Monströser 2019 RAM Heavy Duty

Der Ram 3500 Heavy Duty ist die Power-Speespitze. NIcht nur der
eigenen Marke, sondern des kompletten Segments.
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Der Ram 3500 Heavy Duty ist die Power-Speespitze. NIcht nur der eigenen Marke, sondern des kompletten Segments.

© Ram
16.01.2019 - 09:05 Uhr von Patrick Lang

Man kann vielen Autos einen gewissen Nutzwert zusprechen, aber der neue RAM Heavy Duty verschlägt einem schon auf dem Papier die Sprache. Warum, lesen Sie hier.

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Bei diesen US-Autos geht es ja immer um Superlative. Mehr PS, schneller auf der Viertelmeile, größere Felgen, und so weiter. Wenn man sich aber die Pickups anschaut, dann heißt die Königsdisziplin „ Drehmoment“. Seine Majestät Ram 3500 Heavy Duty wünscht, sich den Markt im Modelljahr 2019 komplett Untertan zu machen. Mit seinem 400 PS starken 6,7-Liter-Diesel ist der Wagen in der Lage, fast 16 Tonnen Gewicht zu ziehen. Schon bei 1.800 Umdrehungen liegt das maximale Drehmoment von 1.356 Newtonmetern an. Als Handschalter ist der neue Ram allerdings nicht mehr zu haben, die fällt im Modelljahr 2019 weg. Eine automatische Sechsgang-Box von Aisin verwaltet die Fahrstufen im Turbodiesel. Der 410 PS starke V8-Benziner mit 581 Newtonmeter erhält eine Achtgangautomatik.

Die Drehmoment-Schlacht auf dem amerikanischen Markt dauert bereits einige Jahre an, und wird zwischen Ford, Chevrolet und Ram ausgetragen. 2010 brachte Ford für die markeneigenen Super-Duty-Modelle ein Dieselaggregat mit 997 Newtonmetern auf den Markt. Chevy zog mit 1.037 Newtonmetern nach. Ford konterte mit 1.084 und provozierte in der Folge eine 1.152-Nm-Maschine von Ram. Das kraftvolle Wettrüsten gipfelt nun im aktuellen Ram 3500 Heavy Duty. Dass die Front in überbordendem Chrom-Glanz erstrahlt ist da natürlich ganz angebracht. Wer es dezenter mag, kann aber auch einen schwarzen Kühlergrill wählen. Fünf Designs bietet Ram an.

Leichtbau – echt jetzt?

Aus welchem Holz ist so ein Koloss wohl geschnitzt? Aus gar keinem – 98,5 Prozent hochfeste Stähle wurden für die Konstruktion verwendet. Dass durch Leichtbaumaßnahmen rund 65 Kilo eingespart wurden, interessiert unter den Kunden vermutlich genau gar keinen. Trotzdem sei erwähnt, dass der eiserne 6,7-Liter-Koloss im Bug immerhin unter einer leichten Aluminium-Haube thront. So fett wie der Pickup von außen erscheint, so massig geht es auch im Innenraum weiter. Mit Volllederausstattung lässt er sich ebenso bestellen, wie mit einem 12-Zoll-Touchscreen-Infotainment und einer 750-Watt-Anlage mit 17 Lautsprechern von Harman Kardon. Sollten Sie das unnötig finden, dann blicken wir auf die praktischen Seiten: Etwa die im Innenraum verteilten Staufächer mit einer Gesamtkapazität von 258 Litern, oder die Tatsache, dass neben normalen USB-Buchsen auch USB-C-Buchsen zur Verfügung stehen.

Auch praktisch: Elektronische Helferlein wie Parksensoren vorne und hinten, kombiniert mit einer 360-Grad-Surround-Kamera. Obwohl es so richtig enge Parklücken für dieses Auto eigentlich gar nicht geben kann – so einen VW Polo schiebt der bei Bedarf ja einfach aus dem Bild. Apropos stehende Hindernisse: In puncto Sicherheitsassistenten ist auch ein Frontkollisionswarner an Bord, der im Notfall voll in die Eisen steigt. Das soll auch mit einem 16-Tonnen-Anhänger am Haken funktionieren, verspricht Ram.

Wenn Ihnen das alles zu viel ist, dann gibt es das Pickup-Monster auch eine Nummer kleiner. Der Ram 2500 Heavy Duty ist entsprechend nicht König, sondern Kronprinz. Schwächlich ist er jedenfalls nicht, denn auch der „Kleine“ zieht noch rund 9.000 Kilo. Es darf ein bisschen verwegener sein? Dann ist der für den Offroad-Einsatz aufgebaute „Power Wagon“ nebst Seilwinde an der Front vielleicht Ihre Wahl. Weniger Königsfamilie, mehr Raubritter. Bleibt abzuwarten, wann Ford oder Chevy gedenken, den frisch gekrönten König zu stürzen, um die Regentschaft wieder an sich zu reißen. Fakt ist aber: Dafür wird es schwere Geschütze brauchen.

Quelle: 2019 Motor-Presse Stuttgart
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