Icon 4x4 Ford Bronco Oldtimer

Die kalifornische Oldtimerschmiede Icon 4x4 hat sich zum
Firmenjubiläum den Ford Bronco vorgenommen.
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Die kalifornische Oldtimerschmiede Icon 4x4 hat sich zum Firmenjubiläum den Ford Bronco vorgenommen.

© Icon 4x4 USA
01.07.2018 - 00:00 Uhr von Torsten Seibt

Die US-Firma Icon 4x4 restauriert Oldtimer mit originaler Optik und moderner Technik. Jüngster im Bunde ist der Ford Bronco in der Urform aus dem Jahr 1966. Der hämmert jetzt mit einem 426 PS wie ein wilder Stier durch Kalifornien.

Für Ford war der Bronco ein immens wichtiger Meilenstein in der Markengeschichte. Mitte der 1960er Jahre ging man mit dem kastig designten Zweitürer in direkte Konkurrenz zum damaligen Jeep CJ, es war der erste zivile Geländewagen von Ford überhaupt. Das extrem simple Konstruktionsprinzip mit geraden Karosserieflächen und einfachem Aufbau führte zu einem attraktiven Preis und in den ersten Jahren auch großem Verkaufserfolg, doch die Anfang der 1970er Jahre aufkommende Konkurrenz zum Beispiel in Form des praxistauglicheren Chevrolet Blazer sorgte langfristig für die Einstellung des nur 3,8 Meter langen Ur-Bronco.

Kult-Modell Ford Bronco

Die Nachfolge-Generationen des Bronco waren wesentlich größer und luxuriöser, weshalb der Ford Bronco I bei Offroad-Fans bis heute Kult-Status genießt. Die Firma Icon 4x4 hat sich auf die Restaurierung von Oldtimern spezialisiert und auch vom Ford Bronco bereits rund 60 Exemplare für Kunden neu auf die Räder gestellt. Zum zehnjährigen Firmenjubiläum von Icon 4x4 haben die Oldie-Spezialisten allerdings noch einmal nachgelegt und eine optisch besonders authentische Ford Bronco-Version gebaut.

In den USA sind solche Wiederaufbau-Maßnahmen keine Seltenheit: Statt wie europäische Originalitäts-Fetischisten den Urzustand bis hin zur letzten Blechschraube zu restaurieren, oft besser als der Oldie seinerzeit aus dem Werk kam, setzen Firmen wie Icon 4x4 auf einen sympathischen Pragmatismus. Das komplett in Einzelteile zerlegte Originalauto bekommt einen originalgetreuen Karosserieaufbau und moderne Antriebstechnik unter das antike Kleid.

Icon Ford Bronco mit Fünfliter-V8

Beim „Icon BR“, der aus rechtlichen Gründen nicht mehr Ford Bronco heißen darf, ist das amtliche Hardcore-Technik, die für extreme Geländeeinsätze ebenso geeignet ist wie für den Show-Auftritt vor dem Eiscafé. Grundgerüst ist ein neuer Rahmen des US-Spezialisten Art Morrison, der bereits die passenden Aufhängungen für ein modernes Performance-Fahrwerk besitzt. Hier setzen die Restaurateure auf Dana-Achsen und ein Fox-Racing-Fahrwerk mit Federbeinen und 305 Millimeter Federweg. Das bringt genügend Freiraum für die 33 Zoll großen BF-Goodrich-Reifen auf 18-Zoll-Rädern.

Unter die Haube des Retro-Bronco verbaut Icon 4x4 den Coyote Crate Engine, ein fünf Liter großer V8-Benziner, den Ford in USA als neuen Komplettmotor für Kundenumbauten anbietet. Die Leistung dürfte ausreichen, 426 PS stehen an. Hier wird wahlweise ein Aisin-Fünfganggetriebe oder eine vierstufige Ford-Automatik angehängt, für Allrad und Untersetzung sorgt das Atlas II-Verteilergetriebe von Advanced Adapters.

Ab 230.000 Dollar geht es los

Für den Innenraum galt die Devise: „No plastic“. Das ist größtenteils gelungen, auch wenn bis auf die Blechverkleidungen kaum Originalteile Verwendung finden. So tarnt sich der moderne Digitaltacho in klassischer Rundform, verchromte Zugschalter glänzen aus dem Armaturenbrett hervor, das Pioneer-Multimediasystem mit Navigation und Rückfahrkamera versteckt sich unter einer Abdeckung in der Mittelkonsole. Stylishes Karomuster auf den Sitzen vervollständigt den Vintage-Look.

Wer es versuchen möchte, mit einem Icon BR beim deutschen TÜV vorstellig zu werden, sollte Geduld und ein bisschen Kleingeld mitbringen. Durch die Handfertigung der neuen Oldies und die durchaus rege Auftragslage kann sich eine Fertigstellung bis zu zwei Jahre hinziehen. Je nach Ausstattung beginnen die Preise bei rund 230.000 US-Dollar.

Quelle: 2018 Motor-Presse Stuttgart
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