Mercedes EQS (2021): Alle Infos zur elektrischen Oberklasse

Mercedes EQS (2021): Alle Infos zur elektrischen Oberklasse
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Mercedes EQS (2021): Alle Infos zur elektrischen Oberklasse

© Mercedes

Mercedes plant für 2021 neben dem EQA und dem EQC auch ein Luxus-Elektroauto, das das Kürzel EQS tragen wird. Ex-Daimler-Boss Dieter Zetsche hatte das Modell bereits bestätigt. Wir haben exklusiv die ersten Bilder von dem Modell sowie den direkten Vergleich zur Studie.

Michael Kelz, bei Mercedes unter anderem Chefentwickler der EQC-Baureihe, konkretisierte die Elektro-Pläne der Marke: "Wir werden ein Elektroauto haben, das ohne Zweifel auf dem Niveau einer S-Klasse ist, aber es wird keine S-Klasse sein". Das Auto werde luxuriös und das Top-Modell der EQ-Baureihe sein. Damit ist klar, dass die konventionelle S-Klasse nicht zusätzlich als reine Elektroversion auf den Markt kommen wird. Auf der IAA 2019 hat Mercedes den EQS als Concept Car vorgestellt, mit dem wir bereits fahren konnten.

Mercedes EQS auf MEA-Plattform

Der Mercedes EQS baut im Gegensatz zum EQC auf der neuen Modularen Elektro-Architektur (MEA) – intern EVA II – der Marke auf. Der EQC auf EVA I ist das erste Modell der EQ-Baureihe und kam bereits 2019 auf den Markt. Der SUV ist in der Größe zwischen GLC und GLE angesiedelt. Als zweites Modell legt Mercedes 2020 den EQA auf. Das Elektroauto in Kompaktwagen-Größe soll auf 400 Kilometer Reichweite kommen.

Auf unseren exklusiven Bildern trägt der Mercedes EQS schon deutlich weniger Tarnung am Heck. Klar erkennbar ist jetzt: Der EQS bekommt ein große Heckklappe, die das Heckfenster einschließt und bis ins Dach reicht. Ansonsten läuft das Heck flach bis zum Heckbürzel aus. Sehr gut zu erkennen sind die coupéhafte Dachform und die flachstehende Windschutzscheibe. Der Viertürer verfügt über eine leicht gebogene untere Fensterlinie, die Außenspiegel stehen auf der Türbrüstung.

Augenfällig sind die sehr spitz nach vorne zulaufenden Fenster. Der EQS bekommt – wie die S-Klasse – ausfahrbare, aber auch die normalen Türgriffe. Die Scheiben in den Türen sind rahmenlos. Der kurze Überhang vorne gibt der Limousine noch mehr optische Länge. Die unter der Tarnung hervorlugenden schmalen Scheinwerfer reichen weit in den Kotflügel hinein. Insgesamt setzt die Nase des EQS sehr tief an, um dann über die Motorhaube beinahe nahtlos bis zum großen Glas-Panoramadach anzusteigen. Die Fronthaube an sich zeigt eine tiefe Einbuchtung, womöglich als Auslass für eine durchströmte Frontmaske.

Die Reichweite des EQS soll bei rund 500 Kilometer nach WLTP liegen, neueste Gerüchte legen 700 Kilometer nahe. Die Leistung wird über den 408 PS und 765 Nm des EQC liegen. Mit dem E-Antrieb erhält der EQS natürlich einen intelligenten Allradantrieb.

Gebaut wird der Mercedes EQS in Sindelfingen, während der EQC in Bremen vom Band läuft. Den EQA produziert Mercedes in Rastatt. Auch einen großen Oberklasse-SUV will Mercedes zusätzlich zum EQS anbieten. Zudem baut das Werk in Hambach den Smart ED, der als Fortwo und Forfour ab 2020 ausschließlich als Elektroauto angeboten wird und ebenfalls zur EQ-Baureihe zählt. Bis 2022 investiert Daimler mehr als 10 Milliarden Euro in die Elektromobilität. Bis zu diesem Zeitpunkt sollen alle Mercedes-Fahrzeuge elektrifiziert sein, davon zehn reine Elektro-Pkw.

Technische Daten:

EQS

Quelle: 2020 Motor-Presse Stuttgart
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