Jeep Gladiator (2019)

11/2018 Jeep Gladiator
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11/2018 Jeep Gladiator

© Newspress
28.11.2018 - 18:55 Uhr von Torsten Seibt

Auf der LA Autoshow feiert Ende November der neue Jeep Pickup Gladiator Weltpremiere. Das Modell ergänzt die Jeep Wrangler JL-Baureihe um eine Pick-up-Variante, die auch nach Deutschland kommen wird.

Der neue Jeep Gladiator verfügt im Gegensatz zur bereits 2004 vorgestellten Studie „Gladiator“ über eine viertürige Doppelkabine. Das damalige Concept Car nutzte den Namen eines klassischen Jeep Pickups, der in den 1960er-Jahren als Truck-Variante des großen Jeep SJ Wagoneer erfolgreich war. Bald kommt das 5,54 Meter lange Auto also in Serie – damit ist der Gladiator 79 Zentimeter länger als der Viertürer. Der Radstand ist 49 cm länger. Der Wendekreis des Pickups beträgt 13,7 Meter.

Jeep Wrangler als Pickup

Der Jeep Wrangler Gladiator entspricht bis zur C-Säule der neuen Wrangler-JL-Baureihe. Es wird ihn mit zwei Dachvarianten geben: Konventionell und mit Cabrio-Faltdach, das sich nach hinten zusammenrollen lässt und dann am vorderen Ende der Ladefläche verharrt. Die Windschutzscheibe kann umgelegt, die Aluminiumtüren leicht abgebaut werden. Ein stark verlängerter Hecküberhang für die Ladefläche lässt diese auf 1,5 Meter Länge anwachsen; die Breite beträgt 1,32 Meter. Damit bietet der Gladiator deutlich mehr Laderaum, als der Wrangler JL unter seinem Hardtop zu bieten hat. Apropos Hardtop: Die höheren Ausstattungslinien bieten beide ein optional verfügbares dreiteiliges Hardtop in Karosseriefarbe. Damit der Gladiator ordentlich was wegschleppen kann, betragen die Nutzlast 725 Kilogramm und die Anhängelast bis zu 3,75 Tonnen. Das Ersatzrad bekommt der Gladiator wie bei Pickups üblich unter der Ladefläche aufgehängt.

Für Geländetauglichkeit sorgen die Command-Trac und Rock-Trac 4x4-Systeme, Dana 44-Achsen der dritten Generation, ein elektrisches Tru-Lock-Sperrdifferenzial an Vorder- und Hinterachse, ein Trac-Lok Sperrdifferenzial, ein elektronisch entkoppelbarer Querstabilisator an der Vorderachse und 33- Zoll Geländereifen. Die Wattiefe wird mit 76 cm angegeben.

Keine großen Überraschungen gibt bei den Antriebsvarianten. Der 285 PS und maximal 353 Nm starke 3,6-Liter-V6-Benziner bleibt auch weiterhin den USA vorbehalten. Dort wird es ab 2020 auch einen Dreiliter-V6-Dieselmotor in Kombination mit einer Achtgangautomatik geben. Dessen Daten: 260 PS und maximal 650 Nm. Nach Europa kommt der Jeep Wrangler Pickup (Debüt in den USA vermutlich im Spätsommer 2019, in Europa Mitte 2020) mit den modernen Vierzylindermotoren: Ein 2,2-Liter Turbodiesel mit 200 PS und der neue Konzern-Benziner mit zwei Liter Hubraum, der beispielsweise im Alfa Romeo Stelvio bereits mit bis zu 280 PS unterwegs ist. Denkbar ist auch, dass der Gladiator Pickup später die bereits angekündigte Hybrid-Version mit dem Zweiliter-Benziner als Hauptantrieb erhält.

Der Pickup-Jeep kommt auch als Rubicon-Variante

Der Jeep Gladiator ist auf dem US Markt in den Ausstattungen Sport, Sport S, Overland und Rubicon erhältlich. Die Basis bildet der Wrangler Gladiator „Sport“, dazu gesellt sich ein besonders gut ausgestattetes „Overland“-Modell sowie, noch spannender, eine „ Rubicon“-Variante. Mit der Geländetechnik des Wrangler Rubicon – unter anderem verstärkte Achsen mit Differentialsperren, spezielles Verteilergetriebe mit ultrakurzer Geländestufe – ist der Jeep Wrangler Pickup wohl der geländetauglichste Kleinlaster auf dem Markt.

Gefertigt wird der neue Jeep Gladiator in Toledo (Ohio, USA).

Quelle: 2018 Motor-Presse Stuttgart
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