Mercedes-Maybach GLS im ersten Check

Mercedes-Maybach GLS 600
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Mercedes-Maybach GLS 600

 © Daimler

Mit dem GLS-Maybach möchte Mercedes Kunden locken, die sich luxuriöses Reisen in geräumigen Fonds wünschen. Wir klären, ob das funktioniert.

Mercedes-Chefdesigner Gorden Wagener mag Maybach. Und so legt er Wert darauf, dass Maybach-Kunden die Sonderstellung ihres Modells schon von weitem erkennen. Beim großen SUV Maybach GLS hat er das locker hinbekommen: Ein eigenständiger Chrom-Grill strahlt nach vorn, an den C-Säulen protzen üppig dimensionierte Maybach-Logos und am Heck sorgt wiederum Chrom für Aufmerksamkeit. Außerdem steht über der linken Heckleuchte unübersehbar „Maybach“. Klar, die Marke steht nicht für Bescheidenheit und Zurückhaltung – hier zeigt man, was man hat. Deshalb sind die für den Maybach GLS angepeilten Hauptmärkte auch China, die arabische Welt und die USA.

Auch den Einstig in den Maybach GLS wollte Wagener zu einem ganz besonderen Erlebnis machen. Und so fährt beim Türöffnen ein hinter dem Seitenschweller verstecktes Aluminium-Trittbrett aus. Das Trittbrett ist lang und breit und beleuchtet – eigentlich ist es eine Showtreppe, die den Weg in den hell ausgekleideten und ausgeklügelt illuminierten Innenraum freigibt. Und sie ist in einer Höhe angebracht, in der sie dem Einsteigenden wirklich hilft.

Nur von Teurem umgeben

Vorne sitzt es sich auf edelstem Leder bequem, die Sessel bieten trotzdem moderaten Seitenhalt. Das mit weißem Leder bezogene Lenkrad wirkt in dem großen Innenraum sportlich klein und es liegt prima in der Hand. Trotz Panorama-Dach gibt es viel Kopffreiheit und die Beinfreiheit ist ebenfalls üppig. Aber der Maybach GLS ist ausdrücklich ein fondorientiertes Auto – also ab in Reihe zwei.

Alles auf den Fond

Mit aufrechten Sitzen können auch Passagiere mit langen Beinen diese locker übereinander schlagen – die Beinfreiheit hier hinten ist enorm. Sie wächst für den hinten rechts Sitzenden auf über 1,30 Meter, wenn der Beifahrersitz elektrisch bis zum Anschlag nach vorn gleitet. Dann lohnt sich das Neigen der Lehne – dies macht den Sitz zu einem Liegesitz. Die Neigung ist noch stärker als bei der mit ähnlichen Sitzen ausgestatteten S-Klasse. In Kombination mit der ausfahrbaren und natürlich ebenfalls belederten Unterschenkel-Stütze lässt es sich jetzt hier hinten prächtig ruhen. Besonders angenehm: Aus zu den Seiten gibt es viel Platz, man liegt nicht da wie eingemauert. Das der Geräusch- und Fahrwerkskomfort im Fond ungeahnte Qualitätshöhen erreichen soll, können wir erst bei einer Fahrt prüfen – im Stand ist es im Fond jedenfalls schon ungemein erholsam.

Silberkelche in der Aufpreisliste

Optional fällt der mittlere Fondsitz weg, ihn ersetzt eine Mittelkonsole, die eine bequeme breite Armlehne bietet. Vor dieser Lehen befindet sich der Touchscreen zum bedienen der fondeigenen Klimaanlage. Und zwischen den Sitzen ist dann ein Fach für das gekühlte Aufbewahren von drei Imperial-Champagner-Flaschen. Die passenden Silberkelche stehen genauso in der Aufpreisliste wie zusätzliche auf die jeweiligen Bezugsstoffe abgestimmte Kissen.

Wieder raus aus der Luxus-Kapsel – die Tür schließt sich, das Trittbrett kehrt beim Anschließen lautlos in sein Seitenschweller-Versteck zurück.

Quelle: 2019 Motor-Presse Stuttgart
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