Hyundai Santa Cruz Concept

Hyundai Santa Cruz Crossover Truck concept
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Hyundai Santa Cruz Crossover Truck concept

© Newspress

Mehr Nische geht nicht: Hyundai überraschte auf der Detroit Motor Show 2015 mit einem scharf gestylten Kompakt-SUV-Pickup-Zwitter. Der Santa Cruz würde auch nach Europa passen, kommt aber 2021 erst einmal nur in den USA auf den Markt.

Geschichte wiederholt sich: Die Idee, aus einem normalen Pkw einen Pickup mit offener Ladefläche zu machen, ist alles andere als taufrisch. Sie begann auch lange vor dem Chevrolet El Camino aus den 1960er Jahren, den viele heute als Urvater dieser Art Auto sehen. Die Umformung eines SUV zum Pritschen-Transporter ist ebenso wenig neu, wenn man sich an den Chevrolet Avalanche oder die Subaru-Modelle BRAT und Baja erinnert. All diese genannten Kreationen hatten jedoch eines gemeinsam: einen recht übersichtlichen Verkaufserfolg. Umso mehr überraschte Hyundai auf der North American International Auto Show in Detroit 2015 mit einem neuerlichen Versuch, dieses Thema zu interpretieren.

Hyundai Santa Cruz mit stimmigem Design

Der Hyundai Santa Cruz hat ähnlichen Konzepten jedoch eines voraus: ein stimmiges Design. Statt einem gewöhnlichen Kombi einfach die Heckpartie herauszusägen, ist der Hyundai Santa Cruz wie aus einem Guss geformt. Die geduckte, langgestreckte Silhouette wird durch die hohe Gürtellinie und die übergroßen Reifen optisch noch verstärkt. Mit einem schrägen Dachabschluss zur Heckkante könnte man sich den Hyundai Santa Cruz auch als SUV-Coupé vom Schlage eines BMW X4 vorstellen.

Unterstrichen wird dieser Eindruck von der aggressiven Frontgestaltung mit dem dominanten Kühlergrill, den riesigen Höhlen für die Nebelleuchten und den schmalen, zugekniffen wirkenden Scheinwerfern. Der Hyundai Santa Cruz spielt, auch das ist für eine Premiere in Detroit überraschend, größenmäßig in der Kompakt-SUV-Liga. In den Abmessungen entspricht er in etwa dem Hyundai Tucson.

Santa Cruz geht 2021 in Serie

Die Detroit-Studie Hyundai Santa Cruz war mit einem Zweiliter-Turbodiesel bestückt, der 190 PS bereitstellte. Trotz der Zweitürer-Optik stehen fünf Sitzplätze parat, wobei es bei voller Besetzung recht kuschelig werden dürfte. Die hinteren Türen öffnen wie bei vielen Anderthalb-Kabiner-Pickups gegenläufig und sind so optisch gut versteckt. Das erlaubt auch den Verzicht auf eine normale B-Säule; stattdessen sind die Fensterflächen der beiden Seitentüren nur durch schmale Leisten getrennt. Um die Ladefläche zu verlängern, lässt sich die Heckklappe als zusätzliche Staufläche benutzen, indem sie während der Fahrt aufgeklappt bleibt.

Der Santa Cruz wird keine Studie bleiben und wohl sogar seinen Namen behalten, wenn er 2021 auf den Markt kommt. Als technische Plattform kommt der Hyundai Tucson zum Zuge. Für den US-Markt sind vorerst nur Benzin-Motoren vorgesehen. Später könnte noch ein Vierzylinder-Diesel folgen. In den USA wird der Pickup im Werk in Montgomery, Alabama, vom Band rollen, das extra für 410 Millionen Dollar (gut 370 Millionen Euro) erweitert wird. Außerdem sollen dort 1.200 neue Jobs entstehen – 200 direkt im Werk, die anderen bei Zulieferern und Dienstleistern. Das Absatzvolumen? Rund 50.000 Exemplare pro Jahr. Die Schwestermarke Kia wird übrigens keinen Pickup anbieten.

Quelle: 2019 Motor-Presse Stuttgart
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