Als VW 1976 den GTI auf den Markt bringt, greift die Kundschaft begeistert zu.
Als VW 1976 den GTI auf den Markt bringt, greift die Kundschaft begeistert zu.
GTI-Folklore: Spucknapf-Lenkrad, Golfball-Schaltknauf und eine leichte Übertreibung auf der Tachoskala. Doch 182 km/h sind 1976 eine Ansage.
Zum Schluss kommt der Pirelli-GTI für 22.800 Mark mit grünem Colorglas, Pirelli P6 der Größe 185/60 HR 14 auf Pirelli-Leichtmetallrädern sowie in Wagenfarbe lackierten Anbauteilen.
Die Neuauflage muss sich erstmal Kritik anhören, weil die 112 PS des Motors aus dem Vorgänger an der geräumigeren Karosserie des Golf II schwerer zu schleppen haben. Bis 1986 der Vierventiler im GTI 16V mit 139 PS für mehr Dynamik sorgt.
Für ganz neue GTI-Gefühle sorgt die VW-eigene Entwicklung des G-Laders: Der schraubt 1990 die Leistung auf 160 PS, das Drehmoment auf 225 Nm und lässt den GTI in 8,3 Sekunden von null auf 100 km/h stürmen.
GTI im Stil der 80er: Karomuster auf den Sitzen, Golfball auf der Schaltstange, 16V-Plakette am Handschuhfach - aber kein Radio und ein Vierspeichen-Lenkrad wie im Jetta Diesel.
Dynamik ist bei der Premiere der dritten Golf-GTI-Generation ein unangenehmes Thema und das hat zwei Gründe: mehr Ausstattung und eine wiederum größere Karosserie steigern das Leergewicht auf 1.162 Kilogramm. Denen setzt ein relativ bräsiger Zweiliter-Achtventiler 115 PS entgegen.
Nach 20 Jahren GTI gibt's 1996 ein Editionsmodell und erstmals einen Diesel unter der Haube: Der TDI hat 110 PS und verbraucht fünf Liter.
Innen trösten Karomuster und Golfball-Schaltknauf über die Sachlichkeit des Golf-3-Cockpits hinweg.
Zum 25. GTI Geburtstag kommt ein Editionsmodell mit 180-PS-Turbobenziner und 18-Zoll-BBS-Rädern.
Der Jubiläums-GTI geht in 7,9 Sekunden von null auf 100 km/h, rennt 222 km/h und zeigt frech ein Endrohr.
Innen geht's mit gelochtem Leder am Lenkrad und alufarbenen Blenden eher sachlich zu. Die GTI-Farbe Rot findet sich an Nähten und Sitzbezügen wieder.
Technisch macht der fünfte Golf GTI einen großen Sprung nach vorn: Direkteinspritzung, Mehrlenker-Hinterachse, Doppelkupplungsgetriebe.
Glatte 200 PS leistet der Zweiliter-TFSI. Gegen Aufpreis schaltet ein Doppelkupplungsgetriebe (DSG) besonders schnell und praktisch ohne Zugkraftunterbrechung – so sprintet der GTI in 6,9 Sekunden aus dem Stand auf 100 km/h.
Sachlicher als im Golf 5 kann man einen GTI kaum einrichten. Der Tacho übertreibt schamlos mit einer 300-km/h-Skalierung.
Die übliche Lebenszeit einer Golf-Generation von sechs bis sieben Jahren verkürzt Volkswagen mit Nummer sechs auf vier Jahre.
Der Vierzylinder-Turbomotor leistet 210 PS (im abgebildeten Edition 35 sind es 235 PS). Bei der Fahrwerksabstimmung hilft Hans-Joachim Stuck.
Die Qualität im Golf-6-Interieur ist besser als bei vielen teureren Autos. Die Ergonomie ist annähernd perfekt.
Der GTI läuft in siebter Generation zur Bestform auf, taugt für Rennstrecke und Alltag, läuft als erster 250 km/h – das ist die Höchstgeschwindigkeit des handgeschalteten Performance.
Mit diesem Clubsport S fährt Benny Leuchter 2016 in 7:49,2 Minuten um die Nordschleife und stellt damit einen neuen Rekord für serienmäßige Frontantriebsautos auf.
Die siebte Generation ist in der Summe ihrer Eigenschaften vermutlich der beste Golf GTI, den es bisher gab.
Der Golf 8 macht vieles anders als der Vorgänger und fährt noch einmal schneller sowie präziser - nervt aber zumindest bis zum Facelift mit schwer bedienbaren Touchfeldern und Software-Ärger.
Für die Nordschleife hat Volkswagen dem Golf 8 GTI Clubsport ein eigenes Fahrprogramm abgestimmt. Der neue Fahrdynamikmanager vernetzt elektronisch geregelte Vorderachssperre, Adaptivdämpfer, Motorsteuerung und ESP. Mit 300 PS beschleunigt der Clubsport in 5,6 Sekunden von null auf 100 km/h.
Zum Facelift baut VW wieder echte Tasten ans Lenkrad. Der größere Monitor steht für die neue Hardware und Software aus dem Modularen Infotainmentbaukasten 4, die besser bedienbar ist und zuverlässiger läuft.