Fraunhofer ISE auf der IAA

9/2019, Fraunhofer ISE
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9/2019, Fraunhofer ISE

 © Fraunhofer ISE

Das Fraunhofer Institut für solare Energie hat ein Panoramadach mit effizienteren Solarzellen entwickelt, dass sich farbig gestalten lässt. Das bietet den Auto-Designern neue Gestaltungsmöglichkeiten.

Solarzellen auf der Karosserieoberfläche eines elektrifizierten oder elektrisch fahrenden Autos können helfen, die Reichweite zu verlängern. Mit der Sonnenenergie können Verbraucher an Bord betrieben oder auch die Fahrbatterie direkt mit Strom versorgt werden. Ein aktuelles Beispiel ist der Toyota Prius Plug-in-Hybrid, den es in einer Variante mit Solardach gibt. Das Münchner Startup Sono Motors spricht bei seinem geplanten Sion gar von einem Solarauto. Je nach Wetterbedingungen sollen die Solarzellen auf dem Kompaktauto Strom für bis zu 34 Kilometer Reichweite pro Tag generieren.

Den Sono Sion wird es nur in schwarz geben, damit fallen die großflächig aufgebrachten Solarpaneele nicht weiter auf. Für die diskretere Verwendung der Zellen ist eine farbliche Anpassung notwendig. Ein solches Konzept stellt das Fraunhofer-Institut für solare Energiesysteme (Fraunhofer ISE) auf der IAA vor.

10 Kilometer mehr Reichweite pro Tag

Mit einer überlappenden Anordnung der einzelnen Siliciumsolarzellen sollen die Paneele effizienter sein als bisher verwendete Bauteile, da keine inaktiven Flächen durch freie Räume zwischen einzelnen Zellen entstehen. Die Zellenmatrix soll zwischen die Gläser eines beliebig gewölbten Panorama-Autodachs laminiert werden können. Außerdem ist eine Farbbeschichtung möglich. Damit könnte man das Dach zum Beispiel in der Wagenfarbe des Autos ausführen.

Die integrierten Solarzellen sollen, den Angaben von Fraunhofer ISE zufolge, eine Leistung von circa 210 Watt pro Quadratmeter haben. An einem sonnigen Tag ließen sich damit um die zehn Kilometer Reichweite generieren. Auch dieser Wert gilt, wie die 34 Kilometer des Sono Sion, natürlich nur für optimale Sonnenbedingungen.

Quelle: 2019 Motor-Presse Stuttgart
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