Hyundai Santa Cruz Concept

Mehr Nische geht nicht: Hyundai überrascht auf der Detroit
Motorshow 2015 mit einem scharf gestylten
Kompakt-SUV-Pickup-Zwitter. 2018 soll der in Serie gehen.
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Mehr Nische geht nicht: Hyundai überrascht auf der Detroit Motorshow 2015 mit einem scharf gestylten Kompakt-SUV-Pickup-Zwitter. 2018 soll der in Serie gehen.

© Newspress USA
06.12.2018 - 10:38 Uhr von Torsten Seibt

Mehr Nische geht nicht: Hyundai überraschte auf der Detroit Motorshow 2015 mit einem scharf gestylten Kompakt-SUV-Pickup-Zwitter – der Santa Cruz würde auch nach Europa passen. In den USA soll er 2020 kommen.

Geschichte wiederholt sich: die Idee, aus einem normalen Pkw einen Pickup mit offener Ladefläche zu machen, ist alles andere als taufrisch und begann auch lange vor dem Chevrolet El Camino aus den 1960er Jahren, den viele heute als Urvater dieser Art Auto sehen. Die Umformung eines SUV zum Pritschen-Transporter ist ebenso wenig neu, wenn man sich an den Chevrolet Avalanche oder die Subaru-Modelle BRAT und Baja erinnert. All diese genannten Kreationen hatten jedoch eines gemeinsam: einen recht übersichtlichen Verkaufserfolg. Umso mehr überraschte Hyundai auf der North American International Auto Show in Detroit 2015 mit einem neuerlichen Versuch, dieses Thema zu interpretieren.

Hyundai Santa Cruz mit stimmigem Design

Der Hyundai Santa Cruz hat ähnlichen Konzepten jedoch eines voraus: ein stimmiges Design. Statt einem gewöhnlichen Kombi einfach die Heckpartie herauszusägen, ist der Hyundai Santa Cruz wie aus einem Guss geformt. Die geduckte, langgestreckte Silhouette wird durch die hohe Gürtellinie und die übergroßen Reifen optisch noch verstärkt. Mit einem schrägen Dachabschluss zur Heckkante könnte man sich den Hyundai Santa Cruz auch als SUV-Coupé vom Schlage eines BMW X4 vorstellen.

Unterstrichen wird dieser Eindruck von der aggressiven Frontgestaltung mit dem dominanten Kühlergrill, den riesigen Höhlen für die Nebelleuchten und den schmalen, zugekniffen wirkenden Scheinwerfern. Der Hyundai Santa Cruz spielt, auch das ist für eine Premiere in Detroit überraschend, größenmäßig in der Kompakt-SUV-Liga. In den Abmessungen entspricht er in etwa dem Hyundai Tucson.

Hyundai Santa Cruz mit 190 Diesel-PS

Die Detroit-Studie Hyundai Santa Cruz ist mit einem Zweilter-Turbodiesel bestückt, der 190 PS bereitstellt. Trotz der Zweitürer-Optik stehen fünf Sitzplätze parat, wobei es bei voller Besetzung recht kuschelig werden dürfte. Die hinteren Türen öffnen wie bei vielen Anderthalb-Kabiner-Pickups gegenläufig und sind so optisch gut versteckt. Das erlaubt auch den Verzicht auf eine normale B-Säule, stattdessen sind die Fensterflächen der beiden Seitentüren nur durch schmale Leisten getrennt. Um die Ladefläche zu verlängern, lässt sich die Heckklappe als zusätzliche Staufläche benutzen, indem sie während der Fahrt aufgeklappt bleibt.

Santa Cruz geht 2020 in Serie

Der Santa Cruz soll keine Studie bleiben, auch wenn der Name für das Serienmodell noch nicht feststeht. Ursprünglich sollte der Pickup sogar schon als 2019er-Modell in den USA auf den Markt kommen. Als technische Plattform kommt der Hyundai Tucson zum Zuge. Für den US-Markt sind vorerst nur Benzin-Motoren vorgesehen. Später könnte noch ein Vierzylinder-Diesel folgen. In den USA wird der Pickup im Werk in Alabama vom Band rollen. Das Absatzvolumen? Rund 50.000 Exemplare pro Jahr. Die Schwestermarke Kia wird übrigen keinen Pickup anbieten.

Quelle: 2018 Motor-Presse Stuttgart
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