Elektro-SUV: Der Mercedes EQ

Mercedes stellt in Paris die Elektroautostudie Generation EQ
vor.
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Mercedes stellt in Paris die Elektroautostudie Generation EQ vor.

© Daimler
18.05.2018 - 13:03 Uhr von Uli Baumann

Mercedes wird seine kommenden Elektroautos neben den Standorten Bremen und Sindelfingen auch in Tuscaloosa produzieren. Dort sollen die batterieelektrischen SUV-Modelle gefertigt werden. Für das EQ-Kompaktmodell wurde jetzt der Standort Hambach im Elsass genannt.

Mercedes wird künftig auch Autos in Frankreich fertigen. Am Smart-Standort Hambach soll künftig das Kompaktmodell der neue elektrischen Mercedes EQ-Familie gebaut werden, das gab der Autobauer am Freitag (18.5.2018) bekannt. Die Vorbereitungen für das neue Modell in Hambach starten in Kürze. Die Investitionen in Höhe von 500 Millionen Euro fließen zu verschiedenen Teilen in neue Hallen für den Karosseriebau und Oberflächenbehandlung sowie in das Produkt selbst.

Auch im US-Werk Tuscaloosa sollen künftig Elektrofahrzeuge der Produkt-und Technologiemarke EQ vom Band laufen, das teilte der Autobauer Daimler bereits im September 2017 mit. Die Produktion von EQ-Modellen in Tuscaloosa soll zu Beginn des nächsten Jahrzehnts anlaufen. Geplant ist außerdem der Bau einer Batteriefabrik in der Nähe des bestehenden Pkw-Werks. Insgesamt will Mercedes-Benz eine Milliarde US-Dollar investieren und über 600 neue Arbeitsplätze schaffen. Ein Großteil der Investition soll in die Umsetzung der Elektrooffensive fließen. Der Rest wird für den Ausbau der Logistikaktivitäten am Standort verwendet. Im Werk Tuscaloosa werden bereits die SUV-Modelle GLE, GLS und GLE Coupé sowie deren Hybrid-Versionen gefertigt.

Bereits im Februar teilte Daimler mit, dass das Mercedes-Benz Werk Sindelfingen nach Bremen der zweite Standort wird, an dem Elektro-Fahrzeuge der neuen Mercedes-Produktmarke EQ produziert werden. Das Werk Sindelfingen soll zum Kompetenzzentrum für batterieelektrische Modelle der Ober-und Luxusklasse werden.

Mehr als 10 E-Autos bis 2025

Künftige EQ-Modelle sollen in die Serienproduktion der bestehenden Mercedes-Werke auf vier Kontinenten integriert werden. An welchen Standorten innerhalb des Produktionsnetzwerks weitere EQ-Modelle vom Band laufen, wird abhängig von der Marktnachfrage entschieden.

Mit der aktuellen Entscheidung werden künftig an den Standorten Bremen, Rastatt, Sindelfingen und dem Smart-Werk im französischen Hambach Elektromodelle produziert. In Rastatt läuft seit April 2014 die B-Klasse Electric Drive vom Band. Künftig sollen dort EQ-Modelle der Kompaktklasse (MFA2) produziert werden. Bereits seit 2007 wird in Hambach der Elektro-Smart gebaut. In Bremen werden zum Produktionsanlauf der EQ-Modelle 150 Leiharbeiter in ein festes Arbeitsverhältnis übernommen. Bremen wird den EQ-SUV EQ C fertigen.

Im Motorenwerk Untertürkheim soll mit dem „ E-Technikum“ ein neues Kompetenzzentrum entstehen, in dem künftig Prototypen für den elektrischen Antrieb aufgebaut werden. Zudem soll Untertürkheim in die Montageprozesse des elektrifizierten Antriebsmoduls und die Produktion von Komponenten für die EQ-Stromer einsteigen.

Bis 2025 will Mercedes-Benz Cars mehr als zehn Elektro-Pkw auf den Markt bringen: in allen Segmenten von Smart bis zum großen SUV. Bis 2022 will Mercedes zudem das gesamte Portfolio elektrifizieren und Kunden mindestens eine elektrifizierte Alternative in jedem Segment anbieten. Der Autobauer geht davon aus, dass der Anteil der Elektromodelle am Gesamtabsatz von Mercedes-Benz zwischen 15 und 25 Prozent liegen wird.

Quelle: 2018 Motor-Presse Stuttgart
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