Neuer VW-Bulli T7: Erster Erlkönig gesichtet

Was testet VW denn hier? Es ist der neue VW Bus T7!
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Was testet VW denn hier? Es ist der neue VW Bus T7!

© Stefan Baldauf
12.06.2018 - 08:30 Uhr von Holger Wittich

Volkswagen wird 2019 die neue Generation des VW Bus T7 vorstellen. Derzeit testen die Wolfsburger zahlreiche Varianten noch unter der Karosserie des aktuellen Modells. Unserem Erlkönig-Fotograf sind sie dabei in die Fotofalle gegangen.

Bildershow: VW Bulli T7 Erlkönig>>

Seit 2015 ist der VW T6 in Deutschland am Start, dabei ist der VW Bus nichts anderes, als eine Faceliftversion des T5, der bereits seit 2003 mit einer eigens entwickelten Plattform auf dem Markt ist. Mit dem T6 hatte VW dem Modell einige optische Änderungen verpasst, so unter anderem eine neue Frontpartie mit veränderten Scheinwerfern und eine modifizierte Heckklappe sowie andere Heckleuchten. Auch im Innenraum gab es ein Update – hier spendierte VW dem T6 einen neuen Armaturenträger, ein neues Lenkrad sowie diverse neue Assistenzsysteme. Auch die neue Dieselgeneration EA288 wurde eingeführt – der Selbstzünder spielte im VW-Abgasskandal mit seiner manipulierten Abgassoftware eine entscheidende Rolle. Tatsächlich dürfte der T6 unter anderem deswegen noch mal eine Produktaufwertung bekommen.

Neuer VW T7 auf MQB

Doch zurück zum T7. Beim neuen Bus sind die Fragestellungen hinsichtlich der technischen Plattform noch komplizierter als bisher, wo der Zielkonflikt vor allem von den unterschiedlichen Anforderungen an Nutzlast und Gesamtgewicht aus dem Pkw- und Nutzfahrzeugbereich herrührte. Gerade beim Transporter tritt die Abgasthematik noch weiter in den Vordergrund: Der VW Transporter wird besonders viel im urbanen Bereich eingesetzt und gerade da drohen Fahrverbote und Auflagen – hinter der Zukunft der in diesem Segment bisher dominierenden Diesel steht daher ein großes Fragezeichen. Es könnte daher gut sein, dass der T7 in der zweiten Jahreshälfte 2020 erst als Elektroauto kommt. Ein BEV-Transporter soll wohl etwa 450 Kilometer Reichweite haben – für den Lieferverkehr im Stadtbereich völlig ausreichend.

Aber auf welcher Plattform soll der T7 stehen? Sollen Bus und Transporter auf derselben stehen? Sollen BEV und konventionelle Varianten dieselbe nutzen? Ist ein BEV-Bus auf T7-Basis überhaupt sinnvoll, wo doch die Pkw-Versionen eher für die weiteren Strecken genutzt werden? Außerdem gibt es ja ab 2022 den I.D. Buzz als BEV-Bus. Der nutzt den neuen Modularen Elektrobaukasten (MEB). Aber taugt der für die hohen Nutzlasten des T7-Transporters?

Der Pkw-T7 dürfte erstmals auf dem Modularen Querbaukasten (MQB) der Marke basieren, was die Modellplanung deutlich einfacher machen würde. Das große US-SUV Atlas zeigt, dass der MQB auch ein 5-Meter-Auto mit Allradantrieb tragen kann. Außerdem ist der MQB grundsätzlich auch elektrofähig – siehe e-Golf. Mit dem dann verbauten Modularen Elektronikbaukasten kann der T7 auch im Innenraum in der Moderne ankommen. So werden die aus dem Golf und Co. bekannten Infotainment- und Assistenzsysteme – teilweise gesteuert via Touchscreen – Einzug halten. Auch ein 48-Volt-Bordnetz wird mit dem T7 eingeführt – das ist unerlässlich, um die Antriebe des Bus zu elektrifizieren. Neben Plugin-und Mild-Hybriden gibt es auch in der neuen Generation Vorderradantrieb beziehungsweise den 4-Motion-Allradantrieb.

Dazu gesellen sich konventionelle Benziner und Diesel-Aggregate – aber auch Erdgas-Versionen. Gewerbetreibende, die konventionelle Antriebe suchen, könnten auch nach der Einführung des T7 noch für ein paar Jahre mit dem produktaufgewerteten T6 als Pritschen-, Kasten- oder Transporter-Modell für schwerere Lasten vorlieb nehmen müssen. Denn ein MQB-T7 hätte irgendwo Grenzen. Die MQB-Plattform dient dafür künftig als Grundlage für die neuen Sharan- und Caddy-Modelle.

Neues Design mit Arteon-Front

Optisch bleibt der T7 seinen Genen treu, der Aufbau ist kastig, funktionell und verfügt wieder über Schiebetüren. An der Front wird es schmale Scheinwerfer geben, dafür wächst der Grill in die Breite und reicht deutlich tiefer Richtung Frontschürze. Hier orientiert sich der VW T7 zum Beispiel am Arteon.

Quelle: 2018 Motor-Presse Stuttgart
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