 2020 erneuert wird, ...

© Ford Bronco Concept
14.12.2018 - 07:30 Uhr von Holger Wittich

Ford hat in den kommenden Jahren einige spannende Neuheiten im Köcher, mit denen die gesamte Produktbandbreite angedeckt wird: SUV, Hardcore-Sportwagen, Sport-Kompakte, Familienautos und Legenden. Ein Überblick.

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Ford überarbeitet seine Modellstrategie derzeit radikal. Die Weltauto-Strategie unter dem Motto „One Ford“ von Alan Mulally 2006 ausgerufen, steht vor dem Ende. In deren Rahmen wurde die Anzahl der Plattformen von 30 auf neun reduziert, die Einkaufskosten drastisch heruntergefahren und zahlreiche Modelle neu auch in Europa angeboten. Weltweit hatte Ford damit Erfolg, in den einzelnen Märkten jedoch weniger, wie Ford-Entwicklungsvorstand Hau Thai-Tang unlängst in einer Pressekonferenz in New York erklärte. „One Ford war nicht falsch, wir bauen darauf auf und entwickeln uns weiter“, so Thai-Tang.

Entsprechend muss der Konzern seine aktuelle Modellpalette auf die jeweiligen Märkte zuschneiden und im gleichen Zuge Kosten sparen. Zentrale Maßnahme ist die weitere Reduzierung auf nur noch fünf Plattformen:

  • Selbsttragendes Chassis für Nutzfahrzeug (Vans)
  • Selbsttragendes Chassis für Frontantrieb mit Allrad-Option (Kompakt bis Mittelklasse)
  • Selbsttragendes Chassis für Elektroautos
  • Selbsttragendes Chassis für Heckantrieb oder Allrad
  • Leiterrahmen-Plattform mit Heck- oder Allradantrieb (u.a. Pickup-Trucks, große SUV)

Ford Mach 1 als erstes E-Auto von Ford

Und hier hat Ford einiges in Petto: 2020 soll ein voll-elektrischer Crossover mit dem bisherigen Arbeitstitel Mach 1 (mit CX430 kursiert aktuell ein weiterer Arbeitstitel, der jedoch nicht für dieses Fahrzeug gilt) auf den Markt kommen. Ein erstes Teaser-Video zeigt einen Ford Explorer sowie einen Ford Mustang gemeinsam in eine Garage fahren und durch einen Blitzschlag zu einem nicht sichtbaren Zukunftsmobil verschmelzen. ABER: Anders als lange vermutet wird der Stromer nicht auf der Mustang-Plattform, sondern auf der neue Plattform für Elektromodelle.

Dass der Mach 1 dennoch etwas vom Mustang mitbekommt, scheint aber im Lastenheft fest verankert. So verrät Jim Farley (Executive Vice President and President, Global Markets) über das Design des EV: „Eine schlanke Silhouette, null Emissionen, vier Türen und die rebellische Seele eines Mustangs.“ Warum alle Welt lange Zeit dachte, dass der Neuling auf der Mustang-Plattform aufbauen wird, liegt zu großen Teilen an den knappen Heißmacher-Informationen von Jim Farley (Executive Vice President and President, Global Markets), der im Januar meinte: „Was wäre, wenn man das…”, bezugnehmend auf einen satten V8-Sound, “… mit den Beschleunigungswerten eines E-Fahrzeugs kombinieren würde?„ Doch beim Mach 1 soll es nicht bleiben. Bis 2022 will Ford 16 weitere Elektromodelle weltweit anbieten, dazu 24 Hybrid-Fahrzeuge.

Eines davon soll der Ford Mustang werden, zu dem es aber in der Hybridversion noch keine Angaben gibt. Vermutlich wird hier ein Vierzylinder mit einem E-Motor gepaart. In Summe soll der Hybrid dem V8-Verbrenner in Sachen Leistung das Wasser reichen können. Einen möglichen Ausblick auf den Mustang-Hybrid gab ein Ford-Werbevideo in dem ein Mustang mit verschlossenem Kühlergrill und beleuchtetem Pony auftauchte. Der Hybrid-Mustang soll anfangs nur in den USA zu haben sein.

Der Ford Bronco kehrt zurück – nicht alleine

2020 wird Ford den Bronco wieder auflegen und den legendären SUV auch in Europa anbieten. Er wird als ein kompromissloser Geländegänger mit Allradantrieb an den Start gehen und auf der neuen Ford Ranger-Leiterrahmen-Plattform basieren. Der Pickup wird 2020 ebenfalls neu aufgelegt. Aber auch dem Jeep Renegade will Ford etwas entgegen setzten und kündigt schon für 2019 die Präsentation eines kleinen SUV an. 2020 wird der als Baby-Bronco titulierte Kompakt-SUV an den Start gehen. Welchen Namen das Modell tragen wird, steht nicht fest. Zunächst hatte sich Ford die beiden Namen "Maverick" und "Timberline" schützen lassen, diese aber für verschiedene Märkte bereits wieder verworfen. Favorit ist aktuell der Name "Puma", den sich Ford hat neu schützen lassen. Fix ist indes: Der Ford Timberline“ oder Ford „Maverick“ basiert auf der neuen modularen Frontantriebsplattform des Ford Focus. Optional ist in dem Retro-SUV auch Allrad möglich. Das Modell könnte in Europa den wenig erfolgreichen Ecosport ablösen.

Quelle: 2018 Motor-Presse Stuttgart
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