Hyundai 45 EV Concept

Hyundai 45, IAA 2019
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Hyundai 45, IAA 2019

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Und es zitiert gleichzeitig die Vergangenheit: Für den elektrisch angetriebenen Hyundai 45 EV Concept stand eine Konzeptstudie Pony Coupé von 1974 Pate.

Auch Hyundai arbeitet intensiv am Thema Elektroauto. Zukünftige Modelle mit Elektroantrieb sollen sich dabei formal deutlich von den konventionell angetriebenen Baureihen abheben. Wie die Designline der kommenden E-Modelle aussehen könnte, zeigen die Koreaner auf der IAA mit der Studie 45 EV Concept, die sich an der Hyundai Design-Sprache „Sensuous Sportiness“ orientiert. Unter dem Strich soll der neue Look innovative Technik und Emotionalität kombinieren.

Schmale Fenster, glattflächige Flanken

Der Hyundai 45 EV Concept präsentiert eine Heckansicht mit breit ausgestellten Radläufen und einem bis zum Heckabschluss reichenden Dachbogen, der am oberen Ende in einen Spoiler mündet. Unter dem Heckbürzel platzieren die Koreaner U-förmige Rückleuchten an beiden Enden des durchgängigen LED-Bandes. Der Stoßfänger darunter ist abgesetzt und läuft zur Mitte spitz zu. Die Überhänge fallen sehr kurz aus.

Seitlich betrachtet präsentiert der Hyundai 45 EV Concept ein extrem eckiges Fastback-Design. Das Greenhouse zeichnet sich durch relativ schmale Fensterflächen aus, die sich nach hinten sogar verjüngen. Die Radläufe sind mit schwarzem Plastik beplankt. Außerdem zeigt sich die Studie mit sehr glattflächiger Flanke, an der sich eine Z-förmige Charakterlinie von oben nach unten zieht. Das vordere Ende des Autos zieht sich weit nach oben, sodass die Frontpartie Richtung A-Säule nur sanft ansteigt. Außerdem offenbaren sich recht tief geschüsselte Felgen mit sehr filigranem Design. Die LEDs unten am Schweller signalisieren dem Fahrer übrigens, wie gut die Batterie gefüllt ist.

Das Vorbild: Hyundai Pony Coupé Concept von 1974

Die U-förmigen Leuchten von hinten finden sich vorne wieder. Auch das durchgängige LED-Band, der spitz zur Mitte zulaufende Stoßfänger und das seitliche Z-Motiv lassen sich hier wiedererkennen.

Wer sich in der Seitenansicht an den ersten Lancia Delta aus den Siebzigerjahren erinnert fühlt, liegt einerseits nicht ganz falsch – und doch ziemlich weit weg. Hyundai nennt das Pony Coupé als Vorbild – eine Konzeptstudie aus dem Jahr 1974. Darauf spielt auch die „45“ im Namen an; es ist schließlich 45 Jahre her, dass dieses Auto vorgestellt wurde. Außerdem haben die Hyundai-Designer der Studie viele 45-Grad-Winkel in die Karosserie geschnitten, um auf dieses Jubiläum Bezug zu nehmen.

Elektrisch und ein bisschen autonom

Bei der Gestaltung des Interieurs hat sich Hyundai von minimalistisch eingerichteten Wohnzimmern und von Möbeldesigns inspirieren lassen. Holz, Stoff und Leder sollen eine warme Atmosphäre verbreiten. Von ganz links bis weit über die Fahrzeugmitte hinaus erstreckt sich ein breitformatiges Display, das in mehrere Informationssegmente aufgeteilt ist. Auf dem Armaturenbrett gibt es zudem eine „Projektions-Beam-Schnittstelle“, über die der Beifahrer mit dem Infotainmentsystem interagieren kann. Außerdem gibt es drehbare Vordersitze.

Das führt auch zur Technik des Hyundai 45 EV Concept, der bis zu einem gewissen Grad autonom fahren soll. Nähere Informationen dazu bleibt Hyundai bislang schuldig, außer dass rund um das Auto verteilte Kameras diverse Anwendungen ermöglichen. Auch zum vollelektrischen Antriebsstrang gibt es bislang keine Detailinformationen. Nur so viel, dass die Batterien im Unterboden und die Motoren außerhalb des Fahrgastraumes angeordnet sind. Statt klassischer Außenspiegel kommen zurückschauende Kameras zum Einsatz, die sich selber reinigen, indem die auf einem drehbaren Modul installierte Linse an einer Bürste entlang geführt wird.

Bereits im Juli hatte Hyundai eine neue Elektroplattform angekündigt, auf der ab 2020 erste Fahrzeuge entstehen sollen. Man darf gespannt sein, wie viel vom 45 EV Concept sich in den künftigen Serienautos wiederfindet.

Quelle: 2019 Motor-Presse Stuttgart
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