Mercedes CLA (2019)

Mercedes präsentiert den neuen CLA zur CES in Las Vegas. Die
Consumer Electronics Show wurde in den vergangenen Jahren für
Autohersteller ein wichtiger Ort für Premieren.
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Mercedes präsentiert den neuen CLA zur CES in Las Vegas. Die Consumer Electronics Show wurde in den vergangenen Jahren für Autohersteller ein wichtiger Ort für Premieren.

© Mercedes
08.01.2019 - 20:30 Uhr von Andreas Of

Seit 2013 hat Mercedes den CLA (Baureihencode C117) im Programm. Im Mai 2019 rollt die zweite Generation des viertürigen Coupés an den Start. Der neue Mercedes CLA sieht aus wie eine Miniaturausgabe des neuen CLS. Alle Infos und Bilder.

750.000 CLA hat Mercedes seit 2012 verkauft. Das ist die eine Seite der Erfolgsmedaille. Die andere ist die Eroberungsrate junger Kunden: Die Hälfte der europäischen Käufer fuhr vorher eine andere Automarke und Dreiviertel dieser Mercedes-Erstkäufer bleiben bei der Marke. Die Kunden sind auch jünger, 10 Jahre seien es in den USA, erklärt der Hersteller zur Premiere während der Consumer Electronics Show (CES) in Las Vegas.

Das Event der Elektronik-Branche ist in den vergangenen Jahren für Autokonzerne wichtiger geworden, doch das ist nicht der einzige Grund für die CLA-Premiere bei der CES.

Neuer CLA mit Garmin Smartwatch

Ein zweiter ist die neue Smartwatch Vivoactive 3. Die schlaue Armbanduhr von Garmin ist Teil des Energizing Coach im CLA. Das klingt arg nach Marketing-Fachchinesisch und funktioniert so: Die Uhr misst unter anderem den Puls, verrät dem Auto, wie gut der Fahrer geschlafen hat, ob er gestresst ist und das Auto stellt sich darauf ein. Klimaanlage, Sitzheizung, -belüftung und -massage richten sich genauso wie Musik und Licht nach der Stimmung des Fahrers. Der kann außerdem seinen Puls auf dem Fahrzeugdisplay ablesen.

MBUX versteht komplexe Fragen

Dritter Grund für die CES-Premiere: In den USA kommt der CLA mit einer neuen Version der Sprachsteuerung auf den Markt. Die versteht nun auch kompliziertere Wünsche, wie zum Beispiel jenen nach einem asiatischen Restaurant, das kinderfreundlich und kein Japaner oder Chinese ist. Auch Fragen zum Spielstand der 49er, dem Fettgehalt von Avocados oder der Entwicklung des Börsenkurses von Apple im Vergleich zu Microsoft kann MBUX in den USA beantworten.

Nichts sagen muss der Fahrer, wenn er per vorher eingestellter Geste zum Beispiel nach Hause navigieren möchte. Das Innenlicht schaltet sich automatisch ein, wenn eine Hand im Bereich des Innenspiegels bewegt wird. Nähert sich die Hand dem Beifahrersitz, geht dort ebenfalls das Licht an.

So lang wie eine C-Klasse, aber breiter

Im Vergleich zum Vorgänger hat der CLA also dazugelernt. Länger und breiter wurde er auch, aber nicht höher. Die Karosserie wächst um fünf Zentimeter auf 4,69 Meter Länge – das entspricht bis auf zwei Millimeter der Länge einer C-Klasse Limousine. Der CLA ist drei Millimeter flacher und 20 Millimeter (zwei Zentimeter) breiter als die C-Klasse. Gegenüber dem Vorgänger ist der C 118 fünf Zentimeter breiter, bleibt mit Außenspiegeln trotzdem unter der Zweimetermarke. Die Spur ist vorn um fünf, hinten um sechs Zentimeter breiter als beim Vorgängermodell. Die Rädergrößen reichen von 16 bis 19 Zoll, die Reifendimensionen von 205/60 R 16 bis 225/40 19. Den cW-Wert gibt Mercedes mit 0,23 an – das ist ein Zehntel schlechter als bei der A-Klasse Limousine und entspricht dem Cw-Wert des Vorgängers. Allerdings kam der CLA 180 Blue Efficiency sogar auf 0,22.

Teilautonomes Fahren, tageslichtähnliche LED

Wie die A-Klasse beherrscht auch der neue CLA in bestimmten Situationen teilautonomes Fahren. Mit Kameras und Radar kann das Auto bis zu 500 Meter voraus schauen, hält je nach Ausstattung Abstand, Geschwindigkeit und Spur. Dabei rechnen die Assistenz-Systeme auch Kreuzungen, Kurven und Kreisverkehre ein, unterstützen beim Überholen oder halten das Auto im Notfall am Fahrbahnrand an. Gegen Aufpreis sind Multibeam-Scheinwerfer mit je 18 einzeln ansteuerbaren LED erhältlich, die das Fahrlicht an die Situation anpassen können und tageslichtähnlich weiß leuchten.

Marktstart im Mai

Ab dem Marktstart im Mai 2019 wird es den CLA ein Jahr lang in der Sonderausstattung Edition 1 geben. Startet bisher der Mercedes CLA knapp unter 30.000 Euro, so dürfte die neue Generation nicht unter 33.000 Euro zu haben sein. Die AMG-Modelle kosten nicht unter 60.000 Euro.

Technisch rollt der CLA mit den Antrieben der A-Klasse an den Start. Die kleineren Motoren stammen aus der Kooperation mit Renault. Basis-Modell wird der CLA 180d mit dem 1,5-Liter-Diesel (116 PS) sein, es folgt der CLA 200d mit 150 PS Leistung und die 190-PS-Version im CLA 220d. Bei den Benzinern startet die Motorenpalette beim 109 PS starken Vierzylinder von Renault im Mercedes CLA 160, eine Spur leistungsstärker ist das gleiche Aggregat mit 1,3 Litern Hubraum im CLA 180 (136 PS) und CLA 200 (163 PS). Auch eine Plugin-Version im CLA 220e wird es geben – reine E-Reichweite rund 70 Kilometer. Die Top-Modelle bilden der AMG CLA35, der aus zwei Litern Hubraum 306 PS schöpfen wird, sowie den Mercedes-AMG CLA 45 mit 408 PS und Doppelkupplungsgetriebe. Alle stärkeren Motoren sind als 4-Matic ausgelegt.

Die Kompakt-Familie auf Basis der Kompakt-Frontantriebsplattform MFA2 umfasst künftig neben der A-Klasse die neue B-Klasse und den GLA, dazu gesellen sich eine A-Klasse als Limousine sowie der neue GLB – und natürlich der neue CLA, den es ebenso natürlich als Shooting Brake wieder geben wird.

Quelle: 2019 Motor-Presse Stuttgart
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