Marktübersicht Plug-in Hybrid-Autos in Deutschland

Kia Optima 2.0 GDI Plug-in Details
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Kia Optima 2.0 GDI Plug-in Details

© Hans-Dieter Seufert

Ab Januar 2019 halbiert sich die Dienstwagensteuer für Plug-in-Hybridfahrzeuge. Wir stellen alle derzeit auf dem Markt erhältlichen Plugin-in-Hybridmodelle mit Bildern, Daten, Infos und Preisen vor – und verlinken außerdem in die entsprechenden Tests und Fahrberichte.

Ab Januar 2019 gilt eine neue Regelung zur sogenannten „ Dienstwagensteuer“. Bislang muss ein Arbeitnehmer oder Freiberufler, der seinen Dienstwagen privat nutzt, monatlich ein Prozent des Bruttolistenpreises als so genannten geldwerten Vorteil versteuern. Diese Steuerbelastung wird für Neuwagen mit Steckdosenanschluss jetzt deutlich reduziert: Bei Elektrofahrzeugen und Plug-in-Hybriden, die vom 1. Januar 2019 bis zum 31. Dezember 2021 angeschafft oder geleast werden, gilt als steuerliche Bemessungsgrundlage nur noch die Hälfte des Bruttolistenpreises. Das hat am 23. November 2018 der Bundesrat beschlossen und damit der im Sommer vom Bundestag auf den Weg gebrachten Gesetzesänderung zugestimmt.

Ab Januar 2019 darf also scharf gerechnet werden, denn bislang sorgte diese Ein-Prozent-Regelung dafür, dass beim Dienstwagen größtenteils Verbrenner angeschafft werden. Das könnte sich nun ändern, mancher PHEV rangiert bei der Dienstwagensteuer künftig auf dem Kosten-Niveau eines Kleinwagens. PHEV ( Plug-in Hybrid Electric Vehicle) sind auf dem Weg zum rein elektrischen Fahren die letzte Vorstufe. Sie vereinen die Reichweitensicherheit eines Verbrenner-Pkw mit der abgasfreien Kurzstrecken-Mobilität eines E-Autos.

Das Thema Plug-In-Hybrid nimmt auch ohne den Rückenwind aus dem Finanzamt bei nahezu allen Autoherstellern gehörig Fahrt auf. Waren die Teilzeit-Stromer anfangs vor allem den leistungsstarken Oberklasse- und Premium-SUV-Modellen vorbehalten, kommt die Stecker-Technik immer mehr auch in die Breite. So bietet die Plugin-Hybrid-Technik nicht nur für die Hersteller Vorteile, um ihren Flottenverbrauch zu drücken. Auch angesichts der immer größeren Fahrverbots-Problematik in Deutschland gewinnt die Technik – neben den konventionellen Hybriden – an Schwung.

PHEV-Vorteile in „Zonen“

Die bereits verfügten und noch drohenden Fahrverbote in diversen Innenstädten lassen sich derzeit mit einem Plug-In-Hybrid am entspanntesten sehen. Denn mit dem rein elektrischen Antrieb, der im Idealfall bis zu 50 Kilometer weit reicht, sind sie selbst den sauberen konventionellen Hybrid-Modellen voraus, die maximal ein bis zwei elektrische Kilometer zustande bringen. Doch nach wie vor leiden die Plug-In-Modelle unter dem hohen Preis für die Stromspeicher. So ist es neben dem „Umweltzonen“-Aspekt auch eine individuelle Rechenaufgabe, ob sich ein Plug-In-Hybrid tatsächlich für den persönlichen Einsatz eignet.

Die Fahrzeuge sind nach wie vor erheblich teurer als normale Verbrenner- und auch Hybrid-Pkw. Besonders gut lässt sich das bei Baureihen feststellen, die mit beiden Varianten verfügbar sind. So kostet der Hyundai Ioniq PHEV 29.990 Euro, während der Ioniq mit Standard-Hybrid bereits für 24.800 Euro zu haben ist. Ähnlich sieht es bei Hybrid-Pionier Toyota aus, wo mit dem Prius ohnehin nur ein einziges Plug-In-Modell im gesamten Programm zu finden ist. Der Standard-Prius startet bei 28.450 Euro, während für die Plug-In-Version stolze 37.550 Euro aufgerufen werden.

Plug-in-Hybrid kommt mit Diesel

Interessant ist jedoch ein neuer Trend, der seit Beginn 2018 zu beobachten ist: Die Kombination von Dieselmotoren und Elektroantrieb. Bei Mercedes und Peugeot/Citroën, alle drei traditionelle „Dieselmarken“, werden nach neuestem Abgasstandard konzipierte Selbstzünder als Plugin-Hybride entwickelt. Mercedes und die Citroën-Tochter DS sind bereits gestartet, bei Peugeot wird es 2019 soweit sein.

Plugin-Hybrid-Katalog: Daten und Preise

Ein ziemliches Wirrwarr herrscht aktuell wegen diverser Prämienprogramme der Hersteller. Nicht nur die Diesel-Eintauschprämien gilt es zu beachten, auch spezielle Förderprogramme und nicht zuletzt der Bundeszuschuss von 1.500 Euro für PHEV-Modelle muss berücksichtigt werden. Als aktuelles Beispiel hat Mitsubishi für die neue Generation des Outlander PHEV einen eigenen „Elektromobilitätsbonus“ aufgelegt, der gemeinsam mit dem „ Umweltbonus“ der Bundesregierung den Preis um satte 8.000 Euro senkt. So kommt der Outlander PHEV auf einen Angebotspreis von 29.900 Euro, was für ein SUV dieser Größenordnung wirklich günstig ist.

In unserer Bildergalerie zeigen wir Ihnen alle aktuell in Deutschland angebotenen Plug-in-Hybrid-Pkw mit Daten und den jeweiligen Listenpreisen ohne Bonusprogramme. In der obenstehenden Tabelle finden Sie außerdem Links zu den einzelnen Fahrzeugen in Tests und Fahrberichten.

Quelle: 2018 Motor-Presse Stuttgart
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