Licht-Technologie

Digitaler Matrix LED-Scheinwerfer Audi E-tron Sportback
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Digitaler Matrix LED-Scheinwerfer Audi E-tron Sportback

© AUDI AG

Fahrzeughersteller und ihre Kunden profitieren von der immer besser werdenden LED-Technologie. Vor allem die Scheinwerfer werden immer moderner und manche davon projizieren sogar Informationen direkt vor dem Auto auf die Straße.

Was mit Kerzen hinter Glas begann befindet sich aktuell auf einem enorm hohen Evolutions-Niveau: Scheinwerfer-Technik. Die stetig vorangetriebene LED-Licht-Entwicklung bietet nicht nur schlicht mehr Sicht bei schlechten Wetterbedingungen. Die neuen Scheinwerfer projizieren Navigations- und sicherheitsrelevante Informationen für den Fahrer des Fahrzeugs und die der in unmittelbarer Umgebung fahrenden Fahrzeugführer auf die Straße.

Neuestes Mitglied der fahrenden Projektoren ist der e-tron Sportback von Audi mit dem neuen Digital Matrix Light. Das System unterteilt sein LED-Licht dank eines integrierten Digital Micromirror Device Chips vom US-Technologie-Konzern Texas Instruments in 1,2 Millionen Einzel-Pixel. Das soll zu einem noch helleren Lichtteppich vor dem Auto führen. Die Technik kann aber noch mehr: Etwa ein dynamisches Kurvenlicht darstellen, bei der Annäherung an den Vorausfahrenden die Fläche des Lichtteppichs verkleinern, um diesen nicht zu blenden, oder mit zusätzlichen Linien im Lichtkegel die exakten Ausmaße des Autos abbilden. Das kann dann von Vorteil sein, wenn es eng wird rund um das Auto. Einen coolen Effekt verspricht die Funktion, bei der beim Spurwechsel der Lichtteppich bereits auf den benachbarten Fahrstreifen geworfen wird, bevor das Auto überhaupt dorthin fährt. Auch abwechslungsreich animierte Lichtspiele zur Begrüßung und Verabschiedung hat das Digital Matrix Light drauf. Es ist damit ein erster Schritt, um eine Kommunikation vom Auto zur Umgebung zu realisieren, sagt Audi. Ein Aspekt, der beim autonomen Fahren an Wichtigkeit zunehmen wird.

Über zwei Millionen Mikrospiegel pro Auto

Schon etwas länger auf dem Markt ist der Mercedes-Maybach mit seinem Digital Light. Das nahezu blendfreie Fernlicht in HD-Qualität und mehr als zwei Millionen Pixel Auflösung feierte bereits vor einem Jahr seine Markteinführung. In diesem Scheinwerfer arbeiten Chips mit über einer Million Mikrospiegeln, also über zwei Millionen insgesamt pro Fahrzeug. Kamera- und Sensorsysteme im Fahrzeug erkennen andere Verkehrsteilnehmer, leistungsstarke Rechner werten die Daten sowie digitale Navigationskarten in Millisekunden aus und geben den Scheinwerfern die Kommandos zur bestmöglichen Anpassung der Lichtverteilung in allen Situationen.

Mit der softwaregesteuerten Technologie lassen sich außerdem Symbole in HD-Qualität auf die Straße projizieren. Dies gibt dem Fahrer nicht nur Hinweise unmittelbar in seinem Blickfeld, sondern könnte es in einem späteren Schritt auch möglich machen, mit dem Umfeld zu kommunizieren. Bei einer Durchfahrt durch eine Baustelle werden zum Beispiel zwei Lichtspuren auf die eigene Fahrbahn projiziert, die der Gesamtbreite des Autos entsprechen. Diese Führungslinien helfen dem Fahrer bei der Orientierung. Hinzu kommt die Möglichkeit Fußgänger im Gefahrenbereich in Fahrbahnnähe zu erkennen und ihn per projizierten Pfeil auf der Fahrbahn, der in dessen Richtung weist, anzuzeigen. Das geschieht zusätzlich zur Markierung, die bereits durch den Adaptiven Fernlicht-Assistenten erfolgt.

Mercedes bringt Symbole auf die Straße

Ebenfalls von Vorteil ist eine Abstandsmarkierung. Diese Funktion unterstützt den Fahrer bei der situationsgerechten Einstellung des Regelabstands. Bei Aktivierung des Abstandsregeltempomaten oder einer Änderung des Regelabstands durch den Fahrer wird als Unterstützung eine entsprechende Abstandsmarkierung auf der Straße eingeblendet. Darüber hinaus lassen sich Symbole für nahende Gefahrenstellen auf der Fahrbahn darstellen, wie Glätte, Baustellen, Auffahrwarnung, Spurhaltewarnung, Totwinkelwarner und überhöhte Geschwindigkeit.

Quelle: 2019 Motor-Presse Stuttgart
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