Porsche 911 Cabrio im Konfigurator

Sechs Wochen nach dem 992 Coupé steht das neue 911 Cabrio auf
dem Präsentierteller. Die Preise sind bekannt, der Konfigurator ist
online.
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Sechs Wochen nach dem 992 Coupé steht das neue 911 Cabrio auf dem Präsentierteller. Die Preise sind bekannt, der Konfigurator ist online.

© Porsche
13.01.2019 - 00:00 Uhr von Andreas Of

Nach oben offen sind die Preise für das neue Porsche 911 Cabrio nicht. Schwindlig wird einem trotzdem, wenn im Konfigurator die Häkchen gesetzt sind und der Preis auf über 210.000 Euro steht.

Porsche liefert schnell: sechs Wochen nach dem 992 Coupé steht das neue 911 Cabrio auf dem Präsentierteller. Geliefert wird ab Frühjahr, das Dach geht in zwölf Sekunden auf – einen Tick schneller als bisher. Sonst bleibt das Dach wie gehabt: Glas-Heckscheibe und Magnesium-Flächenspriegel. Damit taugt das Dach für den Winter und Ausflüge in Richtung Höchstgeschwindigkeit. Die liegt bei beiden aktuell lieferbaren Varianten oberhalb von 300 km/h: Der Carrera S läuft 306, der 4S 304 km/h. Wir nehmen das Carrera 4S Cabriolet. Allradantrieb steigert den Preis auf 142.259 Euro und senkt die Zeit für den Sprint von null auf 100 km/h auf 3,8 Sekunden. Für die Konfiguration werden wir etwas länger brauchen.

Außenfarbe & Innenraum

Serienmäßig und aufpreisfrei lackiert Porsche das 911 Cabriolet weiß, schwarz, indischrot oder racinggelb. Eine der acht Metallicfarben kostet 1.238 Euro. Wer ein graues oder blaues 911 Cabrio haben möchte, ist hier richtig. Sonderfarben wie Karminrot, Kreide, Lavaorange, Miamiblau oder Lizardgrün lackiert Porsche für 2.713 Euro. Wir nehmen Lizardgrün. Das erinnert an das großartige Viperngrün aus den Siebzigerjahren. Wären wir mutig, könnten wir dazu Clubleder in Trüffelbraun ordern. Die fälligen 5.403 Euro sparen wir uns, investieren stattdessen 3.975 Euro in die Lederausstattung Sport-Tex Square in schwarz. Sport-Design-Paket und Schwellerverkleidungen aus dem Porsche-Exclusive-Programm steigern den Wiedererkennungswert und den Preis: um 4.034 und 1.059 Euro. Das dezenteste Extra ist übrigens kostenlos: „Entfall Modellbezeichnung“. Soll schließlich keiner wissen, dass wir so ein teures Auto fahren. Der Porsche-Schriftzug am Heck reicht doch auch.

Motor & Getriebe

Allradantrieb und Achtgang-Doppelkupplungsgetriebe hat unser Carrera 4S Cabriolet serienmäßig. Gelegenheiten, Geld für Technik auszugeben, gibt es dennoch genügend: Das Sport-Chrono-Paket (2.326 Euro) zum Beispiel enthält nicht nur eine hübsche Stoppuhr auf der Armaturentafel, sondern auch einen Mode-Schalter am Lenkrad samt Response-Button und Sport-Plus-Modus. Mit Launch Control feuert sich das Cabrio außerdem 0,2 Sekunden aus dem Stand auf 100 km/h. Nehmen wir.

Räder & Fahrwerk

Wir nehmen auch die Wankstabilisierung, die Hinterachslenkung, das Sportfahrwerk ,die Keramikbremse, die Servolenkung Plus und das Liftsystem für die Vorderachse. Kratzer im lizardgrünen Frontspoiler aus dem Sport-Design-Paket wären sehr unschön. Schäden durch Steinschläge verhindert eine Schutzfolierung, die Porsche für 1.904 Euro anbietet. Bug-Verkleidung, Kofferraumhaube, vordere Kotflügel und die Außenspiegel-Oberschalen sind mit einer transparenten Schutzfolie überzogen. Sie finden 2.374 Euro für die Carrera-Exclusive-Design-Räder überzogen? Aber schauen Sie doch mal, wie hübsch die Fünfsternräder das Design der klassischen Fuchs-Felge neu interpretieren. Passt prima zum 70er-Lizardgrün.

Licht & Assistenz

Ganz von heute ist die Lichttechnik: Matrix-Hauptscheinwerfer mit Porsche Dynamic Light System Plus kosten 2.904 Euro und zählen sicher zu den empfehlenswertesten Extras. Da hat der Nachtsichtassistent für 2.332 Euro vermutlich größere Argumentationsschwierigkeiten. Ganz praktisch ist hingegen der Parkassistent mit Surround View (1.35 Euro). Schließlich ist der aktuelle Elfer wieder mal ein bisschen größer geworden. Abstandstempomat, Spurhalte- und Spurwechselassistent helfen beim Abstand und Spur halten. Dass die Luft, die wir atmen, für alle gleich ist, widerlegt übrigens der Ionisator. Der kostet 357 Euro und filtert Keime sowie Schadstoffe aus der Luft.

Radio & Navigation

Auch wenn die Sportabgasanlage (2.606 Euro) sicher sehr unterhaltsam ist: Digitalradio DAB und Burmester-Soundanlage müssen schon sein. Kostet zwar die Kleinigkeit von zusammen rund 4.700 Euro, aber das fällt jetzt auch nicht mehr ins Gewicht.

Werksabholung & Endpreis

Werksabholungen sind schon lange kein Gratis-Vergnügen mehr. Porsche bietet zwei Varianten an: Abholung mit Mittagessen und Werksführung am Produktionsstandort Zuffenhausen oder Abholung in Leipzig mit Führung durch die Macan- und Panamera-Produktion sowie eine Fahrt mit Instruktor auf der Rennstrecke. Ist natürlich nicht ganz billig, aber sicher ein Vergnügen. Macht 1.291 Euro. Plus Sprit für die Heimfahrt.

Quelle: 2019 Motor-Presse Stuttgart
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