Plymouth Belmont Concept (1954)

Plymouth Belmont Concept
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Plymouth Belmont Concept

© Mecum Auctions

Mit dem Belmont Concept wollte Plymouth 1954 die Corvette angreifen. Dazu kam es nie. Jetzt steht das Einzelstück bei Mecum Auctions zum Verkauf.

Im Rahmen der Mecum Gallery Exposition steht ein echter Ami-Traum zum Kauf bereit. Der Plymouth Belmont Concept ist nicht nur der erste Plymouth mit einem V8-Motor, sondern ein 4,86 Meter langes und 1,90 Meter breites Einzelstück, das 1954 auf der Chicago Auto Show und später auf der New York Autorama für offene Münder sorgte. Er sollte den Beginn der Attacke auf Ford Thunderbird und Chevrolet Corvette darstellen. Der ursprünglich blaue Vette-Fighter blieb allerdings ein Einzelstück. Er wurde von den Verantwortlichen als „zu alt“ fallen gelassen. Die Manager hatten sich augenscheinlich von den schwachen Corvette-Verkäufen aus dem Jahr 1953 entmutigen lassen (nur 300 Exemplare wurden in diesem Jahr produziert). Die späteren Erfolge des Ford Thunderbirds zeigen allerdings, dass die Entscheidung ein wenig zu schnell getroffen wurde. Allein im Jahr 1957 konnte Ford rekordverdächtige 21.380 Exemplare ihres knapp 250 PS starken Roadsters verkaufen.

Das fahrende Unikat ist von der Chrysler Corporation unter der Leitung von Virgil Exner extra für die beiden Shows entworfen worden. Die Karosserie wurde von der Briggs Manufacturing Company für Chrysler auf dem 2,90 Meter langen Radstand von Plymouth gebaut und war die erste Plymouth-Karosserie, die aus Glasfaser gefertigt wurde. Der erste V8 in einem Plymouth war zudem nicht irgendeiner, sondern ein originaler Dodge Poly-Head-V8 mit der Seriennummer P27-1014 und kam in Kombination mit dem originalen halbautomatischen HY-Drive-Getriebe. Das Stoffverdeck des Roadster kann hinter den beiden Sitzen verstaut werden. Die Windschutzscheibe besteht aus Plexiglas.

Ein echter Gewinnertyp

Der 1,20 Meter hohe Plymouth Belmont Concept hatte nach seinen Show-Auftritten noch eine Gastrolle im Film „Bundle of Joy“ von 1954 mit Eddie Fisher und Debbie Reynolds. 1957 folgte ein Auftritt in „Mister Cory“ mit Tony Curtis. Im Laufe der Jahre konnte der Frontmotor-Roadster mit 152 PS zahlreiche Auszeichnungen auf den preisträchtigsten Veranstaltungen in den Vereinigten Staaten gewinnen. In den letzten Jahren wurde es beim Pebble Beach Concours d'Elegance, dem Amelia Island Concours d'Elegance, der Blackhawk Collection, der Imperial Palace Auto Collection und der Ele Chesney Collection gezeigt.

Quelle: 2020 Motor-Presse Stuttgart
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