Lamborghini Aventador Eigenbau-Projekt

Lamborghini Aventador Nachbau - Backus Sterling - 2019
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Lamborghini Aventador Nachbau - Backus Sterling - 2019

© Facebook: lasersterling

Einen Lamborghini kaufen kann ja jeder, dachte sich der Amerikaner Sterling Backus, und begann damit einen Aventador in Originalgröße nachzubauen – und zwar mit Hilfe von 3D-Druckern. Wir haben die Bilder des verrückten Projekts.

Respekt wer’s selber macht, lautet der Werbespruch einer bekannten Baumarktkette. Doch was Sterling Backus aus dem US-Bundesstaat Colorado seit knapp anderthalb Jahren in seiner heimischen Garage veranstaltet, das verlangt mehr als nur Hochachtung. Der Amerikaner baut nämlich gerade an einem 1:1-Modell eines Lamborghini Aventador.

Die Inspiration für das Projekt kam vom eigenen Sohn, der sich durch das Rennspiel Forza Horizon in das italienische Supercar verliebt hatte und den Papa daraufhin fragte, ob man das Auto nicht einfach nachbauen kann. Und weil der Vater von Beruf Physiker ist und seinen Kindern gerne die Begeisterung für Wissenschaft und Maschinenbau vermittelt, ließ er sich nicht lange bitten.

Lambo mit V8-Corvette-Motor

Das wichtigste Werkzeug, das Backus zur Herstellung des Sportwagens verwendete, war der 3D-Drucker. Gleich mehrere unterschiedliche Modelle kamen im Laufe der Zeit zu Einsatz. Natürlich lässt sich nicht ein ganzes Auto aus Kunststoff drucken, deshalb wurden strukturelle Bauteile wie zum Beispiel der Rahmen oder das Innenleben der Türen aus Metall gefertigt.

Natürlich kommt auch der Antrieb nicht einfach aus dem 3D-Drucker: Um die Kosten des Projekts in Grenzen zu halten, wird der Aventador-Nachbau von einem 5,7 Liter V8 LS1-Motor einer Corvette von 2003 befeuert. An das Aluminium-Aggregat, das im seinem Spenderauto vorne eingebaut war, ist ein Porsche-911-Getriebe angeflanscht.

Am meisten Eindruck hinterlassen aber die Arbeiten an der Außenhülle. Für einen originalen Carbon-Look wurden viele Plastikteile aus dem Drucker zusammengeklebt, die Fugen bearbeitet und dann in Kohlefaser gehüllt. Das Fachwissen für die notwendige Vakuum-Technik eignete sich der Hobby-Handwerker durch das Studium von YouTube-Videos an.

Nachbau zum Schnäppchenpreis

Wo es mit dem 3D-Drucker nicht mehr weiterging, orderte Backus günstige Ersatzteile über eBay. Wo es wirtschaftlich sinnvoll war, bestellte der Amerikaner auch originale Komponenten von Lamborghini selbst. Die Kosten belaufen sich trotz Sparbauweise mittlerweile auf mehr als 20.000 US-Dollar – also knapp 18.000 Euro.

Im Vergleich zum Neupreis von rund 330.000 Euro ist das aber immer noch ein Schnäppchen. Nicht eingerechnet ist übrigens die Arbeitszeit. Backus versucht zusammen mit seinem Sohn jeden Tag mindestens eine Stunde für das Projekt zu opfern.

Dass am Ende Lamborghini kommen könnte und wegen einer Verletzung der Markenrechte klagt, glaubt der Tüftler nicht. Angeblich habe man alle Bauteile etwas abgeändert und mit eigenen Design-Ideen verfeinert. Dazu stehen weder das Auto noch die Formen öffentlich zum Verkauf. Zur Sicherheit wird der Renner aber wohl keine Lamborghini-Logos tragen.

In der Galerie zeigen wir Ihnen Bilder der Entstehung und den aktuellen Baufortschritt.

Quelle: 2019 Motor-Presse Stuttgart
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